[ Bild oben, so stelle ich mir Lewis vor nur mit der grünen Augenfarbe ] haha
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Mittlerweile ist es abends und Papa, Lewis und ich saßen wieder zusammen an unserem Esstisch und stopften uns Döner, den wir zuvor noch geholt haben, rein.
Das Essen verlief sehr ruhig und schweigsam, doch innerlich fühlte ich mich noch immer wie ein Frack. Ich beobachte wie mein Vater öfters zum freien Stuhl rechts neben mir blickt, worauf mein Mutter des öfteren saß. Auch ich ertappte mich dabei, den Platz oft zu mustern, in der Hoffnung, dass meine Mutter zur Tür herein kommt und sich zu uns an den Tisch gesellt.
Kurz nickten sich mein Vater und Lewis zu und mein Vater erhob das Wort.
“Madelyn, ich liebe dich mein, Schatz. Ich möchte nur das Beste für dich.“
Ich hasse es, wenn mein Vater mich mit meinem ganzen Namen anspricht und nicht mit einen seiner vielen Spitznamen für mich. Nicht falsch verstehen, ich bin sehr zufrieden mit ihm. Allerdings benutzt er ihn nur, wenn er ein wichtiges Anliegen hat.
Ich sehe zu ihm auf und blickte ihn erwartungsvoll an. Nun ergriff Lewis das Wort.
„Wie wäre es, wenn du mit mir nach New York kommst für ein Auslandssemester oder so? Du könntest bei mir wohnen und ich zeige dir ein bisschen die Stadt. Es wäre die ideale Gelegenheit für dich einmal hier weg zu kommen. Mit deiner Universität ist alles schon geklärt.“
Ungläubig wechselte ich meinen Blick zwischen ihm und meinen Vater. Auf einmal bekam ich keine Luft mehr und musste extrem husten. Mein restlicher Döner hing wohl irgendwie noch in meiner Luftröhre fest.
Dank eines Klopfen auf meinen Rücken von Lewis rutschte mein zerkautes Essen in meine Speiseröhre hinunter und ein befreiendes Gefühl macht sich in mir breit. Ich krächste noch schnell ein ´Danke´ für meine Rettung und rannte in mein Zimmer.
„Ich packe nur schnell mein Koffer“ zischte ich ihnen im Vorbeirennen zu. „ Langsam meine Süße. Morgen ist auch noch ein Tag“ sprach die raue, heisere Stimme meines Vaters.
Ich stoppte auf halben Weg zur Treppe, drehte mich um und gehe rasch zu meinem Vater und umarmte ihn. Danach springe ihn zu Lewis und gebe ihm die gleiche herzliche und feste Umarmung wie bei meinem Vater.
„Kann ich dich überhaupt alleine lassen? “ werfe ich fragend in die Runde. „Es ist ein OneWay-Ticket für dich übermorgen gebucht. Nutze die Chance in einer großen neuen Stadt auf einem neuen Kontinent Erfahrungen zu sammeln und mache dir keine Sorgen um mich. Ich komme klar.“ seufzte mein Vater und sah mich mit liebevollen Augen an.
„Höre zu, ich werde bald wieder kommen.“ sprach ich mit fester Stimme und habe schon jetzt ein wehmütiges Gefühl.
Ist das nicht egoistisch von mir einfach in einer Krise weg zu fahren ?
„Denke jetzt mal an dich. Du brauchst eine Auszeit von deinem jetzigen Leben.!“ antwortete überraschenderweise Lewis auf meine unausgesprochene Frage.
Ich musste ihm recht geben. Mein aktuelles Leben war beschissen. Vor einem Monat brach meine Welt zusammen, denn ich erwischte meinen jetzigen Ex- Freund, Logan, mit meiner besten Freundin beim Rummachen auf einer Party.
Schon jetzt bei dem Gedanken wurden meine Augen wieder wässrig.
Wie konnten sie mir das Antun…? Vor allem Audrey????
Sie war meine beste Kindergarten Freundin und ich konnte ihr alles mit gutem Gewissen anvertrauen. Die Sache mit meiner Mutter gab mir den Rest, sodass meine vorherigen Scherben nochmal mit einem Ruck in Millionen Teile zerschmettert wurden.
Es gab keine Chance die Teile wieder zusammen zusetzten, nicht wenn ich hier in Hamburg bleibe. Unkontrolliert schluchzte ich auf und sah meine beiden Lieblingsmänner euphorisch an. „Danke“ hauchte ich.
Schon bald würde ich in meiner Lieblingsstadt sein, ohne die Sorge, dass ich keine Luft mehr beim Atmen hatte, wenn ich hier in diesem Haus blieb. Der Abend näherte sich dem Ende und ich verabschiedete mich noch schnell von Lewis bevor ich ins Bett ging.
Nach ein paar Stunden hielt ich es in meinem Bett nicht mehr aus und schlich zum Zimmer meines Vater. „Dad“ flüsterte ich in ein dunkles Zimmer hinein. „Ja, Madie“.
„Vielen Dank. Für alles. Ich weiß die nächste Zeit wir schwer und ich habe ein schlechtes Gewissen dich einfach hier zulassen“. „Das brauchst du nicht liebes. Magaret, unsere Nachbarin, passt schon auf mich auf. Genieße einfach die Zeit, Ok?“ . „Ok“ antwortete ich und denke an unsere liebe Nachbarin, die uns immer mit Leckereien verwöhnt.
Sie würde ganz bestimmt super auf meine Vater aufpassen und ihn immer lecker bekochen.
„Da wäre noch etwas….Ich habe ein schlechtes Gewissen, dass ich die nächste Zeit vielleicht wieder fröhlich bin. Ich weiß, das klingt jetzt echt albern. Aber…...Ich will….“. Meine Stimme wurde von den unzähligen Tränen verschluckt, die mal wieder in Strömen über meine Wange gleiten.
Für ein 21 jähriges Mädchen hörte ich mich in dem Augenblick ziemlich kindisch an. Es schilderte allerdings genau meine große Angst wieder. Ich weiß nicht, ob ihr das kennt und mich versteht.
Ich will trauern, um Mama damit die letzte Ehre zu erweisen. Sie war schließlich die beste Mutter, die ich mir jeh vorstellen könnte.
„Aber nein liebes, sie würde sich wünschen, dass du dein Leben glücklich weiter führst. Sie weiß doch schon längst, dass du sie liebst und vergötterst. Steh zu dir und Rock diese verdammte Stadt.“.
Bei diesen Worten erhob er sich aus seinem Bett und nahm mich noch ein weiteres Mal in den Arm“. „Ich liebe dich“.“Ich dich auch“. Mit einem besseren Gefühl legte ich mich endlich schlafen.
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𝐘𝐞𝐞𝐞𝐬𝐬𝐬𝐢𝐫𝐫𝐫...𝐝𝐚𝐬 𝐰𝐚𝐫 𝐊𝐚𝐩𝐢𝐭𝐞𝐥 𝟑....𝐥𝐨𝐯𝐞 𝐲𝐨𝐮♡♡♡
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deserve me
Romance《Scheiße..warum ich?》 Madelyn ist eine 21 jährige selbstbewusste, hübsche, junge Frau und stammt aus einer schwer reichen Familie mit unentdeckten dunklen Geheimnissen. Ihre prägende Vergangenheit war nicht gerade einfach und holt sie ständig auf de...
