(Y/Ns Sicht)
Nach 15 Minuten Fahrt stand ich vor der Trainingshalle.
Als ich durch die Tür ging, schaute ich mich um – niemand da.
Gott sei Dank... dann habe ich wenigstens meine Ruhe.
In der Umkleide zog ich mir meine Sportklamotten an und ging dann direkt zum Boxsack.
Mit jedem Schritt ballte ich meine Fäuste fester, bis sie sich gelblich verfärbten.
Mit einem kräftigen Schlag ließ ich all meine Wut raus – der Boxsack schwang weit zurück.
Aber es war nicht genug.
Ich schlug weiter, bis meine Knöchel wund und teilweise blutig waren.
Doch ich spürte... nichts. Nur Wut. Immer noch.
Also ging ich rüber zum Parcours.
Ich stellte mir vor, wie eine Person vor mir wegläuft – Jackson.
Ich sammelte all meine Kraft und sprintete los.
Nach unzähligen Hindernissen kam ich keuchend am Ende an, ließ mich auf eine Matte fallen und atmete tief durch.
Das hat gutgetan.
Aber Jimin... ging mir immer noch nicht aus dem Kopf.
Warum? Warum quälst du mich so? Warum fühlt sich mit dir alles anders an?
Plötzlich hörte ich Applaus. Ich sah hoch – Yoongi stand da.
„Nicht schlecht für ein kleines Mädchen", sagte er grinsend und kam auf mich zu.
Kleines Mädchen?! Was erlaubt der sich?!
Dann bemerkte er meinen Blick und erklärte:
„Du hast dich doch selbst so genannt, als du mir mein Handy weggenommen hast."
Ach ja... stimmt. Oops haha.
„Daran erinnerst du dich also?" fragte ich lachend.
„Klar", sagte er und fing an, sich zu dehnen.
„Willst du jetzt trainieren?" fragte ich mit einem Grinsen.
„Wozu wäre ich sonst hier?" antwortete er mit hochgezogener Augenbraue.
„Keine Ahnung. Du siehst nicht aus wie jemand, der trainiert – und schon gar nicht wie jemand, der den Parcours schafft", neckte ich ihn.
„Haha, sehr witzig", murmelte er genervt.
Ich konnte nur triumphierend lachen.
„Du wirst schon sehen!" rief er, nahm Anlauf – und startete.
Er war tatsächlich... eleganter, als ich gedacht hätte. Vielleicht hatte ich ihn unterschätzt.
Nach zehn Minuten kehrte er keuchend zurück und stützte sich auf seine Knie.
Noch bevor ich etwas sagen konnte, richtete er sich auf und meinte:
„Runde zwei – bist du dabei?"
Einer Herausforderung sag ich nie nein.
„Klaro", grinste ich. Außerdem eine gute Ablenkung...
Wir trainierten noch ein bisschen zusammen – und irgendwie... war Yoongi gar nicht so schlimm.
Vielleicht sollte man Menschen doch erst kennenlernen, bevor man sich ein Urteil bildet.
Später, vor dem Café
Kurz bevor wir zurückfuhren, lud er mich noch auf einen Kaffee ein.
Ich hätte nie gedacht, dass ausgerechnet mein Lieblingscafé sein Ziel ist.
Oh nein... wenn jemand sieht, dass ich hier oft bin, wird das auch mein Vater erfahren.
Aber es war zu spät.
Wir standen schon vor dem Eingang.
Yoongi hielt mir gentlemanlike die Tür auf.
„Ladies first", sagte er lächelnd.
Ich zwang mich zum Lächeln, verdeckte mein Gesicht mit der Hand und setzte mich so hin, dass ich mit dem Rücken zu den Mitarbeitern saß.
Plan läuft.
Doch dann kam sie.
„Was möchten Sie bestellen?" trällerte eine Stimme.
Oh nein... die Co-Chefin. Sie kennt mich viel zu gut – zumindest vom Sehen.
Ich sah weg – doch sie erkannte mich trotzdem.
„OMG, Miss Y/N?! Warum sind Sie wieder hier? Haben Sie ein Date?"
Sie bombardierte mich mit Fragen.
Ich lächelte gequält und sagte nur:
„Bitte einen Latte Macchiato."
Yoongi sah mich verwirrt an.
„Und du?", fragte ich.
„Einen Cappuccino, bitte", murmelte er schnell.
Kaum war sie weg, durchlöcherte Yoongi mich mit Fragen.
Die letzte war: „Woher kennst du sie?"
Ich sah ihn ruhig an und musste lügen.
„Ich war heute Morgen zum ersten Mal hier, hab aus Versehen mein Glas fallen lassen und geholfen aufzuräumen. So haben wir kurz gesprochen. Kein Grund zur Panik."
Er schien es zu glauben.
Puh... nochmal Glück gehabt.
Am Ausgang
Gerade wollten wir gehen, da hörte ich eine bekannte Stimme:
„Yoongi-hyung! Was machst du denn hier?"
Ich drehte mich um – Jimin stand vor uns.
Er umarmte Yoongi.
„Jiminie, ich wusste gar nicht, dass du hier arbeitest!", sagte Yoongi.
Also kennen die sich wirklich... das ist nicht gut.
Dann wanderten Jimins Augen zu mir.
Unsere Blicke trafen sich.
Ich hielt die Luft an. Mein Herz raste.
Doch dann... wechselte sein Gesichtsausdruck ins Fragende.
„Seid ihr zusammen hier?", fragte er – an Yoongi gerichtet, aber sah mich weiter an.
Oh Gott... das könnte jetzt richtig kompliziert werden...
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Love? || Jimin
Fanfiction(German) Y/N ist ein sehr mysteriöses Mädchen, welches mal schnell unterschätzt wird, wegen ihrem unschuldigen Aussehen. Ihr Vater ist ein sehr reicher Mann, der in einer sehr speziellen Firma der Boss ist. Der einzige Weg aus dieser düsteren Welt i...
