14. Ferienspaß

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Man bemerkte, dass der Hebst eingebrochen war. Die Tage wurden stürmisch und regnerisch, die Blätter verfärbten sich in ein Orange-braun und in der Sonne war es noch angenehm, aber man musste sich etwas wärmer anziehen. 

Ben und ich verbrachten so viel Zeit wie schon lang nicht mehr. Wir saßen in Decken und Jacken eingepackt draußen, um noch die letzte Wärme der Sonne einzufangen, während wir heißen Tee tranken und picknickten.  

Einen vergleichsweise windstillen Tag konnte Ben mich auch überzeugen, auf einen Besen zu steigen, und etwas mit ihm Quiddicht zu spielen. Ich hatte seit meinem ersten Jahr in Hogwarts nicht mehr auf einem Besen gesessen und war demnach sehr wackelig unterwegs. Ben hingegen, flog wie eine Fee elegant durch  die Luft. Trotzdem achtete er darauf, nicht zu weit entfernt von mir zu sein, um im Notfall mir zu Hilfe eilen zu können. Nach einiger Zeit hatte ich mehr Kontrolle über mein Fluggefährt und wir warfen den Quaffel hin und her. Zu meiner Beruhigung schwebten wir nur ein bis zwei Meter über der Erde, wären wir das taten. Ben beschwerte sich darüber, dass es in der nächsten Zeit keine Quidditchspiele mehr geben würde. 

"Alles was Spaß macht wird verboten." Er warf den Ball in meine Richtung. "Als ob wir nicht schon genug Sorgen haben! Ein bisschen Ablenkung würde uns allen guttun."

"Jackson ist bei dem Quidditchspiel gestorben." Ich trat den Ball zurück. Ben musste weiter weg fliegen, um ihn gerade noch zu bekommen. 

"Und Marie ist beim Weg zum Frühstück gestorben. Wollen sie uns das auch verbieten?" 

Ich fiel fast vom Besen, als ich seinen brutalen Wurf fing. "Ich hoffe nicht. Jeder weiß, dass du eine Gefahr für die Allgemeinheit bist, wenn du nicht frühstückst!"  

"Wenn sie uns auch die Halloween Feier verbieten, dann gehe ich auf die Barrikaden!" Rief er laut, während er Revolutionär seine Hand hob.

"Das glaube ich gern." Halloween war Ben heilig. Aber tatsächlich wurde es ihn das nur durch mich. Ich war zwar kein großer Fan von dem Gruselzeug, aber das Verkleiden war eine meiner Leidenschaften. Seitdem ich mal zu Halloween als ein verrückter Forscher, der zu Hälfte von einer Pflanze gegessen wurde, gegangen bin, hält Ben meine Kostüme und Halloween für heilig. Ich wusste, dass er schon sehr gespannt auf mein Kostüm dieses Jahr war. Das war aber mein best behütetes Geheimnis. Es würde nur den Spaß  verderben, wenn er es schon vorher wüste. 

Wir beendeten das Spiel, nachdem mich eine Windböe vom Besen gefegt hatte. Ich fiel nicht tief, aber es tat trotzdem weh. Ich war nicht mehr der Jüngste. Ben entschuldigte sich so oft dafür, dass ich gefallen war, als ob er den Wind heraufbeschworen hätte. Ich hinkte vom ihm gestützt zum Abendessen. 

Eines Abends saßen wir zusammen in dem übertrieben großen Badezimmer der Vertrauensschüler. Ich wusste nicht, woher Ben wusste, wie man hier reinkam, aber er hatte es als Whirlpool betitelt, und da konnte ich nicht nein sagen. Das Wasser war warm und von überall kamen Seifenblasen her. Es roch angenehm nach Seife.

"Was für ein Luxus. Warum erfahre ich hiervon erst in meinem letzten Jahr?" Entspannt lehnte ich mich zurück.

"Es hat halt Vorzüge, Vertrauensschüler zu sein." Ben spielte mit den Blasen.

"Dabei bist du nicht mal einer!"

"Ha stimmt. Ich bin hier so oft, dass ich das manchmal selber vergessen.", lachte er. 

Ben saß am anderen Ende des Beckens. Ich musste schmunzeln.

"Two Men, sitting in a hot tub. Five feet apart, cause they're not gay!", sang ich leise vor mir her.

Der Sonne zu Nah (HP-ff)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt