2008 Kapitel 14

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Vor einem guten Jahr wurde ich gefunden. Die letzten Monate vergingen relativ schnell und dafür war ich dankbar. Aber ich wurde auch mit jedem kühler. Liam hatte ich nicht mehr gesehen. Ob er mir aus dem Weg ging wusste ich nicht, ich hoffte es einfach.

Mittlerweile durfte ich etwa einmal die Woche die Basis verlassen. Dies war jeweils das Highlight für mich. Es war nicht viel, aber für mich war es das Beste, was mir im letzten Jahr passierte.

Gerade war ich wieder draussen unterwegs, als ich an einem Elektronik Schaufenster vorbei lief. Drin befand sich ein Fernseher, in welchem gerade die Nachrichten gezeigt wurde. "Tony Stark ist am Leben. Nach dem er entführt wurde, konnte er selbstständig fliehen und kam so gut wie unbeschadet zurück. Auch überraschte er mit Neuigkeiten zu Stark Industries...", sprach die Moderatorin. Stark? War er vielleicht mit Howard verwandt? Diesen Namen hatte ich schon lange nicht mehr gehört. Howard war ein toller Mann, hatte immer auf mich aufgepasst und mich unglaublich angespornt, nachdem Abraham es nicht mehr konnte. Man wie ich es vermisste mein Gehirn zu brauchen. Seit ich in New York war, hatten sie mich an nichts mehr maschinelles gelassen.

"Baker?", erklang es plötzlich durch meinen Ohrstecker von einem Agenten, wobei ich leicht zusammen zuckte. Ich musste diesen immer an haben, falls etwas wäre, wie jetzt. Toll wenn man rund um die Uhr überwacht wurde. "Ich höre.", sagte ich knapp und möglichst unauffällig. "Kommen sie zurück und melden sie sich bei Belova." "Verstanden." Damit machte ich mich auf den Weg zurück. Nicht einmal draussen, durfte ich meine Ruhe haben.

Direkt als ich zur Tür reinkam, wurde ich von einem Agenten empfangen. Er drückte mir eine Akte in die Hand und leitet mich zu Yelena. Ich blätterte auf dem Weg durch die Akte und mit jedem Absatz wurde ich ungläubiger. Als ich in den Raum zu Yelena betrat, schoss ich direkt los. "Ich soll etwas von Stark klauen?" Yelena drehte sich etwas überrascht zu mir um. Ich hatte sie wohl bei einer Besprechung gestört. "Du kennst Stark?", fragte sie überrascht. "Nicht diesen, aber ich kannte einen Howard Stark.", antwortete ich auf ihre Frage. Sie kniff etwas die Augen zusammen. Ich sah sie weiter eindringlich an und liess nicht locker. "Das war sein Vater." Howard hatte einen Sohn. Etwas überrascht es mich, das dieser Frauenheld tatsächlich sesshaft werden konnte. Ein kleines Lächeln bildete sich auf meinem Gesicht, als ich meinen Blick wieder über die Akte gehen liess. Aber es verschwand wieder, als ich mich erinnerte, was ich machen sollte. Ich sah zu Yelena hoch. "Gibts ein Problem?", sagte sie in selbstgefälligen Ton. "Natürlich nicht. Wann gehts los?" Sagte ich möglichst monoton. "Heute Abend. Wir überwachen Stark Industries schon länger und wenn wir richtig liegen, ist heute Abend die einzige Möglichkeit." Ich nickte leicht und verliess den Raum, Richtung Trainingshalle.

Ich schlug immer und immer wieder in den Boxsack ein. Bei jedem Schlag versuchte ich meine Wut rauszulassen, auf alles und jeden. Ich wünschte mir oft bei dem Absturz gestorben zu sein. Oder, dass sie mich nie gefunden hätten. Schlag auf Schlag. Ich wollte meine Gedanken frei bekommen. Die Folter jetzt und damals bei Hydra, die Toten durch meine Hand, Steve und Bucky... Ich Schlug immer fester auf den Sack ein. Immer und immer wieder.

 Immer und immer wieder

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