*Sebastians POV*
Es ist ein schwarzes Nichts. Um mich herum gibt es nichts. Ich bin schwerelos und doch zu schwer um irgendetwas zu tun, meine Arme fühlen sich an, als wären sie mit Blei gefüllt.
Ich kann nichts sehen, mich nicht bewegen, nichts sagen.
Um mich herum schwirren Stimmen. Stimmen die ich nicht kenne. Angst breitet sich in meiner Brust aus und mein Herz beschleunigt sich.
Panik.
Ich weiß nicht wie lange dieser Zustand anhält, wie lange ich in diesem schwarzen Nichts bereits gefangen bin, als eine mir bekannte Stimme die Stille durchbricht.
"Oh Sebastian, was machst du denn nur für Sachen?" Mom. Meine Mom ist hier.
Das beruhigt mich etwas, aber wo ist Giulia? Wo ist sie? War sie nicht bei mir? Ich brauche sie, jetzt und hier, ich bin mir sicher sie könnte mich durch die Dunkelheit führen und nach Hause holen.
Wo ist sie?
*
Ein seltsames Geräusch reißt mich aus meiner Lethargie. Als ob ein Stuhl über den Boden gezogen wird, es tut weh.
"Der Arzt sagte, er erwartet keine Veränderung vor morgen. Wenn du möchtest, kannst du natürlich gerne bei mir schlafen und dich frisch machen. Ich koche für uns. Was meinst du, dragă?"
Mama.
"Danke, Georgeta, ich möchte lieber hier bleiben. Ich kann nicht weg..."
Giulia. Allein ihre Stimme verscheucht meine Angst und ich fühle mich ruhiger, entspannter. Sicher. Sie ist hier. Sie ist bei mir.
Es geht ihr gut.
"Wenn du deine Meinung änderst, ruf einfach an. Meine Nummer ist in Sebastian's Handy gespeichert. Besser, du speicherst sie auch gleich in deinem Handy ab, Kleines."
"Mache ich. Versprochen."
"Viele von seinen Freunden haben ihm geschrieben. Vielleicht möchtest du ein paar von ihnen beruhigen, dragă. Ich komme spätestens morgen früh wieder."
"Danke. Für alles."
"Morgen wirst du aber nach Hause kommen und dich ausruhen, versprichst du mir das? Ich werde dich wegschleifen, wenn es sein muss."
"Bis Morgen, Georgeta."
Sie kennen sich. Wann haben sie sich kennen gelernt? Hab ich sie vorgestellt? Ich hoffe es. Ich habe mir immer so gewünscht, dass Mama sie kennenlernt.
Giulia. Sie ist die Liebe meines Lebens.
Danach kehrt wieder Stille ein, aber ich fühle mich nicht mehr so allein. Ich weiß, dass sie bei mir ist. Ich spüre ihre Anwesenheit, ihre Wärme.
Nach einer Weile höre ich eine andere, mir unbekannte Stimme.
"Hallo, Miss. Ich bin der behandelnde Arzt, Dr. Tahini. Ich muss sie bitten, den Raum zu..."
"Ich bleibe. Was ist mit seinem Arm? Was ist das... für eine Vorrichtung?"
"Hören Sie, ich darf Ihnen nichts sagen. Sie müssen den Patienten in Ruhe lassen."
"Ich bin seine Lebensgefährtin. Ich werde bleiben. Und seine Mom anrufen wenn Sie nicht mit mir reden..."
Ich liebe es, wenn sie so ist. So kämpferisch. Sie kämpft um mich. Ihr italienischer Akzent kommt dann häufig zum Vorschein, für mich bedeutet es meistens, nicht weiter auf etwas herumzureiten. Wenn man sie dann weiter ärgert, schimpft sie irgendwann auf Italienisch, und das ist echt einschüchternd.
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Love Me Forever {Buch 3}
Fanfiction*Fortsetzung zu Take My Love (Band 1) und Keep My Love (Band 2)* GG und Sebastian haben turbulente Zeiten hinter sich gebracht. Doch sind sie bereit für das, was danach kommt?
