Michael Hayböck POV
Vikersund ist immer ein ganz besonderes Springer. Das Gefühl so weit durch die Luft zu fliegen ist unglaublich. Mein Sprung gerade war nicht schlecht. Ich führe auf jeden Fall mal. Das kann sich natürlich sofort ändern denn der nächste ist Gregor. Er ist gerade wieder in sehr guter Form, dennoch mache ich mir Sorgen um ihn. Er ist kaum mehr beim Essen da und er zieht sich komplett von alle zurück. Ich weiß nicht warum, ich kann nur vermuten das es vielleicht an Anna liegt. Es kann sein das etwas vorgefallen ist. Ich wollte ihn schon öfters anreden aber er blockt mich immer ab. Ich habe das Gefühl, dass das Skispringen für ihn gerade ein Zufluchtsort ist und das es das eunzige ist was ihn noch hält. Als Gregor Grün bekommt stößt er sich ab. Ich wünsche ihm einen guten Sprung. Wir sind zwar alle Konkurrenten aber im Team freuen wir uns über jeden der gute Sprünge macht. Gregor kommt hoch raus doch plötzlich hat er probleme. Von herunten sieht man wie es ihm den Ski runterfetzt und wie er abstürzt. Ich schaue weg ich kann das nicht mit ansehen. Bitte ist ihm nichts passiert. Als ich wieder hinsehe rutscht sein lebloser Körper den Hang herunter. Ich laufe auf ihn zu. Ich kann zwar nicht helfen aber ich muss jetzt bei ihm sein. Da ich noch im Auslauf gestanden bin bin ich der erste der bei ihm ist.
Ich: Gregor. Hörst du mich? Gregor?
Keine Reaktion hinter mir tauchen die Sanitäter auf.
Ich: Er ist nicht ansprechbar. Helfen sie ihm!
Sanitäter: Treten sie bitte zur Seite das wir unsere Arbeit machen können.
Ich gehe ein Stück weg und schaue ihnen zu wie sie Gregor helfen. Krafti kommt auf mich zugerannt.
Stefan: Lass uns gehen Michi
Ich: Ja. Du hast recht.
Wir gehen aus dem Auslauf und zu unserem Team.
Ich: Er war nicht ansprechbar und sein Gesicht war aufgeschürft und es hat ihm den Helm vom Kopf gezogen.
Alle halten die Luft an. Jeden betrifft so ein Sturz. Nicht nur uns sondern auch alle Springer von den anderen Teams. Der Wettkampf wird fortgesetzt als gewinner geht am Schluss wie sollte es diese Saison auch anders sein Kamil Stoch. Nach dem Wettkampf packen wir zusammen und fahren direkt ins Krankenhaus.
Ich: Hello. We are here for Gregor Schlierenzauer.
Die Dame am Empfang tippt irgendwas in ihrem Computer und antwortet dann.
Dame: Room 342 only one at a time is allowed to be in there. I think he isn't awake yet.
Ich: Thank you.
Wir gehen gemeinsam zu dem Zimmer und als erster geht unser Trainer Heinz Kuttin hinein.
Stefan: Was ist los?
Ich: Er hatte was am Herzen. Ich wollte wissen was, aber er hat mir nicht gesagt was. Vielleicht hätte ich einfach hartnäckiger sein sollen.
Stefan: Das hätten wir alle. Er hat sich zurückgezogen.
Ich: Ja das weiß ich. Ich denke nur das er vielleicht nicht ganz auf den Sprung konzentriert war.
Stefan: Hoffen wir einfach das ihm nix passiert ist.
Heinz kommt aus dem Zimmer heraus und als nächster gehe ich hinein.
Gregor liegt angeschlossen an ganz viele Maschinen auf einem Bett in mitten des Raumes. Sein Gesicht zieren Schürfwunden.
Ich: Gregor du musst aufwachen. Ich weiß nicht was in letzter Zeit los war, aber ich hoffe das es dir wieder besser geht.
Ich bleibe noch kurz da und gehe dann wieder. Nachdem alle drinnen waren redet Heinz noch mit dem Arzt. Der Azt hat gesagt es sei eine Gehirnerschütterung und das er sonst Glück gehbt hat. Aber das ist erst sicher wenn er dann aufgewacht ist. Wir fahren alle ins Hotel und ich denke ich sollte Anna bescheid sagen. Ich habe lange nicht mehr gehört wie es zwischen den beiden läuft, aber es ihr zu sagen wäre angebracht. Aus Gregors taschen suche ich sein Handy ich werde auch schnell fündig. Ich suche Annas Nummer und rufe sie dann an.
Anna: Hallo?
Ich: Anna hier ist Michi Hayböck.
Anna: Wieso rufst du an.
Ich: Ich wollte dir sagen das Gregor einen Unfall hatte, er liegt im Krankenhaus.
Anna: Was? Hat er nach mir gefragt.
Ich: Er liegt noch im koma. Anna was ist zwischen euch vorgefallen.
Anna: Er hat dir nichts erzählt?
Ich: Nein was war?
Anna: Ich denke nicht das ich es dir sagen sollte. Ich weiß nicht ob er will das es wer weiß. Wie geht es ihm nach dem Sturz.
Ich: Es ist nicht so schlimm. Zumindest kann man erst genaueres sagen wenn er aufwacht.
Anna: Ich bin gerade in Amerika also kann ich leider nicht vorbeikommen. Aber wünsch ihm gute Besserung von mir.
Ich: Anna, was ist vorgefallen zwischen euch zwei?
Anna: Michi ich..
Ich: Sags mir einfach.
Anna: Ich habe sein Kind abtreiben lassen.
Jetzt bin ich sprachlos. Was soll man auch dazu sagen. Ich weiß wie gern Gregor Kinder mag.
Anna: Sag doch was Michi.
Ich: Ich denke er hätte dich als stütze brauchen können.
Anna: Und ich nicht. Er ist nach dem Eingriff einfach abgehauen. Ich bin dann zu einem Amerika Cup und dann ist der Kontakt abgebrochen.
Ich: Das wusste ich nicht. Es tut mir leid. Naja auf jeden Fall weißt du jetzt bescheid.
Anna: Ja danke, ich weiß das zu schätzten.
Dan legt sie auf. Der Schock sitzt noch immer tief. Ein Kind. Das muss kurz vor Planica gewesen sein. Dort hat man gemerkt das er was auf dem Herzen hat. Ich lege Gregors Handy wieder zu seinen Sachen und beschließe Duschen zu gehen und anschließend schlafen. Es ist doch schon sehr spät geworden. Morgen würde es nachhause gehen aber ich denke das wir hierbleiben bis Gregor entweder aufwacht oder nach Innsbruck gebracht wird. Beim Einschlafen denke ich nochmal über Annas Worte nach. Ich kann es immer noch nicht wirklich glauben.
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Skispringen
FanfictionGregor Schlierenzauer ist nach schweren Verletzungen nicht in Topform. Es ist für ihn gerade nicht einfach doch dann trifft er auf Sie.
