Mila und Kyra saßen in der Großen Halle und beendeten ihre Hausaufgaben. Jaja, schon klar. Aber taten sie tatsächlich (McGonagalls Standpauke hatte damit nichts zu tun, ehrlich, hust). Entnervt klappte Kyra ihr Buch zu Zaubertränke zu. „So eine überflüssige, unnütze, ver- lockende, spannende, interessante Aufgabe. Ich war noch nie so schnell fertig." Ja, Snape lief gerade an ihnen vorbei, warf Kyra einen merkwürdigen Blick zu und rauschte dann weiter.
Mila kicherte und beendete ihren Aufsatz zur Verteidigung gegen die dunklen Künste. Ein messerscharfer Blick aus Kyras Richtung traf sie, was sie aber nicht weiter störte. Stattdessen packte sie ein Vokabelheft aus ihrem Täschchen. Kyra überlegte erst gar nicht mehr, wie zur Hölle das da rein passt und beobachtete die Entwicklung der Ereignisse misstrauisch aus den Augenwinkeln, während sie ihre Pergamentrollen wegpackte. „Was wird das?" „Naja", Mila schlug das Heft auf, „Bei deinen Kräften klappt ja irgendwas nicht und es kommt immer etwas anderes raus, also dachte ich, wir schreiben alles auf was rauskommt, wenn du dich etwas konzentrierst. Zum Beispiel willst du einen Stein erschaffen -", sie schrieb Stein in die linke Spalte, „aber eine Feder kommt raus." Sie kritzelte Feder in die rechte Spalte. Kyra runzelte die Stirn. „Das ist... Gar nicht mal so schlecht. Hey, das ist voll gut. Lass machen! Aber nicht hier." Sie warf einen bösen Blick auf eine Gruppe Drittklässler aus Ravenclaw, die verschreckt wegsahen. Es war toll, überall als Nachfahren Slytherins bekannt zu sein. Alle taten, was man wollte und man hatte seine Ruhe.
„Meinetwegen, du Geheimniskrämerin.", seufzte Mila und packte alles zurück. In ihre winzige Tasche stopfte sie Bücher, Hausaufgaben und das Heft. Kyra runzelte die Stirn. Eine Ahnung beschlich sie. Sie deutete auf die Tasche. „Hast du-?" „Jap." „Echt?" „Mhm." „Das erklärt einiges."
Unaufspürbarer Ausdehnungszauber. Darauf hätte sie auch früher kommen können. Kyra stand auf, warf den Drittklässlern noch einen bösen Blick zu und eilte dann aus der Großen Halle, eine stolpernde und fluchende Halbgöttin im Schlepptau. In einem leeren Klassenzimmer setzten sich die Mädchen gegenüber und begannen wahllos irgendwelche Gegenstände aufzuschreiben, die Kyra dann erschaffen sollte.
Das Ergebnis sah ungefähr so aus:
Glasflasche => Salzpackung
Ball => Fernseher
Kamm => Fahrad
Captain Americas Schild => Frisbee
Das letzte fanden die Mädchen besonders lustig.
Diese Liste bearbeiteten die Zwei wann immer es ging. Im Unterricht, am See, im Unterricht, nach dem Abendessen, im Unterricht, im Aufenthaltsraum, im Unterricht und so weiter.
So fanden sie irgendwann heraus, wie Kyra einen sonnenbetriebenen Fernseher erschaffen konnte und sahen den zweiten Twilight Teil. Auf dem Weg zurück ins Schloss liefen sie über eine große Brücke und unterhielten sich angeregt über Werwölfe, schwule Vampire und Glitzereinhörner.
Remus Lupin vergrub sein Kinn etwas tiefer in den Schal und umklammerte seinen ekelhaften Trank, den er wegen dem baldigen Vollmond trinken musste. Seufzend stand er auf und ging zur Tür. Er würde heute nicht mehr weiter kommen. Er öffnete die Tür seines Büros und überlegte gerade, wie er den Irrwicht für Harrys Unterricht in sein Büro bringen sollte, als ihm zwei Slytherin Mädchen entgegen kamen. Mrs und Mrs Slytherin schlenderten ihm entgegen und schienen ihn nicht zu bemerken.
„Naja", merkte die ältere Schwester gerade an, „Wie soll man sich denn bitte sicher fühlen, wenn man weiß, dass im Wald ein Werwolf unterwegs ist?" Lupin fiel fast seine Tasse aus seiner Hand, als er das hörte. Was?! Die Mädchen liefen an ihm vorbei, grüßten ihn freundlich und die jüngere wandte ein: „Dann halt dich halt vom Wald fern." „Also ich hätte ja sofort die Behörde verständigt.", schnaubte Kyra, „Aber lieber Werwölfe, als Vampire."
Dann waren die beiden außer Hörweite und Remus Lupin stürzte zurück in sein Büro. Wussten sie etwas?!
„Sag mal", fragte Mila, „War das eben nicht Professor Lupin?" „Echt?", Kyra drehte sich um, „Hab nicht drauf geachtet." Die beiden warfen sich einen kurzen Blick zu und prusteten dann los. „WENN ER DAS GEHÖRT HAT!", lachte/schrie Kyra. „DER ARME MUSS DENKEN, ER SEI AUFGEFLOGEN!", brüllte Mila zurück und krümmte sich vor Lachen.
„Naja, eigentlich ist er ja aufgeflogen. Wir wussten es ja wirklich.", wandte Kyra ein. „Pscht!", zischte Mila.
„Jaja"
„Jaja heißt »Leck mich am Arsch«"
„Tut mir leid, ich schlage in die andere Richtung. Außerdem habe ich einen Freund."
„Ach echt?", Mila runzelte die Stirn. „Wer?"
„Ja, Peter."
„Spidey?"
„Mhm."
„Weiß er auch schon von seinem Glück?"
„Noch nicht."
Milas Mundwinkel zuckten, aber sie verkniff es sich.
Stellen wir uns hier eine mystische, dunkle Stimme auf dem Off vor:
Es war ein Donnerstag Nachmittag. Die Mädchen schwänzten und saßen sich im Schneidersitz in einem leeren Klassenzimmer gegenüber. Zwischen ihnen lag ein aufgeschlagenes Heft. Die Schwestern durchbohrten einander mit ihren Blicken. Bis Mila plötzlich loslachte. Schrill und laut und wie ein Psychopath.
Mystic voice Ende.
„Ha!", triumphierte Kyra, „Gewonnen! In Augengucken schlägt mich keiner!"
Mila rollte sich immer noch wild kichernd auf dem Boden rum. Kyra runzelte die Stirn. „Okay, jetzt kannst du auch aufhören. Hey. HEY! Machen wir weiter."
Mila versuchte sich zu beruhigen und schiefte. „Ok, ok. Also... Was hatten wir noch nicht... Ah! Versuch eine Kaffeemaschine zu erschaffen. Am besten mit Inhalt." „Aber ich mag nur Vanillekaffee.", maulte Kyra, riss sich aber zusammen und versuchte eine Kaffeemaschine zu machen. Ein Ölgemälde erschien zwischen den beiden Mädchen. Verdutzt sahen sie sich an. Mila hob es hoch. „Wie viel das wohl wert ist?" „Lass es uns auf Ebay versteigern!", warf Kyra begeistert ein und sah sich schon in Geld schwimmen.
„Oder sie geben es mir.", sagte eine strenge Stimme von der Tür. Erschrocken schrien die Schwestern auf und wirbelten herum (naja, Mila kippte um). In der Tür stand Professor McGonagall und schloss diese gerade hinter sich.
„Warum, warum erschreckt uns hier jeder?!", fluchte Kyra. „Es nervt. ", bestätigte Mila und versuchte das Ölgemälde hinter ihrem Rücken zu verstecken. Was natürlich nichts brachte. McGonagall trat zu ihr und zog das Bild hinter Milas Rücken hervor. „Faszinierend. Woher können sie das, Mrs Slytherin?"
„Uhm... Seit den, äh Griechen?"
„Nachfahrensache!", warf Mila rasch ein. Professor McGonagall würde ihnen die Story mit dem Portal nie glauben. „Aha..."
„Warum sind sie überhaupt hier?", versuchte Kyra kläglich abzulenken.
„Ich habe jemanden schreien gehört und wollte nachsehen." „Ich hab gelacht...", murmelte Mila beleidigt. „Lassen sie das in Zukunft lieber, Mrs Slytherin. Also, sie können Dinge erschaffen? Aus dem Nichts?"
„Ja, also, es funktioniert nicht wirklich. Es kommt immer was anderes, als ich mir vorstelle, deswegen machen wir diese Liste.", Kyra deutet auf das Vokabelheft.
McGonagall nahm es, blätterte kurz durch, schloss es dann und sah Kyra an. „Freitag Nachmittag, 16 Uhr, mein Büro." Damit ging sie.
Die Freundinnen warfen sich irritierte Blicke zu. Dann grinste Kyra plötzlich. „Mila?" „Hmm?" „Eine Lehrerin hat dir verboten zu lachen!" Kyra prustete los. „Du darfst nicht mehr lachen!" Beleidigt funkelte Mila ihre, naja, Freundin an und verschränkte die Arme. „Du bist Freitag Nachmittag in McGonagalls Büro." Kyra blieb das Lachen im Hals stecken. Mila grinste nur.
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Crazy Witches
FanfictionMila and Kyra are baaaack! Mit noch mehr bescheuerten und verrückten Ideen kämpfen sie sich durch das nächste Universum und erleben zusammen mit ein paar neuen Freunden - aber auch Feinden - interessante und dumme Abenteuer. 1. Crazy Heros 2. Crazy...
