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Jisung PoV

Es klopfte gut 15 Minuten, nachdem der Film zu Ende war wieder, doch dieses Mal wollte ich nicht aufstehen, denn ich hatte mich gerade richtig hingelegt und knuddelte nun meinen Freund durch, der sich das widerstandslos gefallen ließ.

"Bleibt liegen, ich mache auf.", meinte Aecha, die am Schreibtisch saß und Hausaufgaben machte, ehe sie aufstand und die Tür öffnete. Ich bemerkte nichtmal, wie ich mich vor Nervosität und ein wenig Angst an Minho drückte.

"Ist gut, Babe. Ich bin für dich da...", flüsterte er und gab mir einen langen Kuss aufs Haar.

Der Herr, der laut Aecha zum Jugendamt gehörte, kam rein und konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen, als er sah, wie ich auf Minho lag.

"Jisung, ich würde gerne mit dir über deine Situation hier reden. Fühlst du dich gerade in der Lage dazu?"

"Naja, besser jetzt als nie.", antwortete ich und wir setzten uns auf. "Aber... Kann Minho dabei bleiben? Ich fühle mich sicherer, wenn er dabei ist."

"Wenn dir das lieber ist, kann er dabei bleiben. Ich vertraue euch da, dass er keinen negativen Einfluss auf das Gespräch hat. Normalerweise mache ich das nicht, weil es noch viel zu viele manipulative Partner gibt und ich ein möglichst ehrliches Gespräch will, aber bei euch mache ich mir da keine wirklichen Gedanken drum."

"Danke. Aecha, kannst du solange...?"

"Alles gut, Ji. Ich bin weg.", lächelte sie sanft und sah dann drohend zu Minho. "Du passt mir gut auf ihn auf, Mister Lee."

"Zu Befehl.", antwortete dieser, ehe Aecha mit einem bestätigenden Nicken das Zimmer verließ.

"Sie können sich an den Schreibtisch setzen. Ich weiß ja nicht, ob sie irgendwelchen Papierkram haben.", bot ich an.

"Perfekt, danke."

Er nahm Platz und Minho und ich setzten uns auf die Bettkante in Richtung Schreibtisch, sodass wir besser mit ihm reden konnten.

"Darf ich wissen, wer dieses Mädchen eben war?", begann er, auch wenn ich nicht sicher war, ob er aus Interesse fragte oder um die Situation zu verstehen.

"Aecha. Sie ist die die Tochter von dem Typen, den meine Mutter hier letztens aufgenommen hat. Sie ist ziemlich cool, aber es ist dennoch ein wenig seltsam, dass ich mir ein Zimmer mit ihr teilen muss..."

"Verstehe. Ihr schlaft hier also zu dritt drin?"

"An Wochenenden, ja. Ansonsten ist Minho über Nacht bei sich zu Hause. Und manchmal geht Aecha auch zu einer Freundin von sich, damit wir beide alleine sein können."

"Und... Geht ihr manchmal auch zu Minho?"

"Nein."

"Es ist bei mir Zuhause nicht wirklich einfacher als hier.", erklärte Minho. "Ich würde eigentlich auch gerne ausziehen und Jisung mit zu mir nehmen, aber mir fehlt dazu das Geld und ich denke nicht nicht, dass seine Mutter das erlauben würde."

"Ich seh schon... Darf ich fragen, was mit deinem Vater ist, Jisung?"

"Er ist gestorben, als ich kleiner war. Ich war da vielleicht 12 oder so... Aber ich war nie in Therapie oder so deswegen... Ich sollte nach meinen Lehrern eigentlich hin, aber es ist irgendwie nie dazu gekommen."

"Das tut mir leid."

"Muss es nicht. Ich komme damit inzwischen klar."

"Und was war mit den Dingen, die du unten beim Streit gesagt hast? Das Schlagen und deine Hände? Was hat es damit auf sich?"

The Boy in the bubble || MinsungWo Geschichten leben. Entdecke jetzt