22. Kater

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Ich kuschelte mich ein und war nach wenigen Minuten auch schon eingeschlafen. Diese Nacht träumte ich und zwar, dass ich mit Luis und Tim im Urlaub bin. Irgendwo zwischen Palmen und Meer, ich verstand mich mit beiden blendend und wir hatten einen guten Draht zueinander. Keiner machte dumme Anspielungen oder versuchte mich rum zu bekommen, warum kann das nicht im echten Leben auch so sein? Einfach Freunde die Zeit miteinander verbringen.

Ich wachte auf, Tim neben mir schlief noch. Es musste für ihn spät gewesen sein, ich habe ihn jedenfalls nicht gehört als er ins Bett gekommen ist. Ich versuchte mein Glück leise aufzustehen, dabei fiel mir leider mein Handy, welches ich mitnehmen wollte vom Nachttisch. Tim kümmerte es Gott sei Dank wenig, ich vernahm nur ein kurzes Stöhnen und er drehte sich um, schlief aber weiter. Ich ging an unseren Kleiderschrank, nahm mir meine Jogginghose raus und wieder mal ein Oberteil von Tim. Frische Unterwäsche und Socken hatte ich mir auch unter den Arm geklemmt und ging ins Badezimmer. 

Mein Schlafshirt schmiss ich auf den Boden, meine Unterhose landete direkt daneben. Ich ging unter die Dusche und es fühlte sich so an, als ob das Wasser all meine Sorgen mit weg trug. Es war total entspannend! Ich stehe einige Minuten nur da und genieße das warme Wasser welches meinen Körper entlang lief, bis ich mich einschäumte und wieder abwusch. Ich trocknete mich ab und schlüpfte in meine Klamotten, kippte das Fenster und putze im Anschluss Zähne. Fertig mit meiner heutigen Morgen Routine schmiss ich die dreckigen Klamotten in den Wäschekorb und entsperrte die Badtür. 

Ich tapste auf leisen Sohlen durchs Zimmer und zog die Tür hinter mir zu. Ich war wohl die einzige die die Augen nicht mehr zu bekam, es war keiner der Jungs zu sehen. Naja, mein Magen machte sich bemerkbar und ich schaute was ich mir zum Frühstück machen konnte. Ich öffnete den Kühlschrank, nichts davon sprach mich wirklich an. Dann wird es wohl ein Obstsalat werden. Ich schloss den Kühlschrank und suchte mir ein Brett, eine Schüssel und ein Messer heraus um alles zu zerkleinern. Ich hörte als ich anfangen will Schritte, ich drehte mich um und sah einem zerzausen Bene in die Augen. 

"Morgen Charlie" rieb er sich die Augen und streckte sich. "Guten Morgen Bene. Na gut geschlafen?" fragte ich nach während der Apfel dran glauben musste. "Ja naja, so lala würde ich sagen. Ich hab nen verdammten Kater" lachte er und lehnte sich neben die Arbeitsplatte. "Das ist zwar nicht geil, aber ne Schmerztablette könne helfen" lächelte ich ihn an. "Da hast du recht, aber so ein Obstsalat würde meinem Körper bestimmt zusätzlich in die richtige Richtung lenken". "Sag doch einfach, Charlie schneid mir auch gleich was mit" verdrehte ich die Augen. "Also gut. Charlie mach auch was für mich mit, bitte" blinzelte er ganz oft nacheinander. "Dann gib mir ne zweite Schüssel" sagte ich und er reichte mir eine aus dem Hängeschrank und nahm danach seine Tablette. Diese Stellte ich auch vor mir hin und teilte das geschnittene Obst auf beide Schüsseln auf. 

Klar das Obst kann Solo auch geil sein aber ich holte noch Joghurt aus dem Kühlschrank und gab etwas mit dazu. "Hier, den machen wir auch noch drüber" stellte Bene mir eine Flasche Ahornsirup hin. Ich kann mir zwar nicht denken, dass das eine gute Kombi ist aber so schlimm wird es schon nicht sein. Ich kippte etwas davon über den Obstsalat und steckte in jede Schüssel noch einen Löffel. Bene hatte in der zwischen Zeit die Balkontür etwas aufgemacht um frische Luft in den großen Wohnbereich zu lassen. 

Wir setzten uns an den Esstisch und aßen unseren Obstsalat. "Wir sollten hier eventuell noch etwas klar Schiff machen" nickte ich in die Küche und den anderen Teil des Esstischs, welcher voller Getränke und krümeln war. "Ja, das sollten wir wirklich. Nicht das noch etwas davon läuft" lachte er. "Solltest du nicht mit Krücken laufen und eine Schiene tragen?" sah er unter den Tisch. Leicht beschämt gab ich ein verlegenes "Das ist immer so anstrengend, meine Hände tun vom Laufen weh und die Schiene schnürt gefühlt alles ab" überdramatisierte ich. "Aber der soll doch wieder ganz werden" ermahnte er mich. "Also gut Dr. Bene ich hol wenn ich aufgegessen hab meine Schiene und meine Krücken, zufrieden" er nickte und mampfte weiter aus der Schüssel. 

Fame by accident? | Elevatorboys FanfictionWo Geschichten leben. Entdecke jetzt