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Yoongi POV

Mit großen Augen sehe ich den aufgebrachten Jungen an. "Tut mir leid." flüstere ich und jetzt scheint ihm die ganze Situation bewusst zu werden. "Majestät, es-" "Schon gut." meine ich lächelnd und starre das Fleisch in meiner Hand an. "Du hast recht, ich hätte dir Dankbarkeit zeigen sollen." Noch immer lächel ich. "E-es tu-t mi-r l-l-le-id, M-ajes-jestä-ät." sagt er angestrengt, weshalb ich zu ihm schaue. Schockiert muss ich feststellen, dass sich meine Hand an seiner Kehle befindet und ihm die Luft abschneidet.

Sofort ziehe ich sie zurück, weshalb der Junge sich keuchend auf dem Boden windet. "Jimin!" Ich rücke näher zu ihm, weshalb er sich ängstlich von mir entfernt. "B-bitte vergibt mir, d-dass ich Euch a-angeschrien habe, M-Majestät." wimmert er und hält sich schützend seine Arme vor sein Gesicht. Was habe ich getan? "Jimin?" frage ich unsicher, doch von dem Jungen entweicht nur ein schluchzen. "Schau mich an, Jimin." Zögerlich kommt er meiner Aufforderung nach und schaut mich ängstlich an. Sofort ziehe ich ihn in eine sanfte Umarmung, weshalb sich sein ganzer Körper anspannt.

Mit einem Seufzen fahre ich über seinen Rücken und nach einiger Zeit entspannt er sich wieder. Doch nun beginnt er Pausenlos zu husten, weshalb ich ihm etwas Wasser gebe und zart über seinen Hals fahre. Würgemale sind bereits zu sehen und fest schlucke ich. "Es tut mir so leid." flüstere ich mit brüchiger Stimme. "Ma-jestät-" fängt er an, doch ich lege ihm meinen Finger auf seine Lippen. "Rede nicht. Ich weiß, dass es schmerzt." Also starrt er mich stumm an.

"Es tut mir leid, Jimin. Du hattest recht, ich hätte mich bedanken sollen, nein, ich hätte viel mehr als das. Du hast alles, was du besaßt, für mich ausgegeben und ich bringe dich fast um." Mir steigen Tränen in die Augen, doch ich halte sie zurück. Ich bin Schuld an allem, da darf ich mich nicht in die Opferrolle drängen. Ich wage es nicht ihn anzusehen und blicke zu Boden, als ich plötzlich eine Hand in meinen Haaren spüre.

Überrascht schaue ich wieder zu dem Jungen auf. Schweigend streicht er über meinen Kopf und spielt mit einzelnen Haarstränen. Sanft umgreife ich sein Handgelenk und hindere ihn somit an seiner Tätigkeit. Als ich jedoch keine Anstalten mache etwas zu sagen, fährt er fort.

Seufzend lehne ich meinen Kopf an seine Schulter und streiche ihm über seinen Rücken. "Warum machst du das?" flüstere ich, woraufhin er leicht mit den Schultern zuckt. "Es tut mir leid." entschuldige ich mich erneut, obwohl ich ganz genau weiß, dass Entschuldigungen meine Taten nicht ungeschehen machen werden und wieder gut machen erst recht nicht.

"Hasst du mich jetzt?" Energisch schüttelt der Junge den Kopf. "Wie-so sollte i-ich?" bringt er ächzend hervor, weshalb ich ihn ungläubig ansehe. Tatsächlich scheint er es ernst zu meinen. Zart fahre ich über seinen Hals, weswegen er stark zusammenzuckt und mich ängstlich anschaut. Sein Atem beschleunigt sich etwas und ich spüre einen leichten Druck auf meiner Brust.

Sofort nehme ich meine Hand von seiner Kehle und entferne mich etwas von ihm. "Was hat diese Reaktion dann zu bedeuten?" "N-nur weil ich A-ngst vor Euch ha-abe, bedeutet das n-icht, dass ich Eu-ch hasse." bringt er hustend hervor, weshalb ich ihn überrascht ansehe. Für mich war es immer so, dass alle, die Angst vor mir haben, mich gleichzeitig auch hassen.

"W-wenn es Euch un-unangenehm ist, kann ich ge-hen." Ich schüttel den Kopf. "Wenn dann sollte ich gehen. Immerhin ist das alles meine Schuld." Jimin will gerade etwas erwidern, als er erneut anfängt zu husten. Dieses Mal spuckt er jedoch Blut dabei.

Majesty || YoonminGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt