7. Der Plan

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(Y/Ns Sicht)

Was zum Teufel hat denn dieser Park Jimin mit dem zu tun?!

Um die Situation besser einschätzen zu können, wollte ich mich an die Bar setzen. Oder besser gesagt: Ich versuchte es.
Dort war es so überfüllt, dass sich die Leute gegenseitig schubsten, nur um an Getränke zu kommen.
„Na super, da kann ich jetzt nicht hin."

Plötzlich kam eine Horde Mädels auf mich zugerannt, und alle umarmten mich.
„OMG, hi Y/N!!" schrie die eine.
„Omo, wir haben dich ja schon lange nicht mehr gesehen!" rief eine andere.

Ich hatte keine Ahnung, wer diese Mädchen waren. Ich vermutete, ich hatte sie mal beim Feiern kennengelernt – als ich komplett voll war.
Aber eigentlich könnte ich sie gut in meinen Plan einbauen.

Also setzte ich mein Fake-Lächeln auf.
„Haaaay Mädels! Omg, hab ich euch vermisst!" sagte ich übertrieben süß.
„Wir dich auch, Y/N!"
„Woa, hast du schon diese sexy Jungs da hinten im VIP-Bereich gesehen?!" fragte eine völlig betrunkene.

Sie zeigte auf Jackson und die anderen.
Ich musste grinsen.
„Wollt ihr mal zu ihnen? Ich habe ein VIP-Ticket und könnte euch reinschmuggeln", sagte ich mit einem Lächeln.
Sie wären die perfekte Ablenkung, während ich mich um Jackson kümmere.

„Omo, das würdest du tun?!"
„Natürlich. Alles für meine... Freunde!" 
„Aber unter einer Bedingung", fing ich an.
„Und die wäre?" fragte das dritte Mädchen.

„Jackson gehört mir. Ihr könnt die anderen haben."
„Okay!"
„Geht klar!"
„Machen wir!"

Also machten wir uns auf den Weg zum VIP-Bereich.

Wir mussten an der Tanzfläche vorbei – ein großes Problem.
Typen sprachen uns an, griffen nach uns, einer zwang mich sogar kurz zum Tanzen.
Er war so widerlich und stank auch noch. Ich riss mich sofort aus seinen ekligen Armen los.

Als wir endlich vor der Tür standen, kam das nächste Hindernis:
„VIP-Karte bitte." Der Türsteher war riesig.

Ich zwinkerte ihm zu und hielt ihm heimlich einen 100-Euro-Schein hin.
Seine Augen glitzerten sofort.
Bevor er ihn nehmen konnte, zog ich ihn zurück, ging nah an ihn ran, stellte mich auf die Zehenspitzen und flüsterte:
„Nur wenn du uns Mädels durchlässt."

Er überlegte kurz. Als ich den Schein erneut hinhielt, trat er unauffällig zur Seite.
Ich steckte ihm den Geldschein zu und gab ihm ein Küsschen auf die Wange. 

„Wir sind wirklich drin!" schrie das zweite Mädchen und umarmte mich fest.
„Jaa! Vielen Dank, Y/N!"
Dann kamen die anderen auch noch auf mich zu und drückten mich fast zu Tode.

„Eh, Mädels... Ich bekomme kaum Luft."
„Oh, sorry!", kicherte eine, und endlich ließen sie los.

„Los, geht Spaß haben!", sagte ich. Sie rannten direkt zu den Jungs.
Endlich konnte ich das ätzende Fake-Lächeln fallen lassen.

Ich beobachtete, wie sie sich wie Hühner auf die erschrockenen Jungs warfen.
Der Anblick war einfach nur zum wegscheißen. Ich musste grinsen.

Alle Jungs waren jetzt mit Mädels beschäftigt – außer Jackson.
Er guckte verwirrt. Noch besser.

Also schaltete ich in Schauspielmodus und fing an zu weinen.
Erbärmlich, aber notwendig.
Als mir echte Tränen über die Wangen liefen, lief ich auf Jackson zu.

„Oh mein Gott, Jackson! Du bist es ja wirklich! Ich habe dich so vermisst... Ich habe all die Jahre auf dich gewartet!"
Ich umklammerte ihn.
Haha, er sieht noch schockierter aus als vorher.

„Y-Y/N?!" stammelte er.

„Jackson, Baby, ich hab dich ja sooo vermisst!"
Bah. Das war widerlich. Und er stank immer noch genau wie früher.

„Ich dich auch...", sagte er plötzlich und umarmte mich zurück.

Während wir da standen, sah ich mich um.
Auf Jimin hing eine der Mädels, die versuchte, ihn dauernd zu küssen.
Ich spürte ein komisches Gefühl in mir aufsteigen. Wut.
Ich wollte sie am liebsten von ihm wegreißen.

Aber warum? Warum interessiert mich das?
Er versuchte die ganze Zeit, sie wegzudrücken.
Und dann... sah er mich. Unsere Blicke trafen sich.
Ich drehte mich schnell weg.

Nach Minuten, die sich wie Jahre anfühlten, lösten Jackson und ich uns voneinander.
Gott sei Dank.

Ich schaute zu ihm hoch.
„Können wir vielleicht mal reden? Unter vier Augen? Dann erzählst du mir alles... okay, Schatz?"
Oh Gott, das war schlimmer als ein Bergaufstieg.

„O-okay...", murmelte er und nahm mich bei der Hand.

Er zog mich in einen der Rückzugsräume und schloss die Tür hinter sich.
Er drehte sich zu mir.
Ich fing sofort an zu lachen.

„Omg, du bist echt zu dumm, nicht wahr?"
Er schaute mich nur verwirrt an.

„Rate mal, wofür ich hier bin."
„Ich dachte, du wolltest mich sehen?", sagte er leise und kam auf mich zu.

Als er direkt vor mir stand, griff ich in meine Tasche, zog die Handschellen raus und klickte sie an seine Handgelenke.
„Nur in deinen Träumen, du Arsch."

Ich schubste ihn aufs Bett und richtete meine knallrote Pistole auf ihn.

(Jimins Sicht)

Ich saß schon eine Weile bei Jackson und seinen Freunden. Die Jungs waren echt nett.
Yoongi war jedoch immer noch nicht zurück.

Gerade als ich mein Getränk vom Tisch nehmen wollte, schrien plötzlich ein Haufen Mädels los.
Was zur...

Ich schaute hoch – und da rannte eine Horde wild gewordener Girls auf uns zu.
Eine warf sich direkt auf meinen Schoß.
„Hallo, mein Prinz!"

Oh Gott. Nicht jetzt.
Und sie stank auch noch nach billigem Alkohol.

Ich versuchte, sie von mir runterzudrücken.
Und während ich ihren Kussattacken auswich, sah ich in wunderschöne Augen.
In die Augen des Mädchens, das mich völlig verwirrt hatte.

Sie – Y/N.

Unsere Blicke trafen sich kurz.
Dann drehte sie sich hastig weg.
Und ich sah: Sie war in Jacksons Armen.

Das gefiel mir gar nicht.
Ein seltsames Gefühl breitete sich in meinem Bauch aus.
Ist das... Eifersucht?

„JIMIN S- hicks SCHAU MICH ANNN!"
Das besoffene Mädchen auf meinem Schoß kreischte weiter.

Endlich schaffte ich es, sie loszuwerden.
Und dann sah ich, wie Jackson und Y/N gemeinsam in einen der Rückzugsräume verschwanden.

Eigentlich wollte ich sitzen bleiben.
Aber ich war neugierig.

Also erhob ich mich von der Couch und folgte ihnen unauffällig.
Die anderen Jungs waren eh mit den Mädels beschäftigt.

Als ich gerade mein Ohr an die Tür legen wollte, passierte etwas Unerwartetes.

„Oh SHID!!!"

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