4. Bestrafung..

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Es tut mir leid. Ich will nichts mit ihm zu tun haben. Also ging er weg.

Auf einmal klingelte mein Handy. Ich sah den Namen „Vater" auf dem Bildschirm. Mit zitternden Händen griff ich nach meinem roten Handy.
„H-Hallo, Vater."
Shid, warum stottere ich?!

„Hallo, Tochter. Wo bist du?", sagte er mit einer sehr ernsten Stimme. Ich musste schwer schlucken.
„Ich bin im Moment... im Park." Ich kann ihm nichts von diesem Café erzählen.
„Komm nach Hause. Sofort."
Dann legte er auf.

Hat ihn das wirklich so schockiert? Nur wegen Zeichnungen?

Als ich aufstand, sah ich Jimin in meine Richtung gucken. Er kam zu mir und fragte:
„Ist alles okay? Sie sehen nicht gut aus. Wollen Sie ein Wasser?"
Ich schüttelte nur den Kopf und drückte ihm das Geld in die Hand, bevor ich das Café verließ. Er schaute mir lange hinterher.

Draußen setzte ich mich auf mein Motorrad und fuhr Richtung „Zuhause".

Als ich zur Tür kam, empfing mich Yoongi. Er schaute mich nur an, sagte aber nichts.
„Du schaust aber motiviert", sagte ich kichernd. Er verdrehte nur die Augen.
„Bye bye", sagte ich in einem trillernden Ton. Haha, irgendwie macht es bei ihm Spaß.

Als ich dann ins Haus kam, war alles ganz leise und irgendwie sehr ungemütlich. Ich machte mich also direkt auf den Weg in das Büro meines Vaters.

Angst. Ha, was ist das. Ich versuchte mir Mut zu machen – jedoch hat das nicht wirklich geklappt.

Also klopfte ich dreimal an der Tür und verbeugte mich im 90-Grad-Winkel, als ich den Raum betrat. Er saß auf seinem Stuhl und schaute nicht einmal in meine Richtung.
Also ging ich auf ihn zu und setzte mich auf den Stuhl direkt vor ihm.
„Hallo Vater. Du wolltest mich sprechen?"
„Ja", sagte er sehr leise. Aber ich konnte es noch hören.
„Y/N, ich habe dir schon so oft gesagt, dass du das Zeichnen aufgeben sollst. Das ist nicht das, was ein Mädchen wie du tun sollte."
„Ich weiß, Vater", sagte ich nur, nicht wissend, was er als Nächstes sagen würde.

„Ich habe dich schon zu oft ermahnt, aber du hörst nie darauf. Also hat das Konsequenzen. Du musst dich beweisen, dass du zu dieser Familie gehörst. Deshalb wirst du heute Abend einen Job erledigen."

Oh, so schlimm ist es ja dann gar nicht.

„Du wirst dich heute Abend um einen jungen Mann kümmern und ihn... du weißt schon."

Mein Vater schaute mich besorgt an. Eigentlich freute ich mich mega, jedoch musste ich es so rüberbringen, als wäre es eine echte Bestrafung.
„Nein, Dad. Alles, aber nicht sowas..."
Omg, wie armselig ich klinge.

„Sorry, Prinzessin. Deine Infos liegen in deinem Zimmer. Bitte geh jetzt", sagte er nur und wandte sich wieder seinen Papieren zu.

Ich musste innerlich so lachen vor Freude.

Also stand ich auf und verbeugte mich erneut, bevor ich den Raum verließ. Wenn der nur wüsste... Endlich!

Als ich in mein Zimmer kam, nahm ich den Umschlag von meinem Schreibtisch und setzte mich voller Energie auf mein Bett.
Dann lass mal gucken, wer heute seinen letzten Atemzug macht.

Aber kurz bevor ich ihn öffnen konnte, kam meine „Sis" – oder auch Vanessa genannt – in mein Zimmer.
„Ey, Hässliche. Ich borge mir mal deine hochhackigen Schuhe!"

Das kann doch jetzt nicht wahr sein. Sie schafft es wirklich immer, meine Stimmung auf den Tiefpunkt zu bringen.
„Spinnst du, Vanessa?! Du bist elf Jahre alt!"
Sie ignorierte mich komplett und ging mit einem richtig übertriebenen Hüftschwung an mir vorbei.

Ach, scheiß drauf. Ich hab jetzt keine Lust, mit ihr zu diskutieren.

Also wandte ich mich wieder diesem tollen Umschlag in meinen Händen zu. In roter Tinte stand „Red Rose" darauf. Genau so gefällt mir das.

Ich riss die Papiere aus dem Umschlag und schaute auf die Zielperson.

„No way. Das ist doch—"
Ich war schockiert.

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