Wie ich den Tag überlebt hatte, wusste ich nicht. Nach dem Trainingsspiel war ich länger geblieben, um Lu die Möglichkeit zu geben, sich auszuruhen, da er in der letzten Nacht wahrscheinlich nicht geschlafen hatte.
Dafür schleppte mich Mats auf die Geburtstagsfeier von Mario. Der Essenssaal war schon feierlich geschmückt und es herrschte eine ausgelassene Stimmung. Ich spürte wie mein Magen rebellierte, als ich das Essen roch. Ich hatte keinen Appetit. Neben dem Geburtstagskind saß Marco. Die beiden wirkten vertraut, sehr sogar. Sie sahen sich verschmitzt an, stupsten sich ins Gesicht und tauschten feurige Blicke aus. Plötzlich erinnerte ich mich an das, was mich Lu gefragt hatte. Sie beide gemeinsam zu sehen, brachte den Schmerz in mir wieder hoch.
Bevor ich sie aufhalten konnte, rollte schon die erste Träne über meine Wange. Ich stand abrupt auf und verließ mit schnellen Schritten den Saal. Zu meiner Verwunderung kam mir keiner hinterher. Mats musste wohl gesehen haben, dass ich angefangen hatte zu weinen, und wusste, dass ich allein sein wollte.
Ich ging nach draußen, an den Strand, um meine Gedanken zu sortieren. Lu war oben, in unserem Zimmer. Ich sollte nach oben gehen, und ihm alles erklären. Doch wahrscheinlich schlief er. Zusätzlich konnte ich mich immer noch nicht durchringen, die Worte auszusprechen. Doch einen Tag wie heute wollte ich nicht nochmal erleben. Auch wenn ich aus dem Gespräch mit einem gebrochenen Herzen gehen würde, würde dann die Ungewissheit ausfallen. Und die Fronten wären geklärt und wir müssten uns nicht mehr aus dem Weg gehen. Denn das war es vor allem: ich wollte in seiner Nähe sein.
Langsam stand ich auf. Ich würde nach oben gehen, beschloss ich. Falls er wach war, könnten wir dann reden. Wenn nicht ... ja das entschied ich dann.
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Kurzgeschichte Lukasz x Marcel
FanfictionFußball-Pairing: Eine Geschichte über die Liebe zwischen Lukasz und Marcel „Du bist bequem Wladi", sagte ich und versuchte, mein leises Lachen möglichst cool klingen zu lassen. „Du liegst auch halb auf mir drauf", antwortete mein Lieblingspole, doch...