Dan

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„Also: Zuerst führen wir das 1-Kind-Gesetz in China wieder ein. Es ist ihnen nicht fremd, deshalb finden es die meisten bestimmt nicht bedrohlich. Als zweites lass ich mir die noch verbliebenen..." Weiter kam ich nicht. Jason Parker Jr. unterbrach mich. Er wusste schon von meinen Plänen.

„Wieso erzählst du mir das? Ich kenne deinen genialen Machtplan doch schon. Und denkst du wirklich, dass die Deutschen die Dinger einfach stehen gelassen haben? Die haben die doch garantiert abgerissen!"

„Ach Jason. Natürlich nicht! Es sind Gedenkstätten. Die reißt man nicht einfach ab."

„Ach, und denkst du, sie würden für dich eine Ausnahme machen? Damit ein neuer Krieg entsteht? Das glaubst du doch nie und nimmer."

„Natürlich machen sie für mich eine Ausnahme! Wir müssen ihnen ja nicht genau sagen, was wir vorhaben. Wir können ja sagen, dass wir die Konzentrationslager für ein Museum brauchen."

Das war es. Meinen GENIALEN Plan in die Tat umzusetzen, war das kleiner Übel. Aus 15 Milliarden Menschen werde ich 7 Milliarden machen! Oder noch weniger. Das ich als einziger dann noch auf der Welt bin! Ach, Quatsch. Das wäre dann ziemlich langweilig. Jason sollte auch noch dableiben. MUAHAHAHA!!!!!! Anscheinend habe ich laut gedacht, denn Jason schaute mich mit einem ziemlich verwirrten Gesichtsausdruck an.

„Dan, wir hatten ausgemacht, nur die Hälfte der Bevölkerung auszulöschen", sagte er und fügte murmelnd noch „Als ob das nicht schon schlimm genug wäre", hinzu.

„Wow. Siebeneinhalb Milliarden. Noch besser als nur 7!"

Jason schaute an die Decke. Wahrscheinlich dachte er sich in den Leuchtstoffröhren wieder irgendwelche Gesichter, die er dann zuhause aus seinem Gedächtnis nachzeichnete. Er war schon irgendwie ein Freak. Aber er war mein Freak. Erledigte alle Drecksarbeiten. Und er merkte nicht mal, dass ich ihn ausnutzte.

„Einen Teil von meinen genialen Plan kennst du aber noch nicht: Du wirst Oberaufseher in dem KZ.

Verstanden?"

„Aber Dan! Ich kann das nicht! Die Leute werden mich hassen!"

„Erstens: Das tut eh schon jeder. Und zweitens: Es wird niemand mitkriegen. Sie sterben doch! Von meiner Seite wäre das jetzt alles. Hast du noch irgendetwas?"

„Nein, Dan", sagte Jason beschämt.

„Gut. Dann wäre das jetzt geklärt. Guten Tag", sagte ich und ging heraus.

Am übernächsten Tag waren die KZ in Einzelteilen da.

15 MilliardenWo Geschichten leben. Entdecke jetzt