✩[6]✩

149 10 0
                                        

Yoongi POV

Im Augenwinkel sehe ich, wie Namjoon leicht zusammen zuckt. "Wer schließt sich der Aussage von Herr Sung?" Alle, bis auf Herr Lee, melden sich. "Ich höre immer auf meine Berater-" Ich sehe wie Namjoon seine Hände zu Fäusten ballt. "-deshalb möchte ich von Ihnen, Lee, wissen, weshalb Sie nicht gegen meine Entscheidung sind." "Es macht politisch und wirtschaftlich keinen Unterschied ob ein Mann mit einer Frau oder einem anderen Mann schläft. Es schadet keinen Menschen, doch wenn diejenigen glücklich sind, ist es eigentlich nur ein Vorteil, wenn das Gesetz nicht existiert." "Aber alleine die Vorstellung ist widerlich!" meint Herr Sung sofort. Nun mische auch ich mich wieder ein.

"Ich glaube, es ist nicht wirklich vorteilhaft für Ihre Seite, Herr Sung, wenn Sie zugeben, dass sie sich vorstellen mit einem Mann zu schlafen und das mehrmals." Sein Auge beginnt zu zucken. "Da ich der selben Meinung bin, wie Herr Lee, höre ich nun auf meinen Berater und nehme meinen Befehl nicht zurück. Und jetzt verbreitet die Nachricht, welche ich euch gegeben habe." Sie erheben sich und gehen, nachdem sie sich verbeugt haben.

"Danke." meint Namjoon leise, als alle weg sind. Mit einem leichten Lächeln drehe ich mich zu ihm. "Bedank' dich nicht dafür, das war ich dir schuldig." Er schüttelt den Kopf. "Du warst mir noch nie etwas schuldig, ich bin derjenige, der dir etwas schuldig ist. Obwohl ich dich hintergangen habe, änderst du für mich ein Gesetz und rettest sowohl mein Leben, als auch meine Beziehung. Ich weiß gar nicht, wie ich das alles wieder gut machen kann."

Mit großen Schritten gehe ich auf meinen besten Freund zu. "Sei in Zukunft einfach ehrlich zu mir und sag Bescheid, wenn dich etwas bedrückt. Die Situation von gestern will ich nicht noch einmal erleben." Er schluckt. "Ich weiß nicht, ob ich mich dir wirklich anvertrauen kann." meint er unsicher, weshalb ich verstehend nicke. "Versuch' es bitte einfach, okay?" Er nickt, weshalb ich ihn in eine kurze Umarmung ziehe. "Und jetzt geh' zu deinen Freund, ihr habt heute frei." Überrascht sieht er mich an. "Ich dachte du kannst Jin nicht leiden." "Kann ich auch nicht." sage ich stumpf und verlasse den Saal.

Ohne mir die Mühe zu machen, mich umzuziehen, verlasse ich den Palast und gehe zu den Ort, wo ich mich gestern mit Jimin unterhalten habe. Zu meiner Überraschung liegt er dort im Gras und schaut in den Himmel. Leise schleiche ich mich zu ihm. "Dieser Ort ist wirklich wunderschön." sagt er zu sich selbst, weshalb ich beginne zu lächeln. Letztendlich entschließe ich mich dazu, mich bemerkbar zu machen. "Freut mich, dass er dir gefällt." sage ich. Sofort schnellt sein Kopf zu mir und er steht auf. "Guten Morgen, Eure Majestät." meint er und verbeugt sich tief, weshalb ich ihm deute, sich wieder aufzurichten.

"Guten Morgen, Jimin." sage ich, als er normal steht, und verbeuge mich ebenfalls leicht vor ihm. Geschockt starrt der Junge mich an. "Warum verbeugt Ihr Euch?" Lächelnd sehe ich ihn an. "Hast du doch auch gemacht." "Aber Ihr seid der König! Das ist doch erniedrigend für Euch, wenn Ihr Euch vor jemanden wie mir verbeugt!" Mein Lächeln fällt, weshalb er ängstlich schluckt. "Kannst du bitte aufhören, mich daran zu erinnern?" seufze ich bedrückt. Er nickt und wir setzen uns, wie gestern, auf die Wiese.

Es entsteht eine angenehme Stille, weshalb ich beginne die gestrigen Geschehnisse zu verarbeiten. Ich habe meinen besten Freund in den Selbstmord getrieben. Der Mensch, der seit Jahren an meiner Seite ist, war kurz davor sich wegen mir das Leben zu nehmen. Meine Augen füllen sich mit Tränen und leise beginne ich zu weinen. Sofort spüre ich zwei Arme um meinem Körper und Jimin zieht mich in eine sanfte Umarmung. Schluchzend kralle ich mich in seine Schulter und zärtlich streicht er über meinen Rücken.

Majesty || YoonminGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt