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14. Gespräch

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Ich werde immer tiefer in die dunkle Welt gezogen... und fühle, wie das Böse in mir endlich wieder die Kontrolle übernimmt.
Keine Gefühle mehr. Keine Emotionen mehr. Nichts mehr.
Perfekt.

Mein Vater schaut mich verwirrt, aber stolz an. Dann räuspert er sich und tritt auf mich zu. Ich breche den Blickkontakt nicht ab. Als er vor mir steht, legt er seine großen Hände auf meine Schultern.

„So ist es gut. So möchte ich meine Tochter immer sehen", sagt er und lächelt leicht.
Ich fange an zu schmunzeln.
„Das wirst du, mein geliebter Vater", sage ich.
Dann löst er seine Hände von mir, und ich drehe mich um und gehe in Richtung Tür. Ich spüre seinen Blick auf mir.
Als ich die Tür erreiche, drehe ich mich noch einmal um.
„Hab noch einen schönen Tag... Vater."

Ich verlasse das Zimmer. Im Gang steht Yoongi und sieht mich besorgt an.
Was ist denn mit dem los? Hat er realisiert, was er getan hat? Wie traurig.
Ich gehe mit kaltem Blick auf ihn zu, remple ihn mit der Schulter an – und laufe einfach weiter. Ich spüre, wie er mir nachsieht...
Es ist mir egal.

Ich gehe direkt zum Trainingslager, wie Vater es gesagt hat. Auf dem Weg muss ich schmunzeln.
„Haha, Jackson? Es ist nicht mehr lange für dich. Genieß deine letzten Tage", sage ich leise zu mir selbst.

2 Tage später – Yoongis Sicht

Heute ist mein freier Tag. Ich sitze im Auto und fahre zu Jimin. Aber Y/Ns Verhalten geht mir nicht mehr aus dem Kopf...
Sie ist in den letzten zwei Tagen so kalt geworden. Als hätte man einen Schalter umgelegt.
Sie redet nur noch, wenn es nötig ist. Das gefällt mir gar nicht.

Ich komme bei Jimin an, parke, gehe zur Tür – und klingele. Viel.
Meine Tradition – ihn ein bisschen nerven, hehe.

Plötzlich reißt er die Tür auf.
„Yoongi-hyung!!", ruft er strahlend.
„Warum bist du denn so hyper?", frage ich beim Reingehen.
„Ich freu mich einfach, dass du da bist."
„Jaja, schon gut."

Ich gehe direkt in sein Zimmer und lasse mich aufs Bett plumpsen.
Nach einer Weile setzt er sich zu mir.

„Was ist los, hyung? Du siehst bedrückt aus."
„Ach, Jiminie... ich mache mir nur Sorgen um jemanden."

„Wirklich?! Wer ist der oder die Glückliche?"
„Weißt du noch, das Mädchen, mit dem ich bei euch essen war...?"
„Du meinst Y/N? Die, die du vor 3 Tagen rausgezerrt und deren Sachen zerstört hast?!"
Ups...
Stimmt ja. Und er hat's gesehen. Shit...

„Ja... das war der Befehl ihres Vaters. Aber nachdem sie mit ihm geredet hat, war sie wie ausgewechselt. So kalt. Noch mehr als vorher."
„Ich hab mich schon gewundert, warum sie nicht mehr kommt..."
Wir liegen schweigend nebeneinander, beide starren zur Decke.

„Aber du hattest einen Effekt auf sie. Das hab ich gesehen", sage ich.
„Keine Ahnung... Ich weiß nicht, was sie mit mir gemacht hat. Ich kann nur noch an sie denken... Ist das normal?"
Oh man... er ist sowas von verknallt und merkt es nicht mal.

„Hast du mal drüber nachgedacht, dass du sie lieben könntest?"
Jimin schweigt.
„Liebst du sie, hyung?"
„Nein."
„Aber du machst dir doch Sorgen..."
„Ja... aber das ist nur freundschaftlich."

„Hm... Es könnte sein."
„Was?"
„Es könnte sein, dass ich mich in sie... du weißt schon... dass ich sie sehr, sehr mag..."
Das sagt er leise. Ich weiß, er hasst das Wort „Liebe". Und erst recht „Ich liebe dich". Aber das ist eine andere Geschichte.

Ich lege mich wieder hin und denke nach.
„Vielleicht besorge ich dir einen Job bei der Familie. Dann kannst du sie wiedersehen. Vielleicht öffnet sie sich dir dann mehr... vielleicht wird sie wieder die Alte."
(Oh Gott, so viele Vielleicht! xD)
„Weiß nicht... Vielleicht will sie mich gar nicht sehen. Sie fühlt sicher nichts für mich."

„Hey, ich hab gesehen, wie sie dich angeschaut hat! Hör auf, dir sowas einzureden!"
Ein Lächeln huscht über sein Gesicht.
„Du hast recht, hyung. Ich hab sogar eine Zeichnung von ihr gefunden. Warte!"

Er springt auf, holt etwas und kommt mit einem zerknitterten Blatt Papier zurück.
Er zeigt es mir – es ist voll mit Zeichnungen von Jimin.

„Haha omg, ist das süß."
Unsere Y/N scheint doch was für ihn zu empfinden.

Ich grinse.
„Jimin... ich besorg dir den Job. 100 %."

Wir verbringen den Rest des Tages zusammen, dann muss ich zur Nachtschicht.

Y/Ns Sicht – nächster Tag, 14 Uhr

Ich bin auf dem Trainingsgelände und laufe ein paar Runden.
Zuvor hatte ich schon andere Übungen gemacht – also war ich für heute fertig.

Ich gehe nach drinnen, um meinen Plan für Jackson weiterzuschmieden.
Ich brauche Unterstützung – also gehe ich zu Dads Büro.
Wir verstehen uns wieder besser. Es ist fast wie früher.
Naja... bis auf meine Stiefmutter und meine Stiefschwester. Ohne sie war alles besser.

Ich klopfe an die massive Tür. Warte nicht. Gehe einfach rein.

Dort sitzt mein Vater – und mit ihm zwei Männer.
Alle drei sehen mich an.
Einer ist Yoongi. Der andere... nein. Das kann nicht sein.
Dieses Lächeln...
ER ist wieder da.

Dieser Typ.
Nein. Das kann ich jetzt nicht gebrauchen.

„Was macht er denn hier?", frage ich monoton und schaue meinen Vater regungslos an.
„Jimin wird ab heute hier arbeiten", sagt er – und lächelt.

Oh nein...

Love? || JiminGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt