*Kapitel 15 - Dieser miese Lügner*

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*Megans Sicht*

,,Heute ist Freitag, oder?" fragte ich April, während wir durch den Schulflur schlenderten.

,,Ja, leider" seufzt sie und hätte sich vermutlich am liebsten in irgendeiner Ecke verkrochen. Ich denke seit der Begegnung mit Senseless aka Tristan und seiner Gruppe, denkt sie wirklich, dass Einhörner existieren.

,,Ähm Hailey?" fragt mich April nach einer kurzen Stille.

,,Hm?" murmelte ich nur.

,,Wieso starren die uns so an? Nein warte, die starren dich an" sagt April und zeigt mit dem Finger gerade aus.

Ich folgte ihrem Finger und blieb bei der Jungs Clique stehen. Als alle meinen Blick trafen, drehten sich alle ertappt um. Alle außer Tristan.

,,Sag mir nicht du hast sie alle aufgerissen" machte April große Augen und fing schließlich an zu lachen.

,,Was zur- Natürlich nicht!" schaute ich sie erschrocken an.

,,Jaja" verdreht sie ihre Augen und starrt die Jungs an.

Mit zusammengezogenen Augenbrauen sah ich wieder zu der Gruppe und Tristan, der sich langsam in Bewegung setzte und auf uns zulief, an.

Sogar in der Schule sieht er aus wie ein verdammter Rettungsschwimmer, so wie man ihn in den Filmen kennt.

Warte mal..

Tristan, der mit großen Schritten immer näher kommt und- TRISTAN DER MIT GRO?EN SCHRITTEN IMMER NÄHER KOMMT?!

Falsch hustend tippte ich die Verrückte neben mir an.

,,Tristan auf Zwölf Uhr" hustete ich und beobachtete ihn möglichst unauffällig.

bloß nicht beim Starren erwischen lassen...

,,Wir haben aber erst halb Zehn" blickt sie überlegend auf ihre Armbanduhr.

Verärgert schaue ich sie an und hatte schon hunderte von Kontersprüchen auf Lager. Sagte allerdings nur ein kurzes und knappes ,,Idiot".

,,Wieso denn Idiot? Es ist halb Zehn und da kannst und wirst du auch nichts ändern können-" zieht sie ihre Augenbrauen zusammen.

,,Können wir kurz reden?" wird sie von Tristan unterbrochen.

,,Ohhh" kam es von April und starrte Tristan mit großen Augen an.

Jup, ich bin mir sicher sie hat jetzt verstanden was "Tristan auf Zwölf Uhr heißt".

Doch die Tatsache, dass er mit mir reden will, macht mich etwas nervös. Über was er wohl reden will? Will er etwa unsere nicht vorhandene Freundschaft zerstören? Oder habe ich etwas verbockt?- Man. Ich bin doch eigentlich gar nicht so...

Was tut der fremde Junge nur mit mir?

,,Klar" versuchte ich locker klingeln zu lassen, doch mein gequältes Lächeln verrät wahrscheinlich meine Nervosität.

Ich folgte Tristan also auf den Pausenhof, direkt zu einer der Bänke die frei, etwas abseits standen. Um uns herum waren ein paar Bäume und Büsche. Außerdem befand sich der Platz in der Nähe der Raucherecke, unserer Schule.

Lässig setzt er sich hin und schmeißt seinen Rucksack auf den Boden. Ich jedoch blieb stehen und sah ihn erwartungsvoll an.

,,Willst du dich nicht setzten?" sah er hoch zu mir.

,,Ich passe" gab ich nur von mir und verschränkte meine Arme.

Genervt stöhnt er: ,,Wenn das so ist..." stand er auf uns stellt sich mir gegenüber.

Viel zu nah, meiner Meinung nach.

,,Also Hailey-" begann er und sah mir in die Augen. Oh oh, ich hasse Augenkontakt. Jedoch brach ich ihn nicht ab.

,,Gestern-"

Scheiße, war ich zu aufdringlich? Will er mir etwa mit seinem Baseballschläger hinterher rennen? Man, ich mutiere ja schon zu einer April.

,,Nun ja. Ich habe gestern doch schon gut viel getrunken, weißt du? Und an das letzte voran ich mich erinnern kann, bist du. Also, falls ich irgendeinen Blödsinn gelabert habe, dann nimm das bitte nicht ernst. Ich erzähle viel idiotischen Sachen, wenn ich voll bin" lacht er nervös und fuhr sich durch die Haare.

Zu viel Getrunken? Aha. Wasser oder was?

So ein mieser Lügner!

,,Natürlich nehme ich das nicht ernst" lächel ich ihn zuckersüß an.

Man sah ihm an, wie eine Last von seiner Schulter fiel.

Erleichtert pustet er die unterdrückte Luft aus und sah mich mit einem verschmitzten Grinsen an.

,,Na dann ist das auch geregelt" griff er nach seinem Rucksack und schulterte ihn.

,,Nur eine Sache" begann ich.

Ruckartig sah er wieder in mein Gesicht.

,,Ja?" zog er die Augenbrauen in die Höhe.

,,Fürs nächstes Mal. Erst anvertrauen und dann irgendwie aus meinem Kopf schlagen wollen.. Geht nicht. Merk dir das, ja?" tippte ich ihm mit meinem Zeigefinger auf der Brust rum und sah ihn vernichtend an.

Du kannst mich mal Tristan West.

Auch wenn er es wirklich sehr glaubhaft aufgeführt hat und jeder Andere es ihm abgekauft hätte. Ich wusste, dass es den Abend lang nur Wasser getrunken hat. Er ist wirklich ein guter Schauspieler, doch die kleinen Gesten, wie durch seine Haare zu fahren, was so gut wie heißt, dass er entweder nervös, wütend ist oder unter Druck steht, verraten ihn.

Ein wenig hat es ja schon an meinem Selbstbewusstsein gekratzt, weil ich dachte, dass er mir vertraut. Aber wieso sollte er mir auch vertrauen? Ich meine, wir kennen uns ja überhaupt nicht. Tristan hat sich nur verplappert, so wie ich es auch manchmal tue. Außerdem habe ich ihn ja mit Fragen bombadiert.

Er starrt mich geschockt mit leicht geöffneten Mund an und stammelte vor sich hin.

,,Ich muss zum Unterricht" unterbrach ich ihn harsch und drehte mich um.

Mit langsamen Schritten entfernte ich mich von ihm und schulterte meine Tasche. Trotz allem, spürte ich jedoch seinen brennenden Blick auf meinem Rücken.

Letzten Endes schaute ich mich kurz um und erwischte ihn tatsächlich, wie er auf meinen Po guckt.

Kopfschüttelnd sah ich wieder nach vorne, konnte mir aber kein leichtes Grinsen verkneifen.

*******

,,Naaa" hielt mir jemand die Augen zu.

,,Hä.. Mason?" fragte ich total erschrocken.

,,Richtig" lacht er und lies seine Hände sinken.

,,Was tust du hier?" total schockiert blickte ich ihn an.

,,Naja, also... Du hast mich doch sicherlich lieb oder meine Lieblingscousine?" grinst er mich unschuldig an und fährt sich durch die Haare.

,,COUSINE?!" verschluckt sich April an ihrem Brot.

April, Elena und ich saßen gerade vor der Schule auf einer Bank, bis Mason plötzlich auftauchte.

,,Ja, Cousine" guckt er sie fragend an.

,,Mason was willst du?" verdrehte ich meine Augen.

,,Kannst du mich nach Hause fahren? Mom ist ja auf Geschäftsreise" flehte er schon fast.

,,Würde ich gerne, aber ich bin im Moment selber auf Liam angewiesen. Ich glaube er müsste in fünf Minuten ungefähr da sein." überlegte ich.

,,Perfekt. Aber ähm, naja, kennt ihr die Typen dahinten? Der eine sieht so aus als würde er mich gleich mit einem Baseballschläger erschlagen" fängt Mason an belustigt zu lachen.

Elena lachte auch leicht, während April große Augen machte und ich zu Tristan rüber sah.

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