Ich hatte gespürt, wie die Anspannung von Lu abgefallen war, aber auch ich spürte merklich, dass Erleichterung mich erfasst hatte. Wie ein Lauffeuer sprach sich die Nachricht rum. Auch Marco und Mario hielten Händchen, sodass ich davon ausging, dass auch von den beiden die Jungs schon wussten.
Die Party begann und wir hatten Spaß. Zuerst unterhielten wir uns mit unseren Freunden, irgendwann ging Musik an. Jadon packte seine Tanzskills aus, was alle Versammelten brüllen ließ vor Lachen. Lu und ich suchten immer wieder den Körperkontakt, neckten uns und lächelten uns verliebt an.
Als die Sonne sich dem Horizont zuneigte, veranstalteten wir ein kleines Volleyball-Turnier, welches meine Mannschaft verlor. Lukasz wurde zweiter, aber Mats' Mannschaft, gewann, was Lu und mich beide ärgerten, weil normalerweise wir beide gegen ihn gewannen.
In den nächsten Stunden zog dieser uns immer wieder damit auf. Bald schon aber verging ihm das Gespöttel, da das Quiztaxi-Ergebnis bekannt gegeben wurde. Lu und ich hatten gewonnen. Wir amüsierten uns köstlich über das Gemotze von Mats.
Irgendwann, weit nachdem die Sonne schon untergegangen war, fanden wir uns in einem Kreis wieder und spielten diverse Partyspiele. Der Trainerstab hatte sich zurückgezogen, sodass wir unter uns Jungs allein waren. Lu lag in meinen Armen und schnurrte schon fast, so zufrieden sah er aus. Und ich war glücklich, weil er glücklich war. Und natürlich auch, weil ich ihn so nah bei mir hatte. Einmal musste er beantworten, ob er mit mir schon geschlafen hätte, was mich zum Lachen brachte, ihn aber rot anlaufen ließ. „Noch gar nicht man", grummelte er dann. Ich sah die Enttäuschung in den Gesichtern meiner Kollegen, da sie bestimmt noch weitere Fragen in die Richtung gefragt hätten. Was mich noch mehr zum Lachen brachte.
Es war weit nach Mitternacht, als die ersten sich verabschiedeten. Marco und Mario verschwanden zuerst, was ihnen Pfiffe und anrüchige Kommentare einbrachte. Nach und nach kehrte Ruhe ein, bis Lu und ich alleine am Strand saßen.
Wir nutzen die Zweisamkeit, um noch näher zusammenzurücken. Wir schwiegen eine Weile und genossen die Nähe des anderen. Ich küsste ihn auf die Stirn, woraufhin er sich zu mir umdrehte. Seine Augen strahlten mich an und es verschlug mir fast den Atem.
„Du bist so wunderschön", flüsterte ich.
Er lächelte schüchtern und senkte den Blick. „Das Gleiche denk ich mir auch immer, wenn ich dich sehen", flüsterte er zurück.
Er sah mich wieder an. In seinen Augen lag so viel Liebe, dass mein Herz Saltos schlug. Ich zog ihn noch näher zu mir ran und küsste ihn. Leicht, liebevoll. Er öffnete seine Lippen und ich verlor mich in seinen Berührungen. Eine Ewigkeit später lösten wir uns voneinander. „Ich liebe dich", sagte Lu leise. Mein Herz machte einen Sprung. Plötzlich schien es, als würde ich in Flammen stehen. Ich hätte anfangen können zu weinen vor Freude. Es bedeutete mir mehr als alles, das zu hören. Von dem Mann, den ich mehr als alles andere liebte. „Wladi...", sagte ich, dann war es um uns geschehen. Wir küssten uns. Stürmisch, leidenschaftlich.
Wir waren so eng aneinander gepresst, dass kein Blatt mehr zwischen uns gepasst hätte.
Die Welt hörte auf, sich zu drehen und ich hörte auf, zu denken.
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Kurzgeschichte Lukasz x Marcel
FanfictionFußball-Pairing: Eine Geschichte über die Liebe zwischen Lukasz und Marcel „Du bist bequem Wladi", sagte ich und versuchte, mein leises Lachen möglichst cool klingen zu lassen. „Du liegst auch halb auf mir drauf", antwortete mein Lieblingspole, doch...