Nach drei Runden Billiard setzen wir uns zu den anderen. Elena setze sich zu Stefan, der einen Arm um sie legte. Wir bestellten uns etwas zu essen und quatschten über die vergangenen Jahre. Währenddessen fragte ich mich die ganze Zeit, ob Elena über Stefan Bescheid wusste oder ob er ihr etwas vorspielte. „Noch einen bitte!" hörte ich da jemanden an der Bar brüllen. Alle drehten sich zu dem Kerl um. „Oh nein." sagte Stefan genervt. Alle verleierten die Augen, als würde der Typ sich immer so verhalten. „Wer ist das?" fragte ich neugierig. „Willst du nicht wissen." meinte Caroline schnippisch. „Er ist mein Bruder Damon." seufzte Stefan. In diesem Moment sah er sich zu uns um. Er hatte seinen Namen genau gehört. Also wirklich noch ein Vampir. Na klasse. Ich spürte seinen Blick auf mir und musterte ihn genauer. Er war groß, hatte ein markantes Gesicht, dunkle Haare und ein provokantes Lächeln. Als er sich plötzlich in unsere Richtung bewegte, sah ich schnell weg. „Jetzt kommt der auch noch her." stöhnte Caroline sichtlich genervt und Elena stupste ihr in die Seite und sah sie ernst an. „Eine Party? Ohne mich? Jetzt bin ich aber beleidigt." sagte Damon da plötzlich hinter mir. Seine Fahne war überall zu riechen, aber vorerst sah ich mich nicht zu ihm um. „Na, schon wieder über den Durst getrunken Damon?" fragte Stefan sarkastisch. „Welche ironisches Wortspiel." flötete Damon, „Oooh, wen haben wir denn hier? Noch eine Gilbert?" „Da liegst du wohl falsch." meinte ich kalt und drehte mich nun doch zu ihm um. „Ehrlich? Ich hätte schwören können, dass du Elenas Schwester bist, ihr seht euch sehr ähnlich." sagte er stirnrunzelnd, „Warum hat man sie mir noch nicht vorgestellt?" „Damon, das ist Amber Hale, meine Cousine." stellte Elena mich vor. „Hale?" hakte Damon nach. „Der Name meine Mutter." meinte ich emotionslos. Damon nickte. Er musterte mich die ganze Zeit. „Wenn du schon mal hier bist, willst du dich nicht zu uns setzen?" fragte Stefan höflich nach. „Aber gern doch." antwortete Damon sofort und setzte sich neben ihn, mir gegenüber. „Wer möchte noch eine Runde Billiard spielen?" warf Caroline da in die Runde und stand auf. Kate, Jeremy und Bonnie folgten ihr. Ich blieb mit Elena und den beiden Vampiren zurück. „Caroline mag dich offensichtlich nicht besonders?" sagte ich an Damon gewandt. Er grinste. „Keiner mag mich und das ist gut so." Ich hob die Brauen. „Achja? Und was hält dich dann hier in der Stadt?" provozierte ich. „Mal überlegen, vielleicht die leckeren Cheerleader von der Highschool." antwortete er gespielt ernst. „Damon!" fuhr Elena ihn an. Er hob beschwichtigend die Hände. „Hab nichts gesagt." Das war ganz klar eine Anspielung. Wusste Elena vielleicht doch Bescheid über die beiden?
Es wurde spät. Damon war bereits gegangen, ebenso Caroline und Bonnie. „Wir sehen uns morgen in der Schule okay?" sagte Kate und umarmte mich zum Abschied. „Ich bin schon ganz gespannt." meinte ich und lächelte. Stefan bat an, uns drei nach Hause zu fahren. Elena stimmte zu. Das behagte mir zwar gar nicht, aber da musste ich durch. Nach Hause war es ja auch nicht all zu weit. Dort angekommen stieg ich schnell aus dem Wagen. Ich wollte Abstand zwischen mich und den Vampir bringen. Ich bemerkte, dass Stefan und Elena sich verabschiedeten. Sie küssten sich. „Man gewöhnt sich daran." meinte Jeremy neben mir, als er merkte, dass ich die beiden anstarrte. Ich nickte nur und wandte mich von den beiden ab. „Tschüss ihr beiden." rief Stefan uns hinterher. Jeremy hob die Hand und ich murmelte nur ein leises „Tschüss". Ich verschwand nach oben in mein Zimmer, machte mich bettfertig und holte mein Handy heraus. Ich wählte die Nummer von Mom. Nach einmal Piepen nahm sie schon ab. „Amber! Wie geht's dir? Ist alles gut verlaufen? Sind alle nett zu dir?" sprudelte es aus ihr heraus. „Ganz ruhig Mom." sagte ich lachend, „Mir geht's gut. Ja es sind alle nett zu mir. Morgen ist mein erster Schultag an der neuen High School, Kate und Jeremy sind in meiner Klasse. Das wird bestimmt toll!" „Ich freue mich, wenn du glücklich bist Liebling." meinte Mom. Ich lächelte. „Hoffentlich geht alles gut. Weil, naja.." Ich stockte kurz. „Was ist los Liebling?" fragte Mom sofort nach. Ich überlegte kurz, ob ich es wirklich erwähnen sollte, entschied mich dann auch dafür. „Du hattest Recht. Die Vampire haben sich hier sesshaft gemacht. Elena ist mit einen von ihnen zusammen! Ich bin mir nicht sicher, ob sie über ihn Bescheid weiß." Mom war kurz still, bis sie fragte: „Wie heißt er?" „Stefan Salvatore. Er ist zusammen mit seinem Bruder Damon Salvatore hier." Auf der anderen Seite blieb es ruhig. „Mom, bist du noch dran?" hakte ich nach. „Ja ja, bin ich. Pass bitte gut auf dich auf, hörst du?" „Ist alles okay? Kennst du die beiden etwa?" fragte ich beunruhigt. „Ich habe von den Salvatore Brüdern schon gehört, ja. Von diesem Damon allerdings nur Schlechtes."
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Surrounded by the Supernatural
FanfictieAmber Hale, die Tochter einer Werwölfin, zieht nach Mystic Falls. Dort würde sie erstmal eine Weile bei ihren Verwandten, den Gilberts, wohnen. Sie dachte, dass sie bei Elena, Jeremy und Jeanna in Sicherheit sei. Schnell fiel ihr auf, dass es in der...