Die Zwillinge brauchten zwei Stunden den Mädchen zu erklären, dass sie in einen Irrwicht hineingelaufen waren, der immer die größte Angst vom dem nächsten annahm. Denn die Mädchen trauten ihrem über alles geliebte - hust, hust - Französisch Lehrer durchaus zu, ihnen durch ein Portal in eine andere Welt zu folgen und zu zwingen unregelmäßige Verben zu konjugieren.
Als Fred und George nachfragten, was denn mit dem Lehrer los war, schwiegen sie beide dunkel und Kyra murmelte: „Wir reden nicht darüber." und damit war das Thema dann erst mal vom Tisch und stattdessen stellte Mila einen Teller Plätzchen darauf.
„Ach ja", seufzte George, „Weihnachten ist ja bald." „Ja, ich freu mich schon auf Moms Pullis.", gab Fred zurück. Mila und Kyra zuckten nur mit den Schultern. Sie schenkten sich gegenseitig immer nur irgendwelche Gutscheine, die sie dann ins Feuer warfen und beobachteten welches länger überlebt. Und da Tony, der ihnen wohl einziges etwas cooles hätte schenken können, in einer anderen Welt hockte, wurde es dieses Jahr wohl nicht allzu interessant.
Fred lachte plötzlich. „Was Mom wohl sagen würde, wenn wir ihr erzählen würden, dass wir mit zwei Slytherin befreundet sind. Entweder sie verflucht euch - wortwörtliche - oder sie schenkt euch auch einen Pulli." „Pest oder Cholera.", murmelte Kyra. „Ich weiß nicht wovor ich mehr Angst habe... Müssen wir die Pullis dann auch anziehen oder können wir sie auch spenden oder so?", überlegte Mila. George grinste. „Also anziehen gehört schon dazu. Aber ich wusste ja gar nicht, dass du sozial sein kannst und spendest."
„Ich hab sogar schon mal ein Herz gespendet.", gab Mila stolz zurück.
„Ich wusste ja, dass du herzlos bist!"
„Es war ja nicht meins."
Bevor die Frage wessen Herz Mila jetzt gespendet hatte, weiter verfolgt werden konnte, lief Hermine mit einem fetten Buch an ihnen vorbei.
„Was willst du denn damit, Hermine?", fragte Kyra, um von ihrer Schwester abzulenken. „Das ist unser Gesetzbuch. Ich suche nach einer Möglichkeit Seidenschnabel zu retten. Wusstet ihr aber, dass in Paragraph 12, Absatz -" „Ganz toll!", rief Fred laut, um sie zu übertönen, „Das ist ja wirklich wunderbar Hermine, hoffentlich findest du was."
Die junge Hexe schüttelte einfach nur den Kopf, murmelte etwas von »ungebildete Idioten« und verschwand.
Kyra und Mila wechselten einen Blick. Beim Finale dieses Schuljahres wollten sie auf jeden Fall dabei sein, allein schon, weil Kyra ihren Lieblings Charakter sehen will und Mila Wurmschwanz eigenhändig umbringen will. Vielleicht können sie Harry ja sogar überzeugen, ihn zu töten, dann gäbe es ja eine ganz neue Storyline. Das wäre viel interessanter. Apropos, warum wurden in den Büchern nie die Arbeiten aufgeschrieben? Dann hätten sie endlich mal gute Noten.
„Was macht ihr an Weihnachten?", riss George die Slytherin Nachkommen - oder so - aus den Gedanken und ihrem epischen Blickkontakt. „Wir bleiben in der Schule.", antwortete Mila, denn zu wem sollten sie schon? Das könnte in den Sommerferien noch zu einem Problem werden... Kyra nickte einfach nur.
George und Fred wechselten einen Blick, der leider viel cooler als bei den Mädchen aussah und meinten dann:
„Ihr könnt ja -" „Zu uns kommen." Mila könnte an die Decke springen, während Kyra sich eine gedankliche Notiz machte, dass ebenfalls mit Mila zu proben. „Wir müssten natürlich erst einmal fragen, ob ihr dürft, aber so ist es doch viel lustiger.", erklärte George und Fred nickte. „Die Frage ist nur, ob Mum Slytherin ins Haus lässt."
„Stereotypen!"
„Vorurteile!"
„Ausgrenzung!"
„Mobbing!", plädierten die Mädchen beleidigt. Mila zückte ihren Zauberstab und fuchtelte damit herum. „Sollen sie nur kommen!"
„Du hältst den Stab falsch herum.", bemerkte Kyra.
„Oh." Mila drehte den Stab um und fuchtelte wieder in der Luft herum. „Ich töte sie alle, mit ihren Vorurteilen!"
„Du kannst gar nicht zaubern."
„Den Todesfluch kriege ich gerade noch hin!"
„Wird aber eng."
„Mobbing, du auch noch. Dann töte ich dich halt auch."
„Dann versteht niemand deine Fandom Witze."
„Wie wär's", griff Fred schließlich ein, „Wenn niemand getötet wird?" Während er redete, nahm er Mila vorsichtig den Zauberstab ab. Kyra hatte ja keinen mehr, weswegen sie einfach nur da saß.
„Okay, ich schreib dann mal Mum und frag sie.", George stand auf und ging. Fred legte Milas Zauberstab auf den Tisch und folgte seinem Bruder. „Wir sehen uns, Schlangen."
„Hey!" Mila griff nach ihrem Zauberstab, aber Kyra war schneller.
An Nikolaus - Kyra schenkte Mila einen Diätplaner und Mila revangierte sich indem sie Kyra einen eiskalten Windhauch ins Bad schickte - kam Molly Weasleys Antwort.
„Ratet mal wer gerade Post bekommen hat!", rief Fred und wedelte mit einem Stück Pergament in der Luft herum. Kyra kniff angestrengt die Augen zusammen. „George?"
„Haha, ja, auch, aber ich habe den Brief." Fred räusperte sich und plumste neben Mila auf die Bank.
„Du hast den Brief nur, weil du ihn mir weggenommen hast und so schnell wie möglich zu den Schlangen gerannt bist.", kommentierte George und setzte sich neben Kyra auf die andere Seite.
„Ihr könnt kommen.", riss Fred das Wort wieder an sich, „Solange ihr, 1. Niemanden umbringt, 2. Kein Dunkles Mal herauf beschwört und 3. Ihre Geschenke gut findet."
„Na, da hat jemand aber eine gute Meinung von uns.", bemerkte Kyra.
„Sie hat dich wohl schon kennengelernt.", schoss Mila zurück.
Kyra öffnete den Mund, um zurückzufeuern, schloss ihn aber wieder, als der Gong für die erste Stunde läutete.
„Wir kommen schon wieder zu spät.", ächzte George und stand schleppend auf.
„Nichts neues, komm.", Fred grinste zu den Mädchen runter, „Die beiden Slytherin gehen sowieso nicht."
„Da hat er Recht."
„Es ist Nikolaus, warum sollten wir?"
„Last Christmas I gave you my heart~"
„Toll, jetzt hab ich sowohl Ohrenkrebs, als auch einen Ohrwurm."
„Bitte."
Das Gezanke der Freundinnen wurde hinter Fred und George immer leiser, bis es schließlich verstummte und die beiden sich beeilten zu Zauberkunst zu kommen.
Mila und Kyra schleppten sich irgendwann in ihr Zimmer, sie wollten schließlich nicht beim Schwänzen erwischt werden.
Kyra warf sich auf ihr Bett, mit dem Gesicht voran und bemerkte nach einigen Sekunden, dass sie so keine Luft bekam. Kurz erwägte sie einfach liegen zu bleiben, aber dann stände auf ihrem Grabstein »Starb an Faulheit« und das war nicht wirklich der Weg, auf dem sie abtreten wollte. Also rollte sie sich schwerfällig um und ächzte leise.
„Und mir schenkst du einen Diätplaner...", murrte Mila von der Fensterbank.
„Es ist langweilig.", maulte Kyra. „Ich will, dass die Story endlich voran kommt." Mila brummte zustimmend. „Zuerst ist noch Weihnachten und dann haben wir Prüfungen. Dann kommt die Handlung."
„Lass uns kurz davor in der Heulenden Hütte verstecken.", schlug Kyra mit halb geschlossenen Augen vor. „Dann verpassen wir nichts."
„Jaaa... Ok."
Mila sah auf das weiße Gelände unter sich und grinste in sich hinein. Das wird lustig.
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Crazy Witches
FanfictionMila and Kyra are baaaack! Mit noch mehr bescheuerten und verrückten Ideen kämpfen sie sich durch das nächste Universum und erleben zusammen mit ein paar neuen Freunden - aber auch Feinden - interessante und dumme Abenteuer. 1. Crazy Heros 2. Crazy...
