Kapitel 4: Peinlich, peinlicher, am peinlichsten. Oder doch am heißesten?
Als ich meine Augen öffnete sah ich im ersten Moment nur schwarz. Wie spät ist es?
Blind tastete ich nach meinem Handy. Ich hatte es doch irgendwo hier hingelegt. Nach ungefähr fünf Minuten weiteren blinden Tastens fand ich es endlich.
Verschlafen sah ich auch mein Handy 3:58Uhr. Da hatte ich ja höchstens eine halbe Stunde geschlafen. Wieso bin ich da jetzt schon wieder wach. Bis ich es bemerkte. Ich musste auf's Klo. Na super, ich weiß ja noch nicht einmal wo das Bad ist.
Dann fiel mein Blick auf Jinki. Oh ... das ist so peinlich. Jetzt muss ich ihn auch noch aufwecken und fragen wo das Bad ist.
So leise wie möglich kroch ich aus meinem Bett und schlich mich zu seinem Bett.
Vorsichtig stupste ich seine Schulter an.
„Onew?"
„Onew?"
„Onew!", rief ich leise und stupste ihn wieder an.
Nichts, er schlief wie ein Stein. Wie kann man nur so fest schlafen.
Okay, noch ein Versuch dann geh' ich es selber suchen.
„Jinki, wake up."
Ich wollte gerade aufstehen als er kurz blinzelte und irgendwas Koreanisches sagte.
„I don't understand korean, Onew.", erwiderte ich leise.
„Anna?", fragte er verschlafen.
„Ähm ... where is the bathroom?", fragte ich peinlich berührt.
„Bathroom? ... on the left the second door."
"Thank you, I'm sorry that I've woken you up in the middle of the night.", sagte ich während ich spürte wie ich rot wurde.
"No problem.", sagte er drehte sich um und schlief einfach weiter.
Vorsichtig stand ich auf und beleuchtete mir meinen Weg mit meinem Handy. An der Tür drehte ich mich noch einmal kurz nach Jinki um. Und schlüpfte danach aus dem Zimmer und schloss leise die Tür hinter mir.
Okay, zweite Tür links. Bedacht darauf kein lautes Geräusch zumachen öffnete ich die Badtür, hoffte ich doch.
Vorsichtig leuchtete ich mit meinem Handy in den Raum. Bad gefunden.
Mit der einen Hand am Lichtschalter und der anderen Hand an der Türklinke, schloss ich die Tür hinter mir und machte im selben Moment das Licht an.
Als ich am Spiegel vorbei lief, sah ich erst einmal wie rot ich überhaupte war. Das war mir so unglaublich peinlich gewesen.
Nachdem ich fertig war schlich ich mich leise wieder zurück in unser Zimmer.
Nachdem ich die Tür schon wieder leise hinter mir geschlossen hatte, kroch ich sofort wieder zurück in mein Bett.
Kurz nachdem ich mich zugedeckt hatte war ich auch schon wieder eingeschlafen.
Ich war friedlich am Schlafen als es auf einmal unglaublich hell im Zimmer wurde. Verschlafen sah ich mich um und entdeckte Key, welcher gerade die Vorhänge aufzog.
„That's not fair Key. I only slept four hours.", meinte ich nach dem ich auf mein Handy gesehen hatte. Es war gerade mal um sieben.
„All of us have only slept four hours you know. But we have schedules today."
„You have schedules today? That's not nice."
„We are SHINee after all."
„Hm."
„In the morning you're the same as Onew. But your easier to wake up.", sagte Key mit einem Grinsen während er Jinki ansah.
„I thought so too. How long do you need to wake him up?"
„Today? Not long I think."
„Jjongie bring the bucket."
„What do you want to do?"
„You will see it.", sagte Key nur nachdem Jonghyun ihn einen Eimer gegeben hatte und dann wieder gegangen war.
Plötzlich goss Key den Inhalt mit einem Schwung über Jinki aus.
Eiskaltes Wasser, eine sehr wirkungsvolle Methode um jemanden auf zuwecken.
Woher ich wusste das es eiskaltes Wasser war?, ich hab's auch ein bisschen mit abbekommen.
Ehrlich, ich hab' noch nie jemanden so schnell aus dem Bett ‚springen' sehen.
Während Key und Jinki sich laut und schnell irgendwelche koreanischen Wörter gegenseitig an den Kopf warfen, kroch ich aus meinem Bett um mir frische Sachen für heute rauszusuchen.
Ich war gerade dabei mir zu überlegen welches T-shirt ich anziehen sollte, als Jinki und Key einfach anfingen mit lachen. Verwundert drehte ich mich zu ihnen um.
Sie lachten und lachten und kriegten sich garnicht wieder ein.
Gerade als ich mich wenigstens für eine Hose entschieden hatte, hörten sie auf mit lachen.
Verwundert drehte ich mich zu ihnen um. Sie grinsten sich noch kurz an, dann nahm sich Jinki einen Kleiderstapel von seinem Nachttisch und verschwand aus dem Zimmer.
„Where is he going?"
„In the bathroom. In 20 minutes you can go too. I'm going to make breakfast now.", sagte Key noch bevor er wieder ging.
Dank Sumi war ich seit gestern stolze Besitzerin von 17 neuen T-shirts. Genauer gesagte von 17 Fan-T-shirts. Fünf SHINee T-shirts in hellblau, orange, rot, weiß und schwarz. Dazu kamen noch drei MVP-T-shirts in hellgrün, gelb und das dritte in einem hellen türkis. Die Farben hab' ich so ausgewählt, weil es die Farben sind die Jinki am besten stehen, finde ich.
Drei Taemint-T-shirts in pink, dunkelrot und türkis. Drei Flamer-T-shirts in beige, hellbraun und grau. Dazu kamen dann noch mal drei Locket-T-shirts und drei
Blinger-T-shirts in rosa, lila und blau.
Farblich würde jedes zu meiner hellgrauen Skinnyjeans passen.
Nach 25 Minuten hatte ich mich dann schließlich für das hellblaue SHINee-T-shirt entschieden, was ich schon am Anfang in der Hand hatte.
Mit meinem Sachenstapel machte ich mich auf den Weg zu dem einzigen mir bekannten Badezimmer.
Vollkommen nichtsahnend öffnete ich die Badezimmertür. Und hatte dabei den heißesten Anblick meines Lebens. Und den peinlichsten.
Denn gerade in dem Moment in dem ich dir Tür geöffnet hatte, kam Jinki aus der Dusche.
Und da man beim duschen ja normalerweise nichts anhat, stand er splitterfasernackt vor mir.
Während ich knallrot anlief, wanderte mein Blick sehr unfreiwillig an seinem Körper nach unten.
Als ich jedoch sah was sich unter seiner Gürtellinie befand, wurde ich gleich nochmal doppelt so rot. Langsam und vorsichtig sah ich wieder in sein Gesicht.
Er war mindesten genauso rot wie ich wenn nicht sogar noch röter. Und wie konnte es anders sein, hatte er bemerkt wo ich vor einigen Sekunden noch hingesehen hatte. Denn er sah sich hecktisch nach dem nächsten greifbaren Handtuch um.
Ehe es noch schlimmer werden konnte verließ ich das Zimmer in Rekordgeschwindigkeit und zog die Tür hinter mir zu.
Unglaublich peinlich berührt bedeckte ich mit meinen Sachen mein Gesicht und lehnte mich rechts von der Tür an die Wand.
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Der Brief
Fiksi PenggemarWas passiert wenn man seiner koreanischen Lieblingsband einen Brief schreibt? Das sie einen danach gleich persönlich kennenlernen wollen, ist bestimmt nicht das was man erwartet. Wenn man überhaupt eine Reaktion erwartet hat. Doch genau das ist Anna...