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13. Erwischt

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Am nächsten Morgen

Nachdem ich wie jeden Tag geweckt wurde und schon gefrühstückt hatte, zog ich eine Jogginghose und ein Sportoberteil an. Danach packte ich alles Nötige in meinen Rucksack, ging die Treppe hinunter, zog meine Laufschuhe an – und trat nach draußen.

Dort grüßte ich Yoongi und Jungkook kurz und begann zu joggen.
Im nächstgelegenen Park machte ich eine Pause, setzte mich auf eine Bank, atmete tief durch und schaute mich um.

Die Bäume blühten, die Vögel zwitscherten. Familien und Pärchen spazierten vorbei.
Mich widert es immer noch an... aber ich lasse es einfach an mir vorbeiziehen.

Als ich wieder hoch in die Baumkronen sah, entdeckte ich ein kleines Vögelchen. Rund, niedlich – mit einem leuchtend roten Bäuchlein.
Nach einer Weile flog es davon.

Mit dem Bild des Vogels im Kopf lief ich weiter – zurück in Richtung Café.

(??? Sicht)

„Boss, ich habe sie entdeckt. Soll ich ihr folgen?"

Eine tiefe Stimme antwortete aus dem Hörer:
„Ja. Ich will wissen, was sie macht."

Ich folgte dem Mädchen – Y/N – unauffällig bis zu einem kleinen Café.
„Boss, sie ist gerade reingegangen."

„Gib mir jedes einzelne Detail."

Ich trat ebenfalls ein, setzte mich an einen Tisch, beobachtete sie und berichtete:
„Sie holt ihren Zeichenblock raus... Was soll ich tun?"

Das Schweigen am anderen Ende beunruhigte mich.

Dann: „Ich schicke Leute. Sorge dafür, dass sie bleibt."
Die Verbindung brach ab. Ich blieb ruhig – und tat, was mir befohlen wurde.

(Y/Ns Sicht)

Nachdem ich meinen Platz im Café eingenommen und meinen Zeichenblock geöffnet hatte, fiel mir ein seltsam gekleideter Mann auf. Ganz in Schwarz, mit Hut und Maske.

Aber ich schenkte ihm keine weitere Beachtung. Stattdessen begann ich, das kleine Vögelchen vom Morgen zu zeichnen. Als ich fast fertig war, platzte plötzlich Yoongi mit zwei Männern durch die Tür. Sie stürmten direkt auf mich zu.

PANIK.

Alle Augen im Café waren auf uns gerichtet.
„Jaja, du warst das erste Mal hier – ist klar!", schrie Yoongi und packte mich grob am Arm. Er riss mich hoch, nahm meine Hände – und ich sah, wie die anderen Typen begannen, meine Zeichensachen zu zerstören.

„NEIN!!" Ich versuchte mich zu wehren, aber Yoongi war zu stark.
Einer der Männer zerbrach meine Stifte – einfach so.
Mein Herz... es tat weh.
Mit einem einzigen Moment wurde das letzte bisschen Freude aus meiner Welt gelöscht.

Ich schrie, bis alles am Boden lag – kaputt.
Ich hatte keine Kraft mehr.

Yoongi zog mich zum Auto.
Ich wehrte mich nicht mehr.
Die Menschen im Café starrten uns entsetzt an.
Am meisten traf mich Jimins Blick...
Er litt mit mir.
Und doch – war er hilflos.

Im Auto

Ich saß zwischen diesen zwei Tyrannen, Yoongi fuhr.
Wären meine Kräfte noch da... sie hätten längst kaputte Gesichter.

Aber... sie waren weg.
Zeichnen war mein Leben.

Und ausgerechnet Yoongi...
Wie konnten sie das herausfinden?

Zuhause

Die Typen zerrten mich aus dem Wagen. Jungkook sah nur verwundert zu, als wir vorbeigingen.

Vor meinem Vater ließen sie mich wie Müll auf den Boden fallen.
Diese kleinen...

Ich stützte mich hoch.
Die Tür fiel zu.
Mein Vater starrte mich an.

„Ich fasse es nicht...", seine Stimme war tief und gefährlich.
„Ich habe es dir oft gesagt. Du hast es oft ignoriert. Damit ist jetzt Schluss.
Du wirst dieses Gelände nur noch mit Yoongi verlassen.
Du wirst dich auf deinen Job vorbereiten. Du wirst fit bleiben.
Wir können uns keine weiteren Fehler leisten –
und schon gar nicht deine lächerliche Zeichenscheiße!"

Er brüllte.
„Beweis, dass du würdig bist, unsere Nachfolge anzutreten – oder ich gebe den Posten an jemand anderen."

Ich stand da. Reglos. Blick auf den Boden.
Seine Worte schlugen ein wie Bretter gegen den Hinterkopf.
Wieder und wieder.

Ich spürte, wie etwas in mir erwachte.
Etwas... Dunkles.
Etwas, das nur darauf gewartet hatte, zurückzukehren.

„Okay, Vater", sagte ich leise – aber klar.
„Ich werde deine Anweisungen befolgen. Ich werde dich nicht enttäuschen."

Er starrte mich an.

„Das ist ALLES, was du zu sagen hast?!", brüllte er.
Ich zuckte nicht.

„Glaub mir... die freudigen Momente sind tief in mir vergraben.
Und die Wut kocht in mir – bereit, Rache zu nehmen.
Ich werde kämpfen wie ein Büffel – für deinen Stolz, Vater."

Meine Stimme war kalt.
Ich wich nicht von seinem Blick.

Und tief in mir...
übernahm das Böse wieder die Kontrolle.

Keine Gefühle.
Keine Emotionen.
Nichts mehr.

Perfekt.

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