Kapitel 11

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Hermine

Wartend sitze ich in der Bibliothek und suche nach einem Blondschopf. Ich will das Lernen schnell hinter uns bringen. Ich habe einige Pergamente mit Fragen vollgeschrieben, damit ich nicht mit ihm reden muss. Und da war der Arsch von Slytherin und setzte sich gegenüber von mir. Schweigend schob ich ihm eins der Pergamente rüber und er verstand. Er machte jedoch keine Anstalt, seine Feder zu benutzen. Er sah mir in die Augen und sah aus, als würde er tief in sich drinne mit sich kämpfen, bis er zu sprechen begann.

"Granger ich will davor nochmal mit dir reden. Ich weiß, ich habe mich nicht richtig verhalten und ich hätte dich nicht beleidigen sollen. Ich dachte du hättest mich ausspioniert und ich konnte nicht klar denken, weil ich so sauer war. Es tut mir leid und es tut mir auch leid, dass ich auch die Jahre davor so ein Arsch war"

Okey wow warte was? Kam das wirklich gerade alles aus Malfoys Mund? So lange habe ich ihn noch nie reden hören. Wurde er verzaubert? Geht es ihm nicht gut? Ich zweifel gerade wirklich an seinem geistigen Zustand. Vielleicht ist das aber auch jemand, der Vielsafttrank benutzt oder Draco hat eine Wette verloren.

"ich glaube dir nicht" sagte ich misstrauisch und deutete mit meinen Augen auf das Pergament vor ihm. Er atmete niedergeschlagen aus und bearbeitete das Pergament. In der Zwischenzeit wiederhole ich auch den Stoff für die Arbeit, jedoch kann ich mich nicht konzentrieren, dank Malfoys Ansage"

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War das gerade ihr Ernst? Ja sie hat jeden Grund mich zu hassen, aber ich musste unglaublich mit meinem Stolz dafür kämpfen. Mich macht das wieder sauer und ich wünschte mir, ich hätte mein Maul gehalten, denn jetzt stehe ich wie ein Vollidiot da.  Während ich Grangers Fragen beantworte, spüre ich ihre Blicke auf mir. Denkt sie gerade vielleicht über meine Worte nach? Es wäre wirklich erleichtern zu hören, wenn sie mir verzeiht, denn dann gäbe es eine Person weniger die mich hasst. Schweigend schiebe ich Granger das Pergament zurück. Sie liest sich alles konzentriert durch.

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"Sieht gut aus Malfoy, hast anscheinend gelernt. Du hast nur einen Fehler aber den kannst du ja bis Montag ohne Probleme auswendig lernen"

Ich packte meine Sachen zusammen und wollte gehen, bis ich an meiner Hand zurück gehalten wurde.

"Bitte lass uns reden" sagte Malfoy verzweifelt

"Malfoy worüber willst du denn reden? Es gibt nix zu bereden"

"Oh doch da gibt es so einiges Granger"

Erwartend und bittend schaute er mich an. Ergeben sagte ich "okey, sei die nächsten Tage nicht mehr so ein Arsch und vielleicht höre ich dir dann zu"

und schon lief ich in meinen Gemeinschaftsraum um dort weiter zu lernen und meinen Aufsatz für Zauberkunst fertig zu schreiben.

Ron und Harry kamen nun zu mir "Hey Mine, kann es sein, dass du uns in den letzten Tagen aus dem Weg gehst?" kam es von Harry. Ron nickte bei Harrys Frage.

"Nein Jungs tut mir leid, aber ich habe wieder so viel Schulkram zu erledigen"

"Das hast du doch immer, aber du hattest trotzdem etwas Zeit für uns" flennte Ron schon regelrecht.

Ich beschloss es den Jungs nun einfach zu erzählen.

"Okey da gibt es noch was und zwar muss ich da mit wem lernen. Nicht freiwillig, sondern weil McGonnagal das so entschieden hat. Die schulische Leistung des Schülers ist gesunken und sie sah es als gute Idee, mich mit ihm lernen zu lassen" sagte ich vorsichtig.

Harry sah nun erleichternd aus "Ahso wieso hast du uns das nichg gleich gesagt? Wir dachten schon du wärst sauer"

"Wer ist es denn?" kam nun auch Ron zu Wort.

Ich atmete tief ein.  "Malfoy"

"WAS? Wieso denn er?" fragte Harry aufgebracht, wobei Ron nicht sehr auf seine Lautstärke achtete "DAS KANN DOCH NICHT WAHR SEIN! Hat er dich wieder beleidigt oder sonst was?"

"Nein Ron alles gut. Es ist sogar erträglich mit ihm zu lernen, da er im Gegensatz zu euch einiges im Köpfchen hat"

Schnell stand ich auf und verabschiedete mich mit einem "Gute Nacht" von den Jungs, denn ich war wirklich müde.

mitten in der Nacht

Mit flachem Atem und feuchten Augen schreckte ich zusammen. Wieder ein Alptraum. Der war nun aber viel realistischer. Ich sah meine Eltern vor mir, wie sie Voldemort sie vor meinen Augen quälte! Als ich nach ihnen schrie, erkannten sie mich nicht und das brach mir das Herz.

Ich spürte mein Herz rasen und ich wollte raus. Ich weiß, um diese Uhrzeit dürfen Hogwartsschüler nicht in den Gängen herumschleichen, aber das war mir in dem Moment egal.

Ich achtete nicht wirklich darauf, wo ich hinlief, doch als ich am Fenster ankam, wo Malfoy und ich uns das letzte Mal gestritten haben, setzte ich mich auf die Fensterbank. Ich saß lange dort und starrte raus in das schwarze nichts.

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Draco

Ich gebe es nun auf mit schlafen. Die Fensterbank ist seit meiner Ankunft in Hogwarts mein Lieblingsplatz geworden. Es ist so ruhig dort und man kann viel überlegen. Meine Füße trugen mich automatisch dort hin während ich mich erinnerte, wie mich einige Schüler heute beleidigt haben und ich habe es satt!!

Sehensüchtig schaute ich auf meinen Lieblingsplatz. Doch er war nicht frei wie sonst. Da saß jemand. Die Person weinte und das hörte man laut und deutlich. Ich ging ganz leise immer näher an die Person ran. Es ist ein Mädchen. Ihr Gesicht ist in ihren Knien abgestützt. Das Schluchzen wird langsam weniger. Als ich die Person erreiche, sagte ich leise "Hey? Ist alles in Ordnung?

Erschrocken zuckt sie zusammen und hebt ihren Kopf um mir ins Gesicht zu blicken. Das kann doch jetzt nicht wahr sein. Es war Granger. Ihre Augen rot und an ihrem Gesicht war nix glückliches zu sehen.

"Malfoy? Wa- was tust du d d-enn hier?" fragte sie mich überrascht.

"Das könnte ich dich auch fragen Granger"

Sie kletterte nun von der Fensterbank runter und wollte gehen, doch ich ließ es nicht zu und griff nach ihrer Hand.

"Granger bleib hier" Sie blieb stehen und schaute mir in die Augen. Ich weiß nicht wieso, aber ich wollte nicht, dass sie sich so fühlt. Ohne nachzudenken schlage ich meine Arme um sie und umarme sie. Sie zuckt erschrocken zusammen uns stottert "Ma- Malfoy W- was wird das?"

Ich beuge mich zu ihrem Ohr und flüsterte "Ich weiß wir verstehen uns nicht besonders aber niemand sollte in so einer Zeit alleine sein, wirklich niemand"

Zögernd erwiderte sie nun meine Umarmung und ich spürte sie zittern. Ihr Körper begann leicht zu beben und nun spürte ich, dass sie wieder weinte. Ihre Umarmung wird fester, so als ob sie Halt bräuchte und den gab ich ihr indem ich sie fester an mich drückte.

Nach einiger Zeit setzte sie sich auf die Fensterbank unf starrte wieder raus. Ich setzte mich gegenüber von ihr hin.

"Willst du reden?" flüsterte ich leise in ihre Richtung.

Sie schaute mich überlegend an "Ich weiß nicht. Du bist Draco Malfoy. Sowas interessiert dich doch nicht."

"Tut es sehr wohl und jetzt rede bitte mit mir" sagte ich entschlossen.

Sie atmete leise aus und begann zu sprechen "Es geht um meine Eltern. Ich musste sie obliviieren um sie von Voldemort zu schützen. Ich musste sie weit von hier weglocken. Sie waren dann nach Australien ausgewandert. Nun habe ich sie verloren und ich weiß nicht wie ich sie wieder finden soll. Ich werde meine Eltern nie wieder sehen. Und dann noch diese ständigen Alpträume" Nun brach sie ab und man hörte nurnoch ihr Schluchzen.

Das ist krass. Ich hatte ja garkeine Ahnung, dass der sonst so glückliche Bücherwurm sowas mit sich rumträgt"

Ich wollte gerade irgendwas erwidern, bis ich ein 'Miau' wahrnahm vom Ende des Ganges.

Unintentional loveWo Geschichten leben. Entdecke jetzt