50 Jahre später

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Es waren nun 50 Jahre vergangen und ich hatte nichts von Zayn oder den anderen gehört. Mittlerweile hatte ich eine Tochter bekommen, die wie die anderen Leute in Kapstadt dachte, sie sei meine Schwester. Außerdem hatte ich hier ein neues Leben aufgebaut und eine neue Umgebung geschaffen, in der Perrie, Jesy und Shay, meine Tochter, aufwachsen konnten, ohne mir Sorgen zu machen, dass etwas passieren könnte. Heute stand ich in unserer Küche und machte den drei Mädchen ihr Frühstück. Ich hatte hier im Laufe der Zeit auch ein Haus bauen lassen, das in den schönsten Blick auf den Tafelberg und das Meer bot.

"Morgen Jade!", sagte Jesy.

"Morgen Jess! Gut geschlafen?", fragte ich.

"Im Gegensatz zu dir, kann ich schlafen.", sagte sie und wir beide mussten lachen.

"Morgen!", sagte Shay. Ihre langen und dunkelbraunen, fast schwarzen Haare hatte sie zu einen Fischgrätenzopf gemacht und hatte ein oranges Sommerkleid an. Es betonte ihre Figur und ihre gebräunte Haut und passte zu ihren orangen Augen. Sie sah neben Jesy so perfekt aus. Das heißt nicht, dass Jesy in ihrer Shorts und dem grünen Top nicht gut aussah. Nein, aber Shay war wunderschön. Oft sagten Leute, sie hätte ihre Schönheit von mir, weil sie meinten, ich sei noch perfekter als Shay. Aber das war ich nicht.

"Guten Morgen!", sagte ich und packte einen Apfel ein. Es klingt für einen Vampire absurd, aber Jesy, Perrie und Shay konnten ganz normal essen. Perrie war aber die einzige, die regelmäßig menschliche Nahrung zu sich nahm. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass sie dieses Leben als Vampir nicht mochte, dass sie sich hasste.

"Ich bin weg.", sagte Perrie und nahm ihr Frühstück. Sie schnappte sich ihre Sachen aus dem FLur und verließ das Haus.

"Manchmal versteh ich sie nicht.", sagte ich traurig.

"Jade, manchen mögen das Leben als Unsterbliche nicht.", sagte Shay und gab mir einen Kuss auf die Wange. "Ich folge ihr mal.", sagte sie und lief Perrie nach.

"Jade, ich nehme ihr Zeug mit und gehe jetzt auch mal in Richtung Schule.", sagte Jesy und umarmte mich. Dann nahm sie ihr Zeug und Shays Sachen und verschwand aus dem Haus. Ich schaute auf die Uhr. In einer Stunde musste ich auf Arbeit sein. Also ging ich hoch in mein Bad. Ich schminkte mich dezent und machte meine Haare in einen lockeren Dutt. Außerdem zog ich mir die Uniform des Cafés an, die aus einem schwarzen Top, einer kurzen Shorts und roten Converse bestand. Ich nahm meine Tasche, meine Geldbörse, mein Handy und meine Schlüssel und verließ unser Haus. Ich ging schnurstracks auf meinen weißen Volvo zu und stieg ein. Ich startete den Motor und fuhr zur Strandpromenade, wo sich mein Arbeitsplatz befand.

Eine halbe Stunde später parkte ich mein Auto auf den Parkplatz. Ich holte tief Luft und stieg aus. Heute war viel los und ich musste mich beeilen. "Hi Jade!", sagte Aleisha. Sie war meine beste Freundin und trug langes blondes Haar. Sie hatte wunderschöne blaue Augen und war die Schwester und Geschäftspartnerin von Luke. Damit waren Luke und Aleisha meine Chefs.

"Hey Leisha! Ich gehe mich schnell meine Sachen hinter bringen!", sagte ich und ging nach hinten. Dort lagen die Umkleiden und das Büro. Als ich am Büro vorbei kam, saß Luke an den Schreibtisch und sah verzweifelt aus. "Hey Luke.", sagte ich und er schaute auf. Luke hatte kurze blonde Haare und blaue Augen.

"Hi Jade!", begrüßte er mich.

"Was ist los?", fragte ich ihn.

"Nichts.", antwortete er.

"Luke, ich bin ein Vampir, genau wie du. Du kannst mich nicht anlügen.", sagte ich.

"Hatte ich vergessen.", gab er zu. "Wir sind mit den Zahlungen in Verzug.", sagte er.

"Wie viel?", fragte ich.

"Viel. Ungefähr 20.000 Dollar.", antwortete er.

"Warum sagst du mir nichts. Ich leihe euch das Geld.", sagte ich.

"Nein. Ich muss das allein hin bekommen.", widersprach er.

"Luke, wäre es besser, wenn du das Café schließen müsstest?", fragte ich ihn.

"Okay. Aber nur dieses eine Mal.", sagte er. "Und jetzt ab an die Arbeit!", fügte er hinzu.

"Jaja. Ich gehe ja schon!"; sagte ich und brachte meine Sachen in den Spind. Dann nahm ich eine Schürze und meinen Gürtel, machte sie um meine Hüfte und ging nach vorn.

"Jade, nimmst du bitte Tisch 3, 4, 12 und 20?", sagte Leisha.

"Ja, mach ich.", sagte ich und ging hin. Zuerst Tisch 3. "Willkommen Im Smoothienet! Was kann ich euch bringen?", fragte ich.

"Einen Erbeersmoothie und einen BananenJuice.", sagte der Mann.

"Okay. Kommt sofort.", sagte ich und ging zum Tresen. "Mitchell, hier bitteschön."; sagte ich Mitchell. Er war ein Kollege und hatte schwarzes Haar und braune Augen. Ab und zu ging er mit Shay aus und war auch mal kurz ihr Freund.

"Okay.", sagte er und machte sich an die Getränke. Ich ging zu den Tischen 4 und 12 und brachte denen ihre Bestellungen. Als ich damit fertig war, ging ich zu Tisch 20, an dem drei junge Männer saßen.

"Willkommen im Smoothienet! Was darf es sein?", fragte ich.

"Ich glaube, du hast uns gerade geholfen, Jadyn.", sagte der eine Mann von den dreien. Ich sah auf, denn ich kannte die Stimme.

Perries Sicht

"Shay! Krieg dich wieder ein! Der neue Typ ist nicht süß.", sagte ich meiner kleinen Schwester.

"Perrie, sieh ihn dir doch mal an!"; sagte sie. Der Neue hatte blonde kurze Haare und wunderschöne blaue Augen. Er sah wirklich perfekt aus. Fast zu perfekt. Um ihn hatten sich die Mädchen versammelt und stellten ihn lauter Fragen.

"Der erinnert mich an jemanden.", sagte meine große Schwester Jesy.

"Schön, dass du auch mal kommst.", sagte ich. "Shay hat unser Geld vergessen und so langsam habe ich Hunger.", fuhr ich fort.

"Hier. Kannst mein Geld haben.", sagte Jesy und gab mir ihr Geld. "Also. Wer ist er?", fragte sie.

"Er heißt Niall. Er kommt aus Irland.", antwortete Shay.

"Miss Shannon Ashley Malik!", rief unser Englischlehrer.

"Was hast du nun schon wieder gemacht?", fragte Jesy.

"Ich war glaube ich zu perfekt in der Arbeit.", antwortete sie und ging zu Mr Myles.

"Da waren es nur noch zwei.", sagte ich. "Komm! Lass uns gehen.", sagte ich und zerrte sie hinter mir her. Ich holte mir was zu Essen während Jess unseren Platz bezog. Ich nahm mir Pizza und setzte mich zu ihr und fing an diese zu essen.

"Ist hier noch Platz?", fragte der Neue.

"Ja.", antwortete Jesy und er setzte sich neben mich. Ich warf meiner Schwester einen finsteren Blick zu.

"Wie heißt ihr beiden?", fragte er.

"Ich bin Jesy Malik. Das ist Perrie Malik, eine meiner Schwestern.", antwortete sie. Niall sah aus, als hätte er einen Geist gesehen.

Hallo Leute!

Mein neues Kapitel! Ich hoffe, es gefällt euch. Votet und kommentiert bitte :)

Lg litschy :)

Lost VampireWo Geschichten leben. Entdecke jetzt