{6} Schwieriges Rätsel

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Dienstag 12 Uhr

„Schade, dass du gestern nicht kommen konntest."
Cleo biss frustriert von ihrem Sandwich ab.
Wir saßen gerade in der Mensa und ich versuchte eigentlich meine Pause zu genießen.

„Ja tut mir echt leid, wusste wirklich nicht, dass das so lange dauert." es stimmte sogar, ich wusste wirklich nicht, dass ich so lange noch im Club bleibe.
Meine Mutter hatte ich als Ausrede gesagt ich wäre bei Cleo gewesen, was sie mir glaubte.

„Okay gut dann bist du nächstes mal dabei." sie hielt mir ihren kleinen Finger hin. Ich zögerte kurz aber umschloss ihren kleinen Finger.
„Schau mal da kommen Miles und seine Freunde." sie zeigte auf eine größere Gruppe und winkte.

Nein bitte setzt euch hier nicht hin, hier war eh nicht genug Platz für alle. Ja zu früh gefreut Evelyn sie schafften es alle sich an diesen Tisch zu setzten, nur einen Platz, der genau gegenüber von mir, ließen sie frei.

Ich wusste sofort, wer sich da bald hinsetzten konnte.
„Kyle komm her hier ist ein Platz für dich." Miles der jetzt neben mir saß, da Cleo auf seinem Schoß saß, rief Kyle zu uns.

Hatte ich schon erwähnt, dass Kyle Glazer auf meine Schule ging, ne? Ist aber wahr und die Hölle, denn jeder war hier ein Fan von ihm, alle bejubelten ihn oder schwärmten von ihm.

Kyle ließ seinen Rucksack neben sein Stuhl fallen und setzte sich hin. Jeder begrüßte ihn und wollte direkt mit ihm ein Gespräch aufbauen.

Kyle hatte wohl genau so viel Lust, wie ich hier an diesem Tisch zu sitzen. Aber ich dachte immer er genießt es, dass ein Teil der Schule sein bester Freund sein will und die andere Hälfte mit ihm zusammen sein will.

Er war total fixiert von seinem Handy, sodass seine schwarzen Haare seine Stirn runter hingen und obwohl er nur etwas einfaches tat, wie sein Handy zu bedienen, sah man deutlich seine definierten Muskeln .

Und erst diese blauen Augen, die mir meinen Hals zuschlossen, sodass ich nicht mehr Atmen konnte.
Warte? Diese blauen Augen, die mich gerade geschockt anschauten.

Er schaute mich so an als würde er versuchen ein schwieriges Rätsel zu lösen. Bis es bei ihm Klick machte. Ja Dummkopf ich ging auf deine Schule und du hast mich gestern mies geschlagen.

Der Typ war eh so eingebildet, der denkt bestimmt, dass nur seine Freunde und die Flitchen mit denen er was hatte auf diese Schule gingen.

„Ey Cleo ich gehe, muss eh noch was zu einem Lehrer bringen." gelogen ich musste hier einfach weg.
Sie nickt  „Tschüss Eve."

Ich stand auf und hörte, wie mir ein paar auch noch tschüss Eve hinterherrufen.
Nur eine Stimme sagte tschüss Evelyn. Mir lief ein kalte Schauer den Rücken runter.

Diese Stimme und wie sie meinen Namen betonte würde mir niemals aus dem Kopf gehen. Ich wusste nichtmal woher er meinen vollen Namen kannte.

Ich ging auf die Toilette, um mich im Spiegel zu betrachten, gut man sah nichts das Make-up hielt.
Denn ich hatte heute morgen auf meine linken Seite meines Gesichts eine kleine lila blaue Fläche entdeckt.

Für mich war das nichts neues blaue Flecken über zuschminken aber gestern war ich auch nicht darauf gefasst, dass ich einen bekommen werde.

Ich ging aus der Toilette und murmelte ein „Dankeschön Kyle Glazer."
„Bitte aber wofür?" Ich quietschte etwas auf und sprang zur Seite.
„Dafür, dass du gut boxt, bist du echt schreckhaft."
Er fing an zu grinsen.

„Jetzt mal im Ernst verfolgst du mich irgendwie?" ich ging ein Schritt näher auf ihn zu und zeigte mit meinem Finger auf ihn „Du weißt, dass Stalking strafbar ist."
Jetzt fing er auch noch an zu lachen, ist das hier für ihn nur eine Lachnummer oder was?

Er kam mir jetzt einen Schritt entgegen, sodass mein Finger seinen Oberkörper berührte.
Ich nahm mein Finger von ihm ruckartig weg, es fühlte sich so an als hätte ich einen starken Stromschlag bekommen.

„Sei kein Angsthase Schätzchen, dass hier." er machte eine Geste über seinen Körper. „Ist doch alles was du dir je erträumt hattest.

Und da war er wieder der echte Glazer, hatte ihn schon vermisst „Glazer ich sag es dir jetzt nur einmal" jetzt kam ich ihm bedrohlich nah, sodass ich schon fast spürte, wie sich sein Brustkorb beim Atmen bewegte „Du hälst dich von mir fern und lässt mich in Ruhe."

Ich schaute ihm direkt in die Augen aber sah diesmal nicht den selbstbewussten Jungen in seinen Augen, sondern irgendwas, was ich nicht deuten konnte.

Ich lies ihn dort so stehen und ging so schnell wie möglichst von ihm weg, bevor er sich fassen konnte und mir sonst was antun würde.

Ich überlegte, die ganze Zeit, was ich in seinen Augen gesehen hatte, bis es mir einfiel. Er sah trübsinnig aus.

Fight For MeWo Geschichten leben. Entdecke jetzt