"Wie fühlen sie sich Ms. Baker?", fragte er mit starkem Akzent. I-Ich..", krächzte ich. "Keine Sorge das vergeht. Sie haben lange geschlafen."
"Sie haben etwa 60 Jahre geschlafen, Ms. Baker." Hatte er gerade 60 Jahre gesagt?
Erlebe Mias Geschichte...
"Hände höher!", schrie mich mein Trainer an, bevor er zu zwei weiteren Schlägen gegen mich ausholte. Beide wehrte ich gut ab und schlug zurück. Die Schläge werte er aber auch ab. Ich trat ihm mit dem Fuss in die Seite, sodass er einknickte. Ich zögerte einen Moment, dies nütze er aus und warf mich zu Boden. "Verdammt.", fluchte ich wütend über mich selbst und schlug auf den Boden. "Was soll das Baker, niemals zögern. Zeig nie Mitleid, verstanden. In einem echten Kampf kann das deinen Tod bedeuten!", sagte er mir ernst. "Ich wollte nicht..." Er unterbrach mich. "Keine Gefühle Baker, stell sie ab! Nochmal.", schrie er mich an.
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Ich stellte mich wieder vor ihn hin und ging in Ausgangsposition. Er ging direkt auf mich los, die Schläge werte ich ab. Keine Mitleid Mia. Ich holte zu gegen Schläge aus, welche er erst abschirmte. Aber dann traf ich mit einem Schlag auf seine Brust, er verlor das Gleichgewicht. Dies nützte ich aus und trat ihm die Füsse weg. Am Boden fixierte ich seinen Arm auf dem Rücken.
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"Geht doch. Das wars für heute, ich sehe dich morgen wieder." "Okay." Damit verliess er die Trainingshalle. Klatschen erklang vom anderen Ende der Halle. Ich schnellte herum und erblickte Liam. "Du wirst immer besser.", sagte er mit einem Lächeln. "Danke, es war aber eine ziemliche Umstellung. Die Kampfarten haben sich auch verändert." "Zum besseren hoff ich." "Das liegt im Auge des Betrachters.", zwinkerte ich ihm zu. "Morgen Schiesstraining?", fragte er. Ich wollte gerade zum Reden ansetzten, da wurden wir durch eine weiter Person unterbrochen.
"Das wird wohl ausfallen. Für eine Weile, um genau zu sein." Ich blickte in die Richtung der Stimme und erblickte Pawlow. Ich sah ihn überrascht und verwirrt zugleich an. "Wie bitte?" "Sie werden nach Amerika versetzt. New York, um genau zu sein. In einer Woche geht's los." Ich sah ihn noch immer überrascht an. Liam ging es nicht anders. "Sie auch Turner." Damit drehte Pawlow sich um und verliess den Raum. "Was war das denn?", fragte er mich ungläubig. "Keine Ahnung, aber es scheint als würden wir nach Hause gehen." Ein bisschen freute ich mich zu sehen, was aus meiner Heimat geworden war. Andererseits gibt es dort so viele Dinge, die mich an die schlimmsten Tage meines Lebens erinnerten. Ich war jedenfalls froh, dass Liam mitkommen würde. Wir haben uns in den letzten Wochen immer mehr angefreundet und verstanden uns sehr gut.
Ich war jetzt vor 9 Wochen aufgewacht. Und fühlte mich hier immer wohler. Mein Kampftraining hatte begonnen und lief augenscheinlich ziemlich gut. Mein Trainer war sehr streng, aber das machte mir nichts aus. Peggy war schon hart mit mir und ich hatte immerhin zwei Jahre lang fast täglich Training bei ihr. Aber ich denke, dass ich noch immer so fit war, lag nicht daran, sondern an Schmidts Experiment. Je öfter wir trainierten, desto mehr wurde mir bewusst, dass ich einige Ähnlichkeiten zu Captain America hatte. Ich war übernatürlich schnell und stark. Beides versuchte ich aber nicht zu zeigen, ich wollte nicht, dass sie dies über mich wussten. Was nicht gerade einfach war.
Auch meine Kräfte hatte ich nie mehr benutzt und niemand wusste etwas darüber. Ich wusste ja selbst nicht was ich konnte. Mein Russisch wurde auch täglich besser, auch wenn es langsam voran ging. Russisch ist eine unglaublich komplizierte Sprache. Nicht unbedingt grammatisch, sondern eher schriftlich. Auch mit Liam arbeitete ich noch viel und mittlerweile viel mir alles relativ leicht. Ich war so gut, dass ich wieder mit Iwan arbeiten durfte und dies machte mir sehr viel Spass. Ich konnte wieder tun was ich liebte.
~~
"New York also. Da war ich das letzte Mal, als ich klein war.", sagte Liam und nahm einen Schluck aus seinem Bier. Wir sassen oft abends zusammen und redeten über alles Mögliche. Ich lachte kurz auf. "Süss, ich war das Letze mal vor 64 Jahren da." Wir mussten lachen. "Na gut hast gewonnen." Ich stiess belustigt die Luft aus. Kurz darauf wurde er ernster. "Alles gut?", fragte ich ihn deshalb. "Darf ich dich etwas fragen?" Ich sah ihn fragend an. "Ehm, klar." "Du musst auch nicht antworten, wenn du..." "Frag schon.", forderte ich ihn auf. "Okay..., wem gehörte... die Kette?" Ich hielt für einen Augenblick die Luft an. Mein Blick wurde trauriger. In den letzten Wochen musste ich weniger an meine Vergangenheit denken. Die ganze Arbeit, das Training hatte mich gut abgelenkt. Gut ich hatte mit Absicht so viel gearbeitet, um genau dies zu vermeiden.
"Ist schon okay, du musst nicht..." "Nein, alles gut.", unterbrach ich ihn mal wieder. "Sie ist von... einem guten Freund.", sagte ich bedrückt. "Nur ein Freund?", hackte er vorsichtig nach. "Naja, er war mein bester Freund, aber... als er sie mir gab, war er... mehr als das." Ich spürte wie langsam Tränen in meine Augen stiegen. "Wann hat er sie dir gegeben?" Er fragte noch immer sehr vorsichtig. "Bevor er wieder in den Krieg zog. Sie waren über ein Jahr weg." "Sie?" "Das Howling Commands." Sein Blickt erhellte sich. "Er war beim Howling Commands? Wie hiess er?" Ich zog die Kette hervor und nahm sie in die Hand. Ich strich mit dem Daumen über seinen Namen. "James Buchanan Barnes." Ich hatte seinen Namen so lange nicht mehr gehört. Nun floss die erste Träne meine Wange hinunter, doch ich wischte sie gleich wieder weg.. Ich sah hoch zu Liam. "Sergeant Barnes?" Ich nickte. "Er starb auf der Zola Mission, nicht wahr?" Ich nickte wieder und nun flossen die Tränen und ich begann zu schluchzen. Liam stand auf, kam neben mich und nahm mich in den Arm. Ich erwiderte es direkt. "Tut mir leid..." Ich sagte nichts mehr. Ich genoss die Umarmung. Das war die erste Körperliche Nähe, seit ich aufgewacht war. Und es tat gut einen Freund gefunden zu haben. Doch war es gut wieder jemandem näher zu kommen? Alle die ich mochte und liebte starben. Ich schien das Unglück nur so anzuziehen...
Eng umschlungen sassen wir eine Weile nur da, es tat gut einfach mal alles hinaus zu weinen. Es hatte sich so viel angestaut in den letzten Wochen. Ich konnte auch nie wirklich um... Bucky trauern. Alles verlief damals schon so schnell... Ich vermisste ihn unglaublich. Da hatten wir uns endlich unsere Liebe gestanden und dann...