"Wie fühlen sie sich Ms. Baker?", fragte er mit starkem Akzent. I-Ich..", krächzte ich. "Keine Sorge das vergeht. Sie haben lange geschlafen."
"Sie haben etwa 60 Jahre geschlafen, Ms. Baker." Hatte er gerade 60 Jahre gesagt?
Erlebe Mias Geschichte...
Nach der Mission wurde ich direkt wieder in die Folterkammer gebracht. Aber es passierte nichts, es war mittlerweile auch mein Zimmer. Wie gesagt ich wurde nur zwischen Folterkammer und Trainingshalle hin und her gebracht. Noch immer standen nur ein Stuhl und Tisch in dem Raum. Kein Bett oder ähnliches, ich fühlte mich wie ein Tier im Käfig und sie behandelten mich auch so. Aber vielleicht würden sie mir nach dieser gelungenen Mission, etwas mehr Freiraum lassen.
Ich sass am Boden an die Wand gelehnt, wartend darauf das irgendetwas passieren würde. Ich schloss die Augen und seit einer langen Zeit driftete ich in meine Gedanken ab.
*Flashback* Mia
"Also was machen wir heute?", fragte ich an die Jungs gerichtet. "Bar?", gab Bucky fragend als Antwort. "Ist vermutlich das einzig spannende was heute laufen wird.", sagte Steve. "Wow ihr seid ja heute wieder unglaublich motiviert.", kam es sarkastisch von mir. "Kommt schon, Steve ist endlich 21, das sollten wir feiern. Er darf endlich legal trinken. So muss er sich nicht mehr über die Toilette reinschleichen.", sagte ich euphorisch mit einem Grinsen auf dem Gesicht. "Sie hat recht, wir sollten richtig feiern gehen.", sagte nun auch Bucky etwas überzeugter.
"Ja geht doch. Komm schon Steve, man wird nur einmal 21." Doch Steve war noch immer nicht überzeugt. "Ich bin nicht in Feierlaune.", sagte er und lief zurück in sein Zimmer. Ich seufzte "Wir müssen ihn irgendwie hier rausbekommen.", sagte ich nachdenklich.
Ich sah zu Bucky und ich sah auch ihm an, dass er besorgt war. Er legte den Kopf in den Nacken und schien zu überlegen. "Wie habt ihr mich aus dem Zimmer bekommen als... naja." Sein Kopf schnellte nach vorne und er blickte mich überrascht an und grinste dann. «Das könnte funktionieren.", sagte er eher zu sich selbst, als er aufstand und in die Küche eilte.
Was hatte er vor. Was haben sie... Meine Augen weiteten sich.. Oh nein. "Bucky nein, das ist eine blöde Idee.", rief ich ihm nach, als er auf dem Weg zu Steves Zimmer war. Ich lief ihm nach, aber er reagierte nicht auf mich. "Bucky." Er stürmte zur Tür hinein. Steve lag auf seinem Bett mit dem Rücken zu uns. Grosser Fehler nicht auf Bucky zu reagieren. Bucky lief mit einer Schüssel in der Hand auf ihn zu und als er vor dem Bett stand, leerte er diese mit seinem ganzen Inhalt über Steve aus.
"Scheisse spinnst du!", schrie ihn Steve an, als er erschrocken von dem Wasser aufsprang. Er sah Bucky unglaublich wütend an. Ja nette Freunde hatte ich. Sie hatten dies auch bei mir gemacht, als ich nach dem Tod meiner Grossmutter, nicht mehr aus meinem Bett aufstand. Liebevolle strenge nannten sie es. Ich hasste sie dafür, aber es hatte tatsächlich funktioniert.
Steve ist seit dem Tod seiner Mutter vor ein paar Wochen, kaum noch aus seinem Zimmer gekommen. Ich konnte es ihm ja nicht verübeln, ich hatte gleich reagiert, jedes mal aufs neue. Aber es tat ihm nicht gut. Sarah hätte nicht gewollt, dass er so leidet und sich verkriecht.
Sie selbst war eine starke und aufgestellte Person, welche sich von niemandem etwas sagen liess.
Sie hatte mir das beigebracht. Meine Eltern starben, als ich 12 war. Danach hatte ich zwar bei meinen Grosseltern gelebt, aber Sarah hatte mich grossgezogen. Auch für mich war es ein grosser Verlust. Sie hatte in dieser Zeit, eine so grosse Lebensfreude, wir mussten dies für sie weiterführen, das hätte sie so gewollt.
Und ich wusste, dass auch Steve dies im Unterbewusstsein wusste. Wir mussten es ihm nur zeigen.
Ich lief auf seinen Kleiderschrank zu und nahm ihm frische Kleider raus und schmiss sie auf sein Bett. "Umziehen.", befahl ich ihm streng und verschränkte die Arme vor der Brust. Steve sah Bucky noch immer wütend über seine Aktion an, doch Bucky grinste ihn nur schief an. "Wenn du es nicht gleich machst, mach ich es.", sagte ich mit Nachdruck. Er sah nun zu mir und ich sah ihn mit einem Ich-meine-es-ernst-Blick an. Er seufzte und nahm sich die Kleider und verschwand im Badezimmer. Unglaublich das dies funktioniert hatte. Ich lächelte Bucky an und er erwiderte dies.
"Bringen wir es hinter uns", kam es von Steve als er endlich aus dem Badezimmer kam. Wow diese Euphorie. Bucky und ich standen auf und zusammen machten wir uns auf den Weg in die Bar.
"Komm schon, nur ein Tanz.", flehte ich Steve an. "Nein ich will nicht und du weisst ich kann nicht..." Ich liess ihn nicht zu Ende sprechen und zog ihn mit mir auf die Tanzfläche. Steve sah flehend zu Bucky, doch dieser grinste uns nur nach.
"Ich kann das nicht.", lachte Steve. "Nur die Hüfte bewegen, sieht doch gut aus." Das war das erste Mal seit Wochen, dass Steve lachte und Spass zu haben schien. "Ich glaube ich brauch eine Pause." "Komm schon noch ein Lied.", bettelte ich und machte einen Schmollmund. "Gib ihm eine Pause, du bringst ihn sonst noch um.", grinste mich Bucky an, als er sich endlich zu uns gesellte. Steve klopfte Bucky dankend auf die Schulter und machte sich auf den Weg zur Bar. Bucky wollte sich gerade umdrehen, da packte ich ihn am Arm und zog ihn zu mir. "Dann musst du ihn aber vertreten.", schmunzelte ich ihn schief an, was er erwiderte.
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Ich musste lächeln, wenn ich an diesen Abend zurück dachte. Bucky und ich hatten danach noch gefühlt Stunden getanzt. Auch Steve stiess nochmal dazu und es war einer der lustigsten Abenden, die wir je hatten. Alles war unbeschwert... Alles war normal.
Doch alles änderte sich an nur einem Abend...
~~
Irgendwann driftete ich endlich in einen erlösenden Schlaf ab. Schlafen war die einzige Möglichkeit allem für eine gewisse Zeit zu entkommen. Aber nicht immer. Denn oft warteten Erinnerungen oder Alpträume auf mich...
Tut mir leid das so lange nichts kam. Ich hatte einen kleinen Reitunfall und einerseits konnte ich mit meiner Hand nicht schreiben und anderer Seits konnte ich nicht sitzen ;)