chapter sixteen

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I ғᴏᴜɴᴅ ᴍʏ ʜᴀᴘᴘʏ ᴘʟᴀᴄᴇ. Nᴏᴛ ᴀ ʀᴇᴀʟ ᴘʟᴀᴄᴇ, ʙᴜᴛ ᴀ ʀᴇᴀʟ ᴘᴇʀsᴏɴ.

Ich habe ein gutes Gefühl. Bei Aaron und mir. Ich glaube wir passen zusammen.

Und heute ist das Date. Ja, kein Treffen oder Ähnliches, sonder unser Date. Ich will diesen Abend geniessen, denn ich habe Angst dass es nicht so bleiben würde.

Aber als ich so vor dem Spiegel stehe, bin ich zufrieden. Nicht nur mit meinem Aussehen, sondern auch mit der Tatsache, dass ich auf ein Date gehen darf, mit dem Jungen in den ich mich verliebt habe.

Ich habe es mir endlich eingestanden, und ich kann dieses Gefühk endlich geniesen. Das Kribbeln im Bauch, die stetigen Gedanken, das Lächeln das sich mir manchmal aus dem Nichts auf mein Gesicht schleicht.

Ich bin ich Aaron verrliebt.

Besagter Junge klingelt gerade in dieser Sekunde an unserer Haustür und nachdem ich nochmal tief ein und ausatme, öffne ich die Tür mit einem leichten Lächeln im Gesicht.

Nach unserer Begrüssung fällt mir sofort auf, dass Aaron wieder seine gelben Chucks anhat. Ich liebe sie an ihm.

Wir gehen zusammen in Richtung seines Autos und fahren dann zu einem Take-Away- Sushi. Ein riesen Pluspunkt auf der Liste der Dinge, die ich an Aaron mag: dass er genauso gern Sushi isst wie ich.

Auf der Fahrt nehme ich seine freie Hand in Meine als das Lied Fine Line im Radio läuft. Ein stilles Verständnis.

Meine Augen liegen auf Aaron- wie immer, wenn ich neben ihm sitze. Er ist ein schöner Mensch. Ich finde nicht viele Menschen wirklich schön, hübsch natürlich, aber Aaron hat eine natürliche Schönheit und den Charakter eines Engels.

"Weißt du eigentlich, wie schön du bist?" frage ich ihn. Ich will es wirklich wissen. Ich frage mich immer, ob schöne Menschen wissen, dass sie schön sind.

Aaron wird rot und kichert leise. Als wir ankommen holen wir unser Sushi ab, wobei man sagen muss, dass wir leider total übertrieben haben.

"Ich war vor ein paar Tagen an einem schönen Platz, wollen wir dort essen?" frage ich Aaron, welcher sofort zustimmt. Also nenne ich ihn die Adresse und wir fahren zu dem Hügel und parken in der Nähe.

Als wir hinauflaufen sehen wir die Sonne schon langsam untergehen und wâhrenddessen erzählt mir Aaron irgendwas. Es ist auch nicht wichtig was er genau erzählt, wichtig ist nur seine Stimme, die mich beruhigt und mich wohl fühlen lässt.

Als wir oben ankommen, setzten wir uns auf die Bank, die ich das Letzte mal schon gesehen habe. Wir setzten uns hin und essen das Sushi. Aaron sein Mangosushi, wobei ich nicht verstehe, wie man soetwas essen kann, und ich mit meinem Frischkäse-Spargel-Rucola-Sushi. Sehr speziell, aber die beste Kombination die es gibt.

Ich habe lange überlegt, was ich mit diesen Gefühlen für Aarom anfangen soll. Ich war noch nie verliebt. Soll ich es ihm sagen? Wie wird er reagieren?

"Es ist alles so leicht mit dir. Wenn ich mit dir zusammen bin fühle ich mich frei."

"Dann sei öfter mit mir zusammen."

Ich weiss nicht ob jetzt der Moment gekommen ist, wo ich es ihm sage. Ich weiss nicht ob der Zeitpunkt je perfekter sein wird. Und ob Worte es beschreiben können.

Ich lehne mich zu ihm, nehme seim Gesicht in meine Hände und bewundere ihn für ein paar Sekunden. Das Hellblonde Haar durch den Wind leicht verweht, die grauen Augen leuchten wie Edelsteine im Licht der untergehenden Sonne und seine Lippen sehen so einladend aus.

Ich hoffe ich kann es ihm zeigen. Ihm zeigen wie viel er mir bedeutet. Also küsse ich ihn, ich schmecke Sushi aber vor allem Aaron, und ich küsse ihn so zärtlich und so liebevoll dass er einfach merken muss, dass ich ihn ihn verliebt bin.

Als wir uns schweratmend von einander lösen schauen wir uns noch kurz and uns lehnen uns dann zurück und geniesen die Stille. Denn dass ist so wichtig, dass wir auch die Still nicht mit unnötigen Wörtern füllen müssen, sondern dass wir und gegenseitig reichen.

Die Sonne geht langsam unter und unsere Sushiplatten werden leerer. Ich nehme Aarons Hand in meine und zusammen sehen wir die letzten Sonnenstrahlen hinter den Bergen verschwinden.

"Lucian, was sind wir?"

"Wir sind mehr Aaron, so viel mehr!"

Seine Hand in meiner fühlt sich so unwirklich und doch so natürlich an, dass ich sie nie wieder loslassen möchte.

Ich will diesen Jungen an meiner Seite haben, seine Hand immer nehmen, ihn immer küssen wenn ich Lust habe und einfach mit ihm zusammen sein.

Mir läuft eine Träne aus dem Augenwinkel.

"Warum weinst du?"

"Weil ich glücklich bin."

Und dann stiehlt sich ein Lächeln auf meine Lippen. Weil ich realisiere dass ich wirklich glücklich bin. Und auch wenn ich immer meinen Bruder im Kopf haben werden, will ich ihn nicht vergessen.

Ich will nicht vergessen wie wir nachts, als wir Kinder waren, Nutella gelöffelt haben. Ich will nicht vergessen, wie Nic mir beigebracht hat, Fahrrad zu fahren als ich 6 Jahre alt war. Ich will nicht vergessen, wie oft ich zu ihm gekommen bin, nachdem ich mit unseren Eltern Streit hatte, und er mich in seinen Armen gehalten hat und über unnötige Dinge geredet hat, bis ich mit tränenüberstömten Gesicht eingeschlafen bin.

Ich will das alles nicht vergessen, und das werde ich auch nicht. Aber vielleicht ist es Zeit, neue Erinnerungen zu machen, die ich nicht vergessen will.

Und als ich Aarons Hand in meiner spüre, seine Gestalt neben mir sehen und in seine wunderschönen grauen Augen sehe, weiß ich, dass er der Mensch ist, mit dem ich neue Erinnerungen machen will.

Denn Aaron ist meine Sonne in der Dunkelheit, die einzige Sonne die auch bei Regen scheint. Und der Mond braucht die Sonne, und die Sonne braucht den Mond und so schließt sich der Kreis.

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