Elena hatte davon erfahren, dass ich vor Ort gewesen bin und hatte mich mittags angerufen. Ich forderte ein Gespräch, dem sie zustimmte. Nun wartete ich auf der Verandatreppe darauf, dass sie mich abholen kam. Sie wollte mich mit zu Stefan und Damon nehmen, um mir alles in Ruhe zu erklären. Es machte mich allerdings schon etwas nervös, in ein Haus voller Vampire zu treten. Ich bin damit aufgewachsen, diese Wesen zu meiden, da sie gefährlich für unsere Art waren. Als ich ihren Wagen in die Straße einbogen sah, stand ich auf und lief zum Wegesrand hinüber. Elena hielt und ich stieg ein. „Hey... wie geht's dir?" fragte sie sofort. „Naja. Mein Vater kreuzt hier nach Jahren wieder auf.. wie soll man sich da fühlen." antwortete ich enttäuscht. „Wusstest du davon?" Elena sah mich betroffen an. „Um ehrlich zu sein, ja Am. Aber ich wollte nicht mit der Tür ins Haus fallen, du bist doch eben erst angekommen." rechtfertigte sie sich. „Ich bin dir auch nicht böse Elena, es war richtig. Eigentlich will ich mit ihm auch nichts zu tun haben." murmelte ich und lehnte den Kopf an die kühle Scheibe. Elena fuhr los. „Wir doch auch nicht. Keiner kann John gut leiden, weißt du." meinte sie. „Aber was anderes.. woher weißt du das alles mit den Vampiren?" „Von Mom. Sie kennt die Geschichten." antwortete ich. „Woher weiß sie das denn?" hakte Elena nach. „Nun ja.. sie ist ein Werwolf." gab ich kleinlaut zu. „Wie bitte? Warum wusste ich davon nichts?" „Aus dem selben Grund, warum du bis vor kurzem noch nichts über Vampire wusstest. Du wärst geschützter ohne dieses Wissen." erklärte ich. „Das stimmt wohl.." murmelte Elena. „Bist du dann eigentlich auch.. ein Wolf?" „Nein. Also, ich weiß es nicht. Das Gen entwickelt sich erst aus, sobald man das Leben einer Person auf dem Gewissen hat. Und zugegeben, möchte ich das niemals herausfinden." sagte ich und Elena nickte. Wir bogen auf einen Waldweg ab. „Sie beiden mögen es wohl nicht unter Leuten, was?" stichelte ich. „Naja, sie können im Wald geschützter Leben." meinte Elena. Und Jagen, dachte ich. Nach etwa zehn Minuten konnte ich ein Haus zwischen den Bäumen erkennen. Es war ziemlich groß, rustikal, irgendwie geheimnisvoll. Elena hielt vor dem Haus. Nervös starrte ich das Haus an. „Dir wird nichts passieren, Stefan und Damon sind okay." sagte Elena aufmunternd. Wir stiegen aus und gingen zur Tür. Stefan musste uns schon gehört haben, denn er öffnete uns die Tür. „Hey Amber." begrüßte er mich lächelnd. Elena ging ins Haus und ich folgte ihr zögernd. Stefan schloss die Tür hinter uns. Im Haus war es sehr dunkel, die Wände sowie die Möbel. Ich folgte Elena durch den Flur ins Wohnzimmer. Dort saß Damon mit einem Glas Whiskey oder so etwas ähnlichem. „So schnell sieht man sich wieder, schöne Frau." sagte er schmeichelnd. „Die Freude ist wohl nur deinerseits." meinte ich schnippisch und setzte mich ihm gegenüber. Wieder grinste er. Warum tat er das ständig? Elena setzte sich zu mir und Stefan verharrte am Kamin. „Also. Wo habt ihr diese Katherine eingesperrt?" stellte ich meine erste Frage. „In der Gruft unter der verbrannten Kirche im Wald." antwortete Stefan. Ich nickte. „Warum habt ihr sie da eingesperrt? Wer ist sie?" Damon räusperte sich nun. „Katherine Pierce hat Stefan und mich damals verwandelt. Sie ist eine boshafte, rachsüchtige, egoistische Närrin. Und sie ging uns ziemlich auf die Nerven." Ich musterte Damon. Er wirkte niedergeschlagen und enttäuscht, wenn er über diese Person sprach. „Du hast sie geliebt.." murmelte ich und sah ihm direkt in die Augen. Er wich meinem Blick schnell aus. Elena sah genauso aus wie diese Katherine. Liebte Damon deswegen auch Elena? „Du möchtest bestimmt noch wissen, wie John in die Sache verwickelt ist?" lenkte Elena gekonnt von Damon ab. Ich nickte. „John kam vor einigen Tagen in diese Stadt und jagte eigentlich uns. Als wir ihn davon überzeugen konnten, dass nicht wir für die Morde hier in Mystic Falls verantwortlich waren, sondern Katherine und ihre Anhänger, spielte er bei unserem Plan mit. Danach wollte er eigentlich die Stadt verlassen." erklärte Stefan mir. „Ist er denn wieder fort?" hakte ich nach. „Ich denke nicht.." gab Elena zu uns sah mich eindringlich an. Ich seufzte. „Ich will nichts von ihm wissen.." murmelte ich. „Ich weiß." sagte Elena mitfühlend. „Ich verstehe sowieso nicht, wie deine Mutter sich auf diesen Mistkerl einlassen konnte." warf Damon ein. „Damon!" rief Elena schockiert. Böse sah ich ihn an. „Richtig, du verstehst gar nichts." „Ganz ruhig, Kleines." meinte er beschwichtigend. Dieser Typ machte mich rasend. Ich musste hier weg. „Ich bin kurz draußen." presste ich wütend hervor, stand auf und stampfte nach draußen. Ich nahm einen tiefen Atemzug der frischen Luft. Besser! Angespannt lief ich auf und ab und dachte darüber nach, was ich jetzt mit den Informationen anfangen sollte. Die Tür öffnete sich und Stefan und Elena kamen zu mir. „Amber, dir muss bewusst sein, dass auch du nun nicht mehr geschützt bist. Katherines Anhänger könnten sich an John rächen, indem sie dir etwas antun." erklärte Stefan. „Deswegen werden Stefan und Damon ab sofort eine Auge auf mich und dich haben." meinte Elena. Ich stöhnte genervt. „Wisst ihr, Mom wollte mich aus solchen Geschichten raushalten. Nur deswegen hat sie mich überhaupt nach Mystic Falls gelassen und nun sowas. Und dann noch mit Damon!" „Man gewöhnt sich an ihn." versuchte Elena mich zu beschwichtigen. „Er ist ein Vollidiot!" brüllte ich. Stefan grinste darüber. „Nun, das habe ich gehört. Trotzdem werde ich dich jetzt nach Hause fahren." meinte Damon, der plötzlich im Türrahmen stand. Ich verleierte die Augen und ging schließlich mit ihm zu seinem Wagen.
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Surrounded by the Supernatural
FanficAmber Hale, die Tochter einer Werwölfin, zieht nach Mystic Falls. Dort würde sie erstmal eine Weile bei ihren Verwandten, den Gilberts, wohnen. Sie dachte, dass sie bei Elena, Jeremy und Jeanna in Sicherheit sei. Schnell fiel ihr auf, dass es in der...