Ein Stück Vergangenheit

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,,Hi, hi. Nii-san schau mal, schau mal!" Ein kleines Mädchen rannte durch einen großen Garten auf einen etwas älteren Jungen zu. Stolz präsentierte sie ihm ihre neue Haarspange, die sie vor wenigen Minuten von ihren Eltern geschenkt bekommen hatte. 'Diese Haarspange kenne ich doch. Diesen Jungen auch...'
,,Oi, Imoto! Die ist aber schön!" Mit einem Ruck nahm der Bruder seine Schwester auf den Arm. ,,Ich weiß, ich weiß. Ich finde sie auch sooo schööön!!" Das Mädchen strahlte wie die Sonne. So glücklich war sie in diesem Moment. ,,Freut mich, dass sie dir gefällt." Mit der Fingerspitze stupste der Junge die Kleine leicht an die Nase. Diese drehte sich gleich beleidigt weg. ,,Maaan, Nii-san! Du weißt das ich das nicht mag!", brummte sie. ,,Deswegen mache ich es ja auch", grinste ihr Bruder. ,,Du bist gemein!" Trotzig verschränkte sie ihre Arme. Belustigt gab der Ältere von sich: ,,Ich weiß. Aber sei jetzt nicht eingeschnappt, ja? Lass uns lieber etwas spielen" Er wusste wie er seine Schwester wieder glücklich bekam. ,,Oh ja!! Lass uns-" Plötzlich wurde alles um das Mädchen herum dunkel und schwarz. Ihr Bruder verschwand und sie landete unsaft auf dem kalten Boden. Panisch blickte sie sich um. Die Spange in ihrer Hand hielt sie fest umklammert, so als ob es die einzige Sache wäre, die noch Halt gäbe. ,,Nii-san! To-san! Ka-san! Hallo?! Ist da jemand?! Irgendjemand!", hallten die Worte der Kleinen im endlos schwarzen Raum. Sie drehte sich immer und immer wieder suchend um, bis sie, irgendwann, ein kleines Licht erblickte. Es war wirklich nicht groß, aber es reichte aus um dem Kind Hoffnung zu geben. Schneller und immer schneller rannte sie auf das Licht zu. Als sie es erreichte stand sie wieder in dem Garten von zuvor. Ihr Blick auf das Haus gerichtet. Es brannte lichterloh. Qualm stieg auf und machte es schwer zu atmen. Aus dem Haus stürzte jemand. Ihr Bruder! ,,H-Hiko, d-das ist alles nur deine Sch-schuld!", hustete er, bevor die Flammen dann auch ihn errichten und qualvoll hinrichteten.

Erschrocken fuhr ich aus meinem Bett hoch.

Pov Itachi

,,Kannst du mir mal die Milch geben,", fragte Obito Kakashi. ,,Ja, hier" Wir saßen grade am Frühstückstisch. Außer Hidan, Mika und Hiko waren alle anwesend. Hidan und Mika waren schon zur Schule gegangen. Hiko schlief noch. Sayuri sagte wir sollen sie noch ein bisschen schlafen lassen. War ihr gestern wohl alles zu fiel. Wobei, was war gestern eigentlich mit mir los. 'Gestern an dem See...was hatte ich da vor? Ich wollte sie doch nicht wirklich-' ,,Ahhhh!" Alle am Tisch zuckten zusammen. 'Der Schrei kam definitiv von oben!....Hiko!' Das was ich dachte, hatte auch Sayuri sich gedacht. ,,Hiko!", schrie sie und sprang auf. Wir anderen liefen in den Flur. 'Hoffentlich geht es Hiko gut....Warte! Was denke ich denn da?' 

Pov Sayuri 

'Hiko!' Schnell rannte ich hoch in ihr Zimmer. 'Bitte lass es nicht das sein, was ich denke'                 ,,Koko, ist alles gut?", fragte ich vorsichtig als ich die Tür öffnete. Ehe ich mich versah war sie schon an mir vorbei gerannt. ,,Koko!!", schrie ich ihr noch hinterher. 

Pov Hiko 

'Ich muss hier raus! Ich muss hier raus! Ich muss hier raus!!' Das waren meine einzigen Gedanken, die ich hatte als ich an meiner besten Freundin vorbei rannte. Nicht mal ihre Rufe nach mir nahm ich noch war. So schnell ich konnte rannte ich die Treppe runter. Auch die Personen im Flur nahm ich nicht war. Irgendjemand, keine Ahnung wer, wollte mich am Arm festhalten, aber ich schlug ihn weg. Dabei verlor ich meine Augenklappe. Ich hielt aber nicht an um sie aufzuheben, sondern rannte jetzt mit einem geschlossenem Auge weiter. Hauptsache weg von hier. Die Tür hinter mir knallte ich zu. Ich rannte weiter zu dem einzigen Ort, wo ich wusste, ich konnte mich beruhigen. 

Pov Itachi

Hiko kam die Treppe runter gestürmt, sie schien uns nicht mal zu bemerken. Als sie an mir vorbei rannte, hielt ich sie fest. Sie riss sich jedoch sofort wieder los und rannte weiter. Durch die ruckartige Bewegung lockerte sich ihre Augenklappe und fiel zu Boden. Dies schien sie auch nicht zu stören. Sie rannte einfach weiter. 'Was ist wohl passiert, dass sie sich so verhält?' Alle im Flur waren so verwundert über Hiko's Verhalten, dass wir uns nicht bewegten. Erst als Sayuri auch runter gerannt kam und nochmal zur Tür lief, erwachten wir aus unserer Starre. ,,Warum habt ihr sie denn nicht aufgehalten?", schrie sie uns an. ,,Sayuri wir...", wollte Gaara anfangen, unterbrach sich aber selbst, als er sah das Sayuri Tränen in den Augen hatte. ,,Sayuri ist alles gut?", fragte Obito sanft. ,,M-Mir geht es gut", sagte sie, drehte sich aber von uns weg. Leise konnte man ihr Schluchzen hören. Obito ging langsam auf sie zu und umarmte sie. ,,E-es geht mir g-gut", schluchzte sie. Obito streichelte ihr beruhigend den Rücken, dachte nicht daran sie loszulassen. Nach kurzer Zeit hatte sie sich dann auch wieder beruhigt. ,,Was ist denn jetzt eigentlich los?", wollte  Nidaime wissen. ,,Es ist wegen Hiko. Das letzte mal als sie so aus dem Haus gerannt ist, ist zwar schon etwas länger her, aber es war schrecklich. Ich wollte frühs einfach nur mal mit ihr Frühstücken, da wir das schon lange nicht mehr gemacht hatten. Grade wollte ich bei ihr klingeln, da kam sie rausgerannt und rannte, ohne mich zu bemerken, weg. Das schlimmste der ganzen Sache, sie war ganze zwei Wochen nicht zu erreichen. Ich weiß bis heute wo sie war. Ich hab Angst, dass das jetzt schon wieder so wird. Hiko hat ein Talent darin, sich in Schwierigkeiten zu bringen. Das hab ich schon sehr früh gelernt...", erzählte sie uns. ,,Wenn wir das gewusst hätten, Sayuri. Es tut uns leid", erklärte Shodai. ,,Nein euch trifft keine Schuld, ich habe bloß überreagiert. Du sagtest ja selbst ihr wusstet nichts", nahm sie uns in Schutz. ,,Und was machen wir jetzt?", fragte mein kleiner Bruder. Sayuri zuckte mit den Schultern: ,,Ich weiß es nicht. Ich habe keine Ahnung wo sie jetzt wieder hingerannt sein könnte. Warscheinlich dort hin, wo sie auch das letzte mal war. Doch ich sagte ja schon, das ich nicht weiß wo das war", informierte Sayuri uns. ,,Könnte vielleicht dieser Jiro wissen, wo Hiko sein könnte?", fragte ich. Bei Sayuri schien ein Licht aufzugehen. ,,Na klar, Jiro! Ja das könnt sein. Er kennt Hiko ja schon viel länger als ich! Ich ruf ihn gleich mal an! Itachi du bist ein Genie!!" Schnell zückte sie ihr Handy, das Gespräch stellte sie laut. 

J: Sayuri, das du mich mal anrufst. Ist alles gut bei dir und Hiko?

S: Mir geht es gut, Jiro. Hiko ist aber grade weggerannt, weißt du wo sie sein könnte?

J: Warte ich komm mal vorbei

S: Ok, bis gleich

Damit endete das kurze Gespräch. Wenig später klingelte es an der Tür.

Pov Sayuri

Jiro hatte ich mittlerweile reingelassen. Wir zwei standen jetzt in meinem und Hiko's Zimmer. ,,Und sie hat nicht mal ihre Augenklappe aufgehoben?", fragte er nochmal. ,,Nein sie ist einfach weiter gerannt." ,,Dann muss es schlimm gewesen sein..."  ,,Was denn, Jiro?" ,,Du weißt, das Hiko ihre Eltern und ihren Bruder verloren hat, oder?" ,,Ja, ich weiß" ,,Hiko hat des wegen schon immer Albträume gehabt. Es gibt nur einen Ort an dem sie jetzt sein wird" Er wollte sich schon umdrehen und gehen. ,,Und wo ist das?", stoppte ich ihn. ,,Hiko fing damit an im Untergrund der Gesellschaft zu leben, weil sie weg wollte von dem trüben Alltag den sie hatte. Daran hat sich nichts geändert, wenn es ihr zu viel wird, geht sie da hin, wo sie sich wohl fühlt. Dort wo sie weiß, sie wird immer empfangen....Ich weiß Sayuri, du magst mich nicht so und wenn es nach dir ginge, würde Hiko mich und meine Gruppe nie wieder sehen. Aber merk dir eins, wir sind vielleicht nicht die normalste Familie, doch wir sind eine und Hiko gehört zu uns. Wir würden nie etwas tun was ihr schadet, desswegen kann ich dich auch nicht mitnehmen, wenn ich jetzt nach Hiko sehe. Ich bin ehrlich zu dir, dort ist nicht alles legal. Mein Vertrauen zu dir ist groß, wenn ich an das Wohl von Hiko denke. Du bist ein guter Mensch, doch dafür bist du zu gut" Er ging schon weiter, doch ich stoppte ihn nochmal: ,,Warte! Ich verstehe, das du mich nicht mitnehmen kannst, doch würdest du Sasuke und einen von denen dort unten mitnehmen. Ihnen ist es egal, was ihr dort macht. Es ist nur, ich würde mich einfach wohler fühlen" Ich reichte ihm Sasuke. ,,Wen schlägst du vor?" ,,Tobirama" ,,Nicht diesen Itachi, mit dem Hiko immer rumhängt?" ,,Eigentlich ja schon, doch gestern ist irgendwas zwischen den beiden passiert und ich weiß noch nicht was" ,,Verstehe"

Kurze Zeit später verließen Jiro, Tobirama und Sasuke das Haus.

Pov Hiko

Nach längerer Zeit des Rennes war ich endlich angekommen, bei der Bar in der ich arbeite. Ich fragt euch jetzt bestimmt, was ich bitte hier wollte. Das werdet ihr gleich merken. Ich öffnete die Tür und trat ein. Hinter dem Dresen sah ich gleich schon Suki. Sie entdeckte mich auch gleich und kam auf mich zu. ,,Hiko was machst du denn hier, du hast doch Urlaub! Wie siehst du überhaupt aus! Oh Gott! Du willst bestimmt wissen, ob demnächst jemand raus fährt. Masa fährt gleich los, ich sag ihm er soll warten. Du ziehst dir jetzt erstmal was richtiges an. Hinten liegt immer was, du weißt ja...ne Augenbind dürfte auch noch da sein. Ich ruf  auch gleich Aimi an und sag ihr du kommst. Die Kinder werden sich freuen", nun lächelte mich Suki an. Sie ist wirklich ein Teil meiner Familie, ich bin froh sie zu haben. ,,Danke dir", lächelte ich einigermaßen zurück. Es dauerte nicht lange, da hatte ich mich umgezogen und mein Auge wieder ordentlich verdeckt. Ich verabschiedete mich noch von allen in der Bar und ging dann raus zu Masa. Er begrüßte mich, so wie immer, herzlich und dann fuhren wir los. Ca. eine halbe Stunde später kamen wir vor einem Haus an. Es liegt ein bisschen abseits der Stadt. Hier habe ich schon viele schöne Momente erlebt...mein zweites Zuhause. 


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Ich hoffe euch gefällt der neue Teil! Ich hab zwar gesagt, das dieser wieder aus Hiko's Sicht geschrieben ist, aber es kamen doch recht viele Sichtwechsel vor. Langsam wird auch ein bisschen mehr über Hiko's Vergangenheit aufgedeckt. Ich hab mir schon einiges an Notizen gemacht, damit ich auch ja nicht falsch mache in der Planung. Was ich noch sagen wollte, lest am besten nochmal "Cola, nein eher Alkohol". Ich musste da nochmal zwei Kleinigkeiten ändern.                                                                                                                                                                                        Bis dann mal! (;

Was macht ihr denn hier?! (Itachi FF)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt