Elina bekam nur verschwommen mit wie ihre Zellentür geöffnet wurde und zwei Teufel hineintraten. Immer noch konnte sie sich kaum bewegen. Die Ketten stahlen ihr jede Bewegungsfreiheit. Einer der Teufel kam näher und kniete sich neben sie. Sie spürte eine Hand auf ihrer Schulter, die sie in eine sitzende Position zog. Elina wehrte sich nicht, erstens, weil sie sich nicht bewegen konnte und zweitens, weil es eh keinen Zweck hätte.
Sie spürte, wie die Ketten sich lockerten und schließlich komplett von ihrem Körper fielen. Endlich konnte sie ihren einen Flügel, der Fest an ihren Körper gebunden wurde, wieder in eine bequeme Position bringen. Doch mehr als einen Flügel zu bewegen traute sie sich nicht. So saß sie auf dem dreckigen Boden, den Blick start auf ihre Hände gerichtet, die sie nervös in ihrem Schoß knetete.
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Ruby spürte die Angst, die der Engel hatte. „Hey, schau mich an. Ich Tu dir nichts.“, sagte sie leise zu dem Engel Und legte ihr eine Hand auf die Schulter. Natürlich beruhigte es den Engel nicht. Wäre auch zu schön gewesen.
Mit einem Handzeichen deutete sie dem Arzt, dass er sie untersuchen sollte. Er ging vorsichtig hinter den Engel, um sie nicht zu erschrecken. Er befühlte den komisch anstehenden Flügel.
„Der ist definitiv gebrochen.“, murmelte er, „ich werde versuchen den Flügel zu schienen.“
Er nahm den Flügel vorsichtig in die Hand und wollte ihn in deine normale Position rücken. Ein kleiner Schmerzensschrei ging von dem Engel aus und er rutschte schnell von dem Arzt weg.
„Es ist alles gut, wir wollen dir nur helfen. Hier, trink.“, sprach Tiby beruhigend auf den Engel ein und gab ihr einen Trinkschlauch. Tatsächlich, nach kurzem Zögern, nahm sie das Wasser an und trank.
Der Arzt kam wieder näher und wollte wieder an ihren Flügel. Der Engel sah ihn verunsichert an. „Wir wollen dir nur helfen.“, wiederholte Ruby sich, „Er will deinen Flügel wieder... äh ... reparieren.“
Der Engel nickte vorsichtig und der Arzt machte sich daran, den Flügel zu richten. Das stellte sich als schwerer dar, als gedacht. Doch er schaffte es.
„Es sieht jetzt nicht unbedingt gut aus, aber es sollte helfen.“, sagte der Arzt, während er sein Werk betrachtete. Der Flügel sah komisch eingewickelt aus. Irgendwie musste es ja halten.
„Gut, ich komm gleich noch einmal wieder.“, meinte Ruby und ging mit dem Arzt zu Zellentür hinaus.
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Elina betrachtete ihren eingewickelten Flügel. Im Himmel hätte man das bestimmt besser hinbekommen. Da.hatte man aber auch das Wissen und die Materielien um einen Flügel zu schienen.
Die Teufelin würde also noch einmal zurück kommen, aber wofür? Elina verstand eh nicht, weshalb die ihr mit dem Flügel geholfen hatten. Sie würde hier unten eh sterben.
In Gedanken versunken trank sie noch etwas aus dem Schlauch. Das Wasser war das einzige, was sie hier unten irgendwie abkühlte. Oben, in dem Saal, wo die Wachen sie hingezerrt hatten, war es schön warm, aber das war fast noch angenehm im Gegensatz zu hier unten.
Wieder würde die Tellentür aufgemacht. Sie erwartete wieder d, doch eine große, unzufrieden dreinblickende Wache blickte ihr nur entgegen. Die Wache stellte nur etwas vor sie hin und verließ ohne ein Wort zu sagen wieder die Zelle.
Elina betrachtete das, was die Wache vor sie hingestellt hatte. Es war ein Teller mit Essen. Für Elina stank es fürchterlich. Auf dem Teller lagen Fleischstückchen und irgendwas, was Elina nicht erkennen konnte. Sie schon den Teller von sich weg.
Engel aßen kein Fleisch. Aus dem einen Grund, dass sie es im Himmel nur schwer bekamen und zum zweiten Grund, dass ihre Mägen es nicht vertrugen. Sie aßen nur Obst und Gemüse. Am meisten Obst.
Engel mögen sehr das süße Fruchtfleisch.
Elina verkroch sich in eine Ecke ihrer Zelle und versucht sich ein bisschen auszuruhen und zu schlafen.
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Oben sieht man den Trinkschlauch.
;)
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Engel Und Teufel
خيال (فانتازيا)Elina - ein außergewöhnlicher Engel - landet durch einen Unfall bei den Teufeln. Doch die Teufel sind ganz anders als sie erwatet hat.
