Kapitel 4

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Kapitel 4

Liam's P.o.V.

"Lass uns doch einen Kaffee trinken gehen", schlug ich vor. "Nein." "Doch. Das wird dir gut tun. Und außerdem müssen wir endlich reden!" Ich sah, wie sie mit sich kämpfte. "Ich ... Okay." Verdutzt starrte ich sie an. "Wirklich?", hakte ich nach. "Ich ... Ja. Los, bevor ich mich noch anders entscheide." Langsam nickte ich. "Gut, dann komm", sagte ich. Zusammen gingen wir schweigend zehn Minuten zu einem Straßencafé.

"Einen Kaffee. Schwarz", bestellte Rose kalt. Schwarz? Früher trank sie immer Milchkaffee ... "Ich nehme einen Milchkaffee, bitte." "Also, was wolltest du so dringend mit mir besprechen?" "Es hat sich alles verändert. Wir sind in alle Ecken von Großbritannien verstreut, und-"

"Warte. Wir?" Erstaunt starrte ich sie an. "Ja, wir! Louis, Zayn, Harry und-" "Halt!" Ihre Stimme zittert. "Sag ihn nicht", flüsterte sie. Ich nickte und nahm ihre Hand. Sie zog sie nicht zurück. "Ich werde dir helfen, Rose. Das verspreche ich dir", sagte ich ernst.

Für einen kurzen Moment sah ich Hoffnung in ihren Augen aufflammen, die aber schnell wieder von Verzweiflung überdeckt wurde. Sie lehnte sich wieder in ihren Stuhl zurück. Die Bedienung brachte den Kaffee. Ich nickte ihr zu. "Wir müssen uns doch aussprechen. Ich kann deine Reaktion von damals absolut verstehen. Ich meine, du dachtest, du liegst ein paar Stunden da, aber es war in Wirklichkeit ein halbes Jahr! Das musste wirklich ein Schock gewesen sein ..."

"Du hast ja keine Ahnung, was es für mich bedeutet hat. Du weißt gar nichts. Mein Manager hat mich aus dem Vertrag entlassen. Ihr wart weg. Die Welt hat mich einfach so vergessen! Meine Fans ... Sie hatten sich alle neue Fanbases gesucht. Ich stand ohne Hilfe da. Musste alles alleine durchstehen. Das Krankenhaus, die Reha, die psychologische Betreuung ... Alles. Du hast ja nicht den Hauch einer Ahnung, was das auch nur im Ansatz für mich bedeutet hat. Plötzlich hatte ich niemanden mehr, alle hatten mich verlassen! Ich war vollkommen alleine. Und dann habe ich Josh getroffen. Er hat mir alles gegeben, was ich damals brauchte. Und als er mich gefragt hat, ob ich ihn heiraten will, habe ich Ja gesagt. Warum auch nicht? Ich meine, er hat einen gut bezahlten Job, ein schönes Haus, er ist freundlich und liebt mich. Welchen Grund hätte ich gehabt, abzulehnen?"

Ich sah, wie sie mit den Tränen kämpfte. "Aber du liebst ihn nicht, oder?", fragte ich verständnisvoll und legte ihr einen Arm um die Schultern. Plötzlich sprang sie auf. "Das kann ... Das ist zu viel ... Ich will nicht ... Ich kann nicht ... Ich ... Ich ..." Verzweifelt raufte sie sich durch ihre jetzt braunen Haare. "Warum hast du dich so verändert? Äußerlich, meine ich."

"Ich brauchte etwas neues. Etwas, was mich nicht an die andere Zeit erinnerte. Meine blonden Haare habe ich abgelegt, ich habe sie mir ein ganzes Stück abgeschnitten. Ich wollte einen kompletten Neuanfang, verstehst du?" Sie atmete tief durch, dann setzte sie sich wieder und trank ihren Kaffee aus.

"Ich muss los. Josh wird mich in ein paar Minuten zuhause anrufen, damit er sichergehen kann dass es mir gut geht." Sie erhob sich wieder und wollte gehen, als ich sie am Arm festhielt. Leise zischte sie auf. "Kann ich dich wieder anrufen? Bitte." Lange sah ich ihr in die müden, abgekämpften Augen. Sie zögerte und setzte zu einem Kopfschütteln an, aber daraus verformte sie ein etwas schiefes Nicken.

Ich lächelte. Sie erwiderte es nicht, sondern drehte sich um und ging aus dem Café.

Immerhin ein Anfang, oder?

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Omg, es tut mir total leid dass ich erst jetzt poste, aber ich hatte sooooooo unglaublich viel zu tun, und da blieb einfach keine Zeit zum Schreiben ... Tut mir echt leid:/

In Liebe,

Eva xx

Don't walk away without meWo Geschichten leben. Entdecke jetzt