4. Eine gefährliche Mission

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„Was ist denn das? Dieses Gebäude hatte doch vorhin nur zwei Stockwerke?", fragte ich verwirrt. „Das ist die angeborene Sphäre eines Lebewesens", sagte Megumi schockiert. „Die Tatsache, dass er diese manifestieren kann, bestätigt dass es sich um einen Fluch des Sonderrangs handelt." „Hey wo ist denn die Tür hin?", fragte Yuji verwirrt. „Keine Sorge, der weiße Höllenhund, hat sich den Geruch gemerkt und kann uns den Weg nach draußen weisen." Nobara und Yuji knuddelten ihn, während ich über ihre Reaktion schmunzelte.

Als wir im nächsten Raum ankamen, sahen wir drei entstellte Leichen. Geschockt über den Anblick drehte ich mich zur Seite und atmete ein paar Mal tief durch. Nachdem ich mich wieder etwas gefasst hatte, bemerkte ich, dass Yuji und Megumi sich stritten. „Hey jetzt beruhigt euch mal wieder. Wir müssen wachsam bleiben, der Fluch ist bestimmt hier in der Nähe", versuchte ich die Beiden zur Vernunft zu bringen. Doch sie stritten sich weiter. Nun versuchte es Nobara und schrie die Beiden an. Plötzlich fiel sie durch ein Loch, welches sich soeben im Boden gebildet hatte und gleich drauf wieder verschwand. „Was zum? Nobara?", rief ich überrascht und starrte auf den Boden. Ich rückte aus Angst näher an Yuji und Megumi heran.

Im Augenwinkel konnte ich etwas erkennen, was uns alle erstarren ließ. Die Gestalt des Fluchgeistes tauchte wie aus dem nichts auf und starrte uns nun an. Yuji war der Erste, der sich wieder bewegen konnte. Er zog sein Fluchmesser und versuchte den Geist damit zu attackieren. Innerhalb von einer Sekunde verlor Yuji seine Hand. So schnell konnte ich gar nicht reagieren, um meine Barriere auszuweiten. „Yuji", schrie ich, löste meinen Gürtel und zog ihn an seinem Arm fest um die Blutung zu stoppen. „Scheiße, es tut mir so leid. Ich konnte gar nicht reagieren", entschuldigte ich mich mit zitternder Stimme bei ihm. „Ist nicht schlimm, du kannst nichts dafür. Megumi du nimmst Kisara mit und zusammen sucht ihr Nobara. Wenn ihr draußen seid, gebt mir ein Zeichen und ich lasse Sukuna raus." „Auf keinen Fall", rief ich und ging einen Schritt auf ihn zu. „Ich lasse dich hier nicht zurück. Wer weiß wie lange es dauert, um Nobara zu finden. Megumi schafft das alleine, er ist stark genug. Du allerdings beherrschst noch keine Fluchtechniken." „Aber...", setzte er an, wurde jedoch von Megumi unterbrochen. „Kisara hat Recht. Objektiv betrachtet, ist das die beste Strategie." „Hast du sie noch alle? Wer weiß was Sukuna mit ihr anstellt wenn ich ihn rauslasse", schrie Yuji ihn an. „Er kommt doch gar nicht an mich ran, du Blödmann. Er kann mir nichts tun", schrie ich anstelle von Megumi zurück und wendete mich dann an ihn. „Megumi, geh. Wir kommen hier klar, ich verspreche es." Er nickte knapp und verschwand dann.

Ich übertrug immer wieder meine Barriere auf Yuji, als dieser angegriffen wurde. Allmählich spürte ich, wie ich immer schwächer wurde. Jujutsu in einem Kampf zu benutzen ist anstrengender als gedacht. „Kannst du noch?" „Ja, es geht schon. Ich halte das schon aus.", antwortete ich erschöpft. Er bemerkte, dass ich log und mit meinen Kräften langsam am Ende war. „Scheiße, warum bist du nur so verdammt stur? Du hättest mit Megumi mitgehen sollen." Ich lachte und antwortete leise: „Da haben wir ja was gemeinsam. Du bist mindestens genauso stur wie ich." Unsere Unterhaltung wurde von dem Heulen eines Hundes unterbrochen. Megumi's Zeichen, er hatte Nobara also gefunden. Yuji schaute mich unschlüssig an. „Mach dir keine Sorgen, ich komm schon klar. Sukuna ist unsere letzte Chance hier einigermaßen heil rauszukommen." Er nickte und war noch immer unsicher, doch kurz darauf verändert sich sein Körper und die schwarzen Male erschienen wieder.

Im nächsten Moment stand ein grinsender Sukuna neben mir. „Hallo meine Schöne, ich freue mich, dich wieder zu sehen", säuselte er. Ich verdrehte die Augen: „Ja, wer's glaubt." Kurze Zeit schien er zu überlegen, bevor er sich an den Sonderfluch wendet. Dieser schaute verwirrt drein und schien vor Sukuna Angst zu haben. „Komm mal mit, wir gehen ein paar Blagen abmurksen." Schockiert weiteten sich meine Augen: „Hast du sie noch alle? Das werde ich nicht zulassen." Ich blieb vor ihm stehen und sah ihm fest in die Augen. Doch er setzte nur ein fieses Grinsen auf.

König und Königin der Flüche (Ryomen Sukuna x Oc)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt