21. Hilfe..

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Kurz bevor ich zu Ende denken konnte, bekam ich extreme Kopfschmerzen und alles wurde schwarz. Ich merke, wie ich den Boden küsse und höre viele Stimmen um mich herum. Jedoch werden diese immer schwächer, bis sie dann in die Dunkelheit schwinden.

Ich wurde wie durch einen Strudel gezogen. Ich bekam immer mehr Erinnerungen an den Kopf geworfen.
Wundervolle Momente, die meisten mit meiner Mam – von diesem wundervollen Menschen. Wie wir zusammen gelacht und rumgealbert haben.
Ich vermisse sie.

Jedoch wurde ich abrupt herausgezogen. Was hatte es zu bedeuten?
Ich bekomme meine Augen nicht auf. Es fühlt sich so an, als hätte mir jemand ins Gesicht geboxt. Ich komme immer mehr zur Realität und spüre, dass ich gefesselt bin – auf einem Stuhl.
Langsam schaffe ich es, meine Augen wie Schlitze zu öffnen.
Bitte sag mir nicht, ich bin an so einem Ort wie in einem Horrorfilm oder so eine Kacke.

Als sich dann meine Sicht klärt, schaue ich in die Dunkelheit. Jedoch sehe ich ein kleines Fenster, das Licht spendet.
Es ist richtig ungemütlich. Es ist kalt. Mein Kopf schmerzt – und ich habe Angst.
Eigentlich habe ich nie Angst, aber man kann nicht immer stark sein, nicht wahr?

Ich schaue mich um und entdecke echt nix. Meine Hände fangen auch langsam an zu schmerzen, wegen dem Band, das um sie gebunden wurde.
Wie lange bin ich bitte schon hier?!
Ich kann mich kaum an etwas erinnern, warum ich hier sein könnte.

Auf einmal erscheint Licht aus der anderen Richtung. Dort ist eine Tür, und das Licht scheint durch den kleinen Schlitz darunter. Ebenfalls höre ich Leute reden. Oh nein.
Dann geht die Tür auf, und ich versuche zu erkennen, wer es ist. Aber das Licht dahinter blendet zu sehr.

Als dann die Person näher an mich herankommt, wird das Gesicht immer klarer.
Meine Lieblingsperson: Jackson. Ich bin verwirrt.
Er beugt sich zu meinem Augenlevel herunter und schmunzelt mich an. Ich schaue nur gelangweilt zurück. Das ist aber leider nur mein Äußeres. Ich habe Höllenangst. Ich kann mich nicht bewegen.

"Jetzt bist du still, nicht wahr?", fragt er und fängt an zu lachen.
"Warum bin ich hier? Warum lebst du noch?", frage ich ihn. Hatte ich ihn nicht getötet?
Darauf fängt er an zu lachen.
"Haha, ich? Tot? In deinem Traum vielleicht! Mein Kumpel hat dich K.O. geschlagen! Weißt du nicht mehr?", sagt er lachend.

Auf einmal kommen mir alle Erinnerungen wieder.
"Wo ist dieser Dreckssack?!", schreie ich ihn an.
Er richtet sich wieder auf. Dann hebt er seine Hand und schlägt volle Kanne gegen meine linke Wange – sehr, sehr kräftig. Meine Wange pocht vor Schmerz. Ich stöhne nur kurz auf, aber schaue ihn dann schnell wieder mit einem Pokerface an.

"Du bist nicht erlaubt, mich anzuschreien!", sagt er und schaut mich böse an.
"Ich komme nachher wieder!", fügt er dann noch hinzu und verlässt den Raum. Dann schließt er die Tür, und alles ist wieder tief schwarz. Meine Wange tut sehr weh. Ich glaube, ich blute sogar aus dem Mund. Es ist mir aber egal.

Wird jemand nach mir suchen? Oder bin ich allen scheißegal?
Meine tolle Familie...
Dad... Ich habe wieder versagt. Ob er sich überhaupt dafür interessiert?
Die ganze Zeit sitze ich da, und diese ganzen Gedanken gehen mir durch den Kopf.

Auf einmal geht erneut die Tür auf, und zwei Typen kommen auf mich zu. Jackson und dieser Dreckssack. Wäre ich jetzt nicht angebunden, wäre er tot.
"Haha, gute Arbeit, Suga. Sie sitzt da wie ein Hündchen", sagt Jackson lachenderweise zu ihm. Ich durchlöchere ihn mit meinem Blick.

Es war Yoongi.
Dieser Lauch! Dieser falsche Dämon!
Er dreht sich in meine Richtung und guckt mich nur unschuldig an. Ohhhh, wie gerne ich ihm die Haut vom Gesicht abziehen würde.
Er hat mich ausgenutzt. Ich dachte, ich kann ihm vertrauen. Diesen Fehler werde ich nie wieder machen.

Yoongi kommt auf mich zu und hält mein Kinn hoch.
"Na, kleines Mädchen", sagt er mit einem Schmunzeln.
"Ich lasse euch mal alleine", sagt Jackson von hinten und verlässt den Raum. Danach schaut mich dieser Dreckssack wieder an.

Als er gerade anfangen möchte zu reden, spucke ich ihm ins Gesicht.
Er schaut mich nur angewidert an, als er es sich wegwischt. Nimm das.

"Ich habe dir vertraut, du ARSCH!", schreie ich in seine Richtung.
Er fängt an zu lachen.
"Tja, du armes Ding, vertraust immer den Falschen", sagt er und kommt mir wieder näher.
Aber nicht, um mein Kinn zu nehmen – nein – um mir in den Bauch zu treten. Er rammt seinen Schuh in meinen Magen.
"Wofür war das jetzt?!", frage ich, als ich mich vor Schmerz krümme.
"Weil du mich Arsch genannt hast", sagt er und fängt an zu lachen.

Das hätte ich echt nicht von ihm gedacht. Nicht, dass er so gemein ist. Und dass die cute Seite von ihm nur Fake war.

Dann dreht er sich um und will den Raum verlassen.
Ich glaube irgendwie, dass da noch was Gutes in ihm ist.
"Hilf mir", sage ich leise, aber laut genug, dass er es hört. Ich meine, versuchen kann man es.

Er dreht sich um und macht ein nachdenkliches Gesicht.
"Hmm... Vielleicht könnte ich dir helfen...", fängt er an und macht mir Hoffnung.
"Nein, natürlich nicht!", sagt er dann und verlässt lachenderweise den Raum.

Dann schaue ich mich um. Irgendwo... irgendwas... bitte...
Nach einer Zeit gebe ich auf. Hier in diesem Raum ist echt nix.
Ich schaue aus dem Fenster und sehe den Mond an. Er ist im Moment am freundlichsten.
Er ist einfach leise und schenkt mir Licht. Mein einziger Freund.

Dann fällt mir etwas ein.
Jimin.
Was ist mit ihm? Ist er in Sicherheit? Geht es ihm gut?
Wie gerne ich ihn gerade sehen würde. Sein Lächeln. Seine kindliche Art.
Ich gebe es zu. Ich vermisse ihn. Und gerade wünsche ich mir nichts sehnlicher, als ihn zu sehen.

Falls ich hier rauskomme, werde ich nicht mehr vor meinen Gefühlen weglaufen.
Ich will nicht mehr. Ich kann es einfach nicht mehr.
Aber kann ich ihm vertrauen? Wäre ich sicher bei ihm?

Paar Tage später

Ich bin jetzt schon lange hier. Ich weiß nicht, wie lange. Mir tut alles weh.
Die zwei – oder auch mehr – verprügeln mich immer wieder. Meine Nase blutet ohne Pause. Bald ersticke ich an meinem eigenen Blut.

Die Zeit scheint so langsam zu vergehen. Immer und immer langsamer. Tick Tack...
Ich höre dann meinen Magen knurren. Ich habe schon lange nichts mehr gegessen.
Ich glaube, ihr Plan ist es, mich verhungern zu lassen.

Auf einmal wird die Tür aufgerissen, und jemand steht da.
Diese Person ist sehr gestresst und durchsucht den Raum.
Als derjenige dann in meine Richtung guckt, kommt er auf mich zugelaufen.
Werde ich gerettet? Oder ist das gerade nur eine Einbildung?

Love? || JiminGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt