Kapitel 9

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Kapitel 9

4 Wochen später

"Dad?" "Ja, Rosie?" "Ich bin fertig! Was soll ich als nächstes machen?" "Du kannst die Blumen gießen!" "Okay!"

Ich lief in den großzügigen Garten hinaus. Er war von einem schönen weißen Zaun umgeben, um die Pflanzen, die hier wuchsen, vor Tieren und Menschen zu schützen.

Dort holte ich mir aus dem Gartenhäuschen die grüne Gießkanne, machte sie mit Wasser voll und goss alle Beete.

Auf einmal plingte mein Computer, das Zeichen dafür, dass ich eine E-Mail bekommen hatte. Ich lief zu meinem Laptop hinüber, der im Schatten auf dem Gartentisch stand und auflud.

Ich öffnete meinen E-Mail-Ordner und las mit gerunzelter Stirn die Mail:

Sehr geehrte Mrs. Carter,

wir freuen uns, dass Sie den Flug L-4534 von Rom nach London an Donnerstag, dem 5. September 2013 um 15:30 Uhr, bei unserer Airline gebucht haben.

Ihr Ticket liegt an Schalter 3 für Sie bereit.

Mit freundlichen Grüßen,

UK Airlines

Ich schüttelte den Kopf. Da musste eine Verwechslung vorliegen. Bestimmt hat mich jemand hereinlegen wollen oder so.

Da fiel mir Mom ein. Sie hatte mir vor ein paar Tagen eine SMS geschrieben, dass sie beruflich in die UK musste. Bestimmt hatte sie das Ticket für mich gebucht, damit wir über Josh reden könnten.

Erleichtert, dass ich endlich mit ihr quatschen konnte, zückte ich mein Handy und schrieb ihr eine SMS mit dem Inhalt, dass ich mich auf sie freuen würde.

Ich schickte ab. In Seattle war es zwar gerade erst 01:38 Uhr, aber sie würde die Nachricht sicher morgen früh lesen können.

Ich sah mir nochmal das Abreisedatum etwas genauer an, und erschrak. Am 5. September? Das war doch heute?!

Ich wirbelte herum, stieß dabei versehentlich gegen die Gießkanne, die den ganzen Boden mit Wasser überspritzte, und sprintete nach oben in mein Zimmer.

Dort warf ich alle meine Sachen in meinen Koffer, suchte Geld und Pass zusammen und schrie nach meinem Vater.

In Windeseile erklärte ich ihm alles. Er verstand und nickte. Dann schleppte er ächzend meinen Koffer die drei Treppen hinunter, und lud ihn ins Auto ein.

Zusammen fuhren wir zum Flughafen nach Rom. Dort rollte er mein Gepäck in die Eingangshalle zu Schalter 3.

"Guten Tag!", begrüßte mich eine hübsche Frau mit langen schwarzen Haaren. "Was kann ich für Sie tun?"

"Ich, ähm ...", ich fummelte die Mail heraus, die ich zuhause noch rasch ausgedruckt hatte, und hielt sie ihr hin.

"Ich wollte mein Ticket abholen." Die Frau griff nach dem Papier, las es durch und gab dann etwas in ihren Computer ein. Dann nickte sie, und ein Strahlen ging durch ihr Gesicht.

"Oh, Sie sind das also!", bemerkte sie aufgeregt. "Wer bin ich?"

Ich hielt ihr schon meinen Pass unter die Nase, doch sie schob ihn lächelnd zurück. "Ach nein, Miss, Sie müssen sich nicht ausweisen, das ist alles schon geregelt."

Sie drückte mir das Ticket in die Hand und verabschiedete sich von mir und Dad. Ich starrte sie an. "Was meinen Sie damit? Wer hat das geregelt? Und warum muss ich meinen Pass nicht zeigen? Sie wissen doch nicht, dass ich es bin?"

Don't walk away without meGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt