5 Tage

3K 111 3
                                        

Als ich langsam wach wurde war da zuerst dieser stechende Schmerz an meinem Kopf und danach hörte ich Mias Stimme. „Oh Süße! Leute sie wird wach!" rief sie und ich hört Fußgetrappel auf der Treppe. Ich musste wohl wieder in Mias Bett liegen. „Julia? Julia hörst du mich?" fragte eine Stimme die nur Jesse gehören konnte. „Ja Romeo. Schrei nicht so!" keuchte ich und fasste an meinen Kopf. Es dauerte wenige Minuten bis ich meine Augen komplett aufbekam, doch dann sah ich wer um das Bett herum stand. Dominic stand im Türrahmen und Mia Jesse und Vince neben dem Bett.

„Scheiße wie geht's dir Kleine?" fragte Vince mit seiner rauen Stimme. „Es tut verdammt weh!" jammerte ich und versuchte mich weniger auf diesen Schmerz zu konzentrieren. An meinem Kopf befand sich eine dicke Binde. Eine Platzwunde war darunter. „Du hast den halben Tag geschlafen. Es ist schon wieder 15 Uhr Donröschen." Sagte Jesse. Vieles ging durch meinen Kopf. Wo war Letty? War mir bis auf die Wagenheber Attacke sonst etwas passiert? Doch diese eine Frage platzte aus mir heraus. „Ist euch etwas passiert? Waren die Typen wieder da?" Dominic lachte. „Du bekommst etwas an den Kopf, liegst einen Tag schlafend im Bett und fragst uns wie es uns geht? Du bist merkwürdig!"

Ich versuchte ebenfalls zu lachen, doch mein Kopf schmerzte zu sehr. „Nein waren sie nicht. Jesse hol ihr doch mal die Suppe die ich gemacht habe! Und ihr zwei kümmert euch endlich um diese beiden Möchtegern Gangster! Fragt doch mal was die eigentlich wollen!" forderte Mia. „Geht klar Frau Generalin!" scherzte Vince und verschwand mit den anderen beiden Männern aus dem Zimmer. „Was ist passiert?" fragte ich und setzte mich mit viel Anstrengung auf.

„Du bist umgefallen und lagst dann eben da. Jesse ist komplett ausgerastet und alles ist aus der Bahn gelaufen. Letty wollte dann auch Dominic den Wagenheber an den Kopf hauen. Der hat sie nur ausgelacht. Seine Freundin. Mit den Worten „Geh dahin wo der Pfeffer wächst du aggressives Miststück!" hat er sie dann hinaus geworfen. Dann hab ich dich verarztet und du hast geschlafen. Die Männer haben eine Nachtschicht eingelegt, genauer gesagt haben sie bis jetzt nicht geschlafen. Dein Auto ist fertig!" berichtete sie und umarmte mich.

„Oh. Da hab ich ja einiges wieder gut zu machen! Danke für alles Mia. Ich werde dir nie genug danken können für alles was du für mich tust, was ihr für mich tut!" schwärmte ich. Jesse kam mit der Suppe herein und stellte sie auf den Nachttisch. „Ich möchte jetzt lieber das Auto sehen!" sagte ich und stand mit wackligen Beinen auf. „Es ist ein Meisterwerk!" sagte Jesse und strahlte. Mir fielen die dunkelblauen Ringe unter seinen Augen auf. „Geh schlafen Romeo!" sagte ich und schnipste gegen seine Stirn. „Romeo, hör doch endlich auf mit dem Mist!" beschwerte er sich. „Ich denk nicht dran Romeo!" kicherte ich. Mit ein paar Flüchen verschwand Jesse dann aus dem Zimmer, ich hörte noch seine Reifen quietschen.

Mia fuhr mit mir in die Werkstatt, als wir ankamen lag Jesse schon im Bett. „Ich find es lustig wie ihr euch immer angiftet. Das zeigt dass ihr euch irgendwie doch mögt" sagte Mia und öffnete die Tür zur Werkstatt. „Klar. Aber halt nur irgendwie! Oh mein Gott! Es ist wundervoll geworden! Mia das ist ein Traum!" entfuhr es mir und ich fiel ihr um den Hals. Die Rose war strahlend weiß und das Rot war die schönste Farbe die ich je gesehen hatte.

„Willst du fahren?" fragte sie und klapperte mit meinem Roten Schlüssel. „Selbst der Schlüssel ist hübsch! Oh wie ich die Anderen nachher knutschen muss!" lachte ich und nahm den Schlüssel. Wir stiegen in das Auto. Innen war nichts passiert. Immer noch dieses helle Leder. Musste ich wohl irgendwann selbst in angriff nehmen. Mia und ich fuhren zu Brians Arbeit, er war nicht da.

Das Treffen mit dem Polizisten und Brian fiel mir wieder ein. „Warte mal bitte!" sagte ich und stieg aus. Irgendetwas hatte Brian bei dem Treffen mit dem Bullen in die Mülltonne geworfen. Ich öffnete diese und sah hinein. Papier, sogar ganze Akten. Ich griff eine heraus. Viele Teile waren geschwärzt, ganze Seiten heraus gerissen. Ein Foto von Dominic, eines von Mia. „Was ist denn das?" fragte ich und starrte weiter auf das Blatt. „Jules suchst du Pfandflaschen?" rief Mia und lachte.

Das Papier ließ ich wieder in die große Tonne hinein. 3 Zusammenhängende Zettel behielt ich, faltete sie und steckte sie in meine Tasche. „War nur eine Hausaufgabe. Hatte sie gestern aus Versehen mit weggeworfen. Wo wollen wir jetzt hin?" fragte ich und nahm mir fest vor heute wegen der Papiere zuhause zu schlafen. „Ich hab noch ein bisschen was zu tun. Fahren wir doch nach Hause." Sagte sie und ließ die Fensterscheibe runter. „Du Mia ich schlaf heute bei mir wenn es recht ist. Meine Mutter meldet mich sonst noch als vermisst!" sagte ich, lachte und hoffte das sie mir das abkaufen würde. „Okay. Aber morgen nach der Schule bist du wieder bei uns oder Süße? Wir wollen doch Dienstag die Party machen. Vergiss die Prüfung morgen nicht!" ermahnte sie mich.

„Geht klar. Ich setz dich zuhause ab. Wenn es was neues von den Jungs gibt ruf mich bitte bitte an!" bat ich sie und wusste das ich mich darauf verlassen konnte das sie es tat. Ich fuhr zu Dominics Haus und warf Mia raus, dann fuhr ich zu mir. In meinem Kopf kreisten den ganzen Weg über diese Zettel. Bei mir angekommen ging ich ohne Umwege in mein Zimmer und setzte mich auf mein Bett. Mehrmals atmete ich durch und nahm dann die 3 Zettel. Was dort stand war unbeschreiblich. Ein Bericht, von Brian geschrieben. Es ging um Dominic, darum was er trieb. Und unter dem Ganzen? Eine Unterschrift und ein Bild. Brian O'Conner. Detective Brian O'Conner. Brian war Polizist.

Das konnte nicht wahr sein, er täuschte alle. Er wollte herausfinden was Dominic tat, um ihn dann einzusperren. Tränen schossen in meine Augen. War ich schon unter Beobachtung, nutzte er Mia nur aus? Ich wählte seine Nummer. „Hallo Kleine!" begrüßte er mich freundlich. „Wir müssen uns treffen. Morgen Früh! Noch vor der Schule." Sagte ich tonlos. „Wieso was ist?" fragte er unschuldig. „Brian O'Conner wir treffen uns morgen Früh am Pier." Sagte ich und legte auf. Mehrmals versuchte er nach diesem Telefonat mich anzurufen. Genauso hätte er mich abführen lassen können, Schutz der Operation.

Viele Dinge fielen mir auf. Brian wurde in der Renn-Nacht nicht abgeführt, er wurde zu einer Besprechung abgeholt. Er musste auch nicht zu Anhörungen, das waren alles Treffen. Der Polizist der mich hatte weiterfahren lassen ohne auf meinen Schein sehen zu wollen war ein Kollege Brians. Auch der Polizist gestern war ein Kollege gewesen, wahrscheinlich hatten sie die nächsten Schritte besprochen. Es war leichtsinnig gewesen die Papiere einfach in den Müll zu werfen.

Doch ich würde den anderen erstmal nichts sagen, ich würde abwarten. Den Rest des Abends schaute ich Fernsehen und lernte. Ab und an rief Mia an und bat mich zu ihr zu kommen, weil ihr so unendlich langweilig war. Doch ich blieb hartnäckig. Meine Gedanken kreisten um Brian herum als ich dann viel zu früh einschlief.

Von Null auf HundertGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt