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Yoongi POV

Langsam beruhige ich mich doch aus der Umarmung löse ich mich nicht. Schon lange habe ich mich nicht mehr so geborgen gefühlt und auch Jimin scheint nichts dagegen zu haben. "Wollt Ohr darüber reden?" flüstert er, weshalb ich den Kopf schüttel. "Ich will dich nicht mit meinen Problemen nerven." "Ihr nervt mich damit doch nicht! Außerdem ist es immer besser, wenn man jemanden seine Sorgen erzählt." Soll ich es ihm sagen? Ich kenne ihn doch gar nicht, aber irgendetwas an ihm gibt mir das Gefühl, dass ich ihm vertrauen kann.

"Er wollte sich umbringen." Der Junge zieht scharf die Luft ein. "Er stand an der Klippe, er ist gesprungen und das nur wegen mir. Er war immer für mich da und als dank treibe ich ihn in den Selbstmord. Ich konnte ihn retten, ich konnte seine Beziehung retten, doch der Gedanke, dass mein bester Freund sich wegen mir beinahe umgebracht hat, ist unerträglich." Jimin streicht über meinen Kopf. "Ich bin mir sicher, dass er Euch verzeihen wird, Eure Majestät." Ich nicke. "Er meint, er habe mir bereits verziehen, doch ich kann mir nicht vergeben. Ich bin sowohl ein schlechter Mensch, als auch ein schlechter König."

Der Junge legt sein Kinn auf meinem Kopf und streicht mir wieder über meinen Rücken. "Ihr seid kein schlechter König. Seit Ihr auf dem Thron sitzt, gibt es weniger Kriminalität und wirtschaftlich ist das Land ebenfalls aufgestiegen. Und ein schlechter Mensch seid Ihr ebenfalls nicht. So, wie ich Euch jetzt kennenlernen durfte, bin ich mir sicher, dass Ihr ein einfühlsamer und guter Mensch seid. Ihr kümmert Euch um Euren besten Freund und auch mich habt Ihr verschont, obwohl ich laut Gesetz gefoltert und enthauptet werden müsste. Jeder macht Fehler, das ist einfach menschlich und auch Ihr seid ein Mensch. Also macht Euch bitte keine Vorwürfe mehr, denn Ihr seid weder ein schlechter König, noch ein schlechter Mensch."

Mit Tränen in den Augen schaue ich zu ihm auf. "Meinst du das ernst?" "Natürlich meine ich das ernst, warum sollte ich sonst so etwas sagen?" Vor Freude beginne ich zu lächeln und eine Träne fließt über meine Wange. Seine Hand streicht zart über meine Wange. "Jetzt weint doch bitte nicht schon wieder. Ich mag es nicht Euch weinen zu sehen." Ich nicke und schließe meine Augen, um seine zarten Berührungen zu genießen.

Langsam wandert seine Hand zu meiner Narbe, doch dieses Mal halte ich ihn nicht auf. Sanft fährt sein Finger über mein Auge. "Ich mag sie." flüstert er leise. "Sie lässt Euch irgendwie gefährlich und stark, aber auch verwundbar wirken." Erschöpft lehne ich mich an den Jungen an. Das ganze Weinen hat mir meine Kraft geraubt und schlafen konnte ich auch nicht richtig. Er scheint dies zu bemerken, weshalb er uns so positioniert, dass ich mit dem Kopf auf seinem Schoß liege. "Schlaft ruhig ein, das wird Euch gut tun." Und schon falle ich in einen erholsamen Schlaf.

Als ich wieder aufwache, blicke ich in das zarte Gesicht des Jungen. Er starrt gerade aus und streicht mir durch meine Haare. In diesem ruhigen Moment nutze ich meine Chance und schaue ihn mir genauer an. Er hat volle, rosane Lippen; eine kleine Nase und lange, schwarze Wimpern. Meine Hand fährt zu seinen Haaren und, ohne darüber nachzudenken, fahre ich durch diese. "So weich." murmel ich. Gedankenverloren spiele ich mit seinen weichen Haaren.

"Ihr mögt es wohl mit Haaren zu spielen." "Du doch auch." erwidere ich schmollend, weshalb er lacht. "Ich habe auch nie etwas anderes behauptet, Eure Majestät." Ich seufze. "Ich habe doch gesagt, dass du mich nicht an meinen Status erinnern sollst." "Wie soll ich Euch sonst nennen? Mein Herr? Meister?" fragt Jimin schmunzelnd. Kurz überlege ich. Was wäre gut, wenn ich mich wie ein normaler Mensch fühlen will?

"Yoongi, einfach nur Yoongi."

Majesty || YoonminGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt