6. Türchen Rewi vs. Dner

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Titel: Rewi vs. Dner

YouTuber: Rewinside, Paluten, Rotpilz, Dner

Sicht: Rewi


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Hastig klicke ich auf der Maus, versuche meinen Gegner mit Schwertschlägen zu erledigen. Rotpilz und ich nehmen nach langer Zeit mal wieder eine Folge Survival Games auf. Natürlich habe ich die bessere Ausrüstung, also ist es ein leichtes Spiel für mich, diesen zu besiegen. Ich höre Felix über meine Kopfhörer fluchen, vermutlich legt er sich gerade mit einem stärkeren Gegner an.

„Wo bist du Junge?", frage ich ins Mikrofon.

         Ich suche ihn auf der Map, haue dabei noch einen weiteren Spieler kaputt. Der hatte sogar eine ziemlich gute Ausrüstung, die ich dankend einsammle und sofort meinem Skin anziehe.

„Kurz vor dem Wald", erklärt Rotpilz mir und ich verdrehe die Augen.

„Hier ist überall Wald du Idiot!", motze ich entgegen.

„Ja hier bei den Birken, Mann! Hilf mir doch!", kommt es im ebenso patzigen Ton zurück.

          Als ich seinen Skin gerade erreiche, besiegt er seinen Gegner und ich kann Felix tief ausatmen hören. Ich beglückwünsche ihn, dass er es auch ohne meine Hilfe geschafft hat. Von meinem Kumpel kommt nur ein genervtes Brummen zurück. Undankbarer Kerl, dafür bin ich extra über die halbe Map gelaufen.

        Plötzlich höre ich über mir ein dumpfes Geräusch. Ist Dner aus dem Bett gefallen? Kopfschüttelnd widme ich mich wieder dem Spiel zu und helfe Rotpilz, zwei weitere Spieler zu töten. Es folgt wieder ein Geräusch, diesmal ist es mehr ein Knallen.

„Junge nerv doch nicht", murmle ich.

„Ich mach doch gar nichts?", kommt es irritiert von Rotpilz.

„Du bist doch auch gar nicht gemeint, ey."

         Ich versuche, mich wieder zu konzentrieren. Da folgt das nächste Geräusch. Es hört sich an, als würde jemand einen schweren Gegenstand durch die Gegend schieben. Nach kurzer Zeit platzt mir der Kragen.

„Boa Dner! Verrückt der da oben schon wieder seine Möbel oder was macht der Kerl da?! Ständig nervt der meine Aufnahmen, ich könnt so ausrasten!", brülle ich.

      Felix lacht in meine Ohren, er findet es jedes Mal zu amüsant, wenn ich mich aufrege. Allerdings bringt mich das nur noch mehr auf die Palme. Ich finde das überhaupt nicht witzig, weil es schon das dritte Mal innerhalb von zwei Wochen ist. Langsam hab ich da echt kein Verständnis mehr für und ich werde mir dieses Arschgesicht nach der Aufnahme gehörig vorknöpfen.

Nachdem ich mich von Rotpilz verabschiedet habe, verlasse ich mein Zimmer, um dem anderen Felix einen Besuch abzustatten. Paluten kommt mir mit einer Schüssel in der Hand aus der Küche entgegen.

„Warum siehst du schon wieder aus, als würdest du gleich einen Stierkampf bestreiten?", hakt er nach und schiebt sich einen Löffel Cornflakes in den Mund.

       Aus irgendeinem Grund nervt mich grade sogar das Knuspern seines Essens.

„Weil ich zu Dner muss", knurre ich.

„Oh je. Sollte ich dich lieber festbinden?"

„Bring einfach nachher einen Besen vorbei", antworte ich und verlasse Türenknallend die Wohnung.

        Die Treppen stapfe ich schnell nach oben. Vor seiner Wohnungstür klopfe ich heftig an und klingle mehrfach.

„Dner! Ich weiß, dass du da bist! Mach auf!"

      Es dauert einen Moment, bis die Tür schwungvoll geöffnet wird und mir ein ekelhaft freundlicher Dner mit einem breiten Lächeln entgegenstrahlt.

„Sebastian mein Lieber, was kann ich für dich tun?", säuselt er mir vor.

      Ich schubse ihn beiseite und trete in seine Wohnung. Ich habe keine Lust, unnötig Aufmerksamkeit im Treppenhaus zu erregen. Verwirrt folgt er mir und schließt die Tür.

„Muss ich Angst haben?"

„Solltest du lieber, du Penner!"

„Was ist denn jetzt schon wieder?" Er verdreht die Augen. Aha.

       Als wenn er irgendeinen Grund hätte, genervt zu sein. Ich bin genervt und habe dazu allen Grund. Er nicht!

„Du störst schon wieder meine Aufnahme! Hör auf, ständig deine Möbel zu verrücken oder was auch immer du hier ständig machst, es nervt mich!", konfrontiere ich ihn.

        Doch statt irgendwas zu sagen, fängt er bloß an zu lachen. Wütend starre ich ihn an. Ich könnte grade so an die Decke gehen. Kapiert er nicht, dass mich das wirklich aufregt?

„In deinem Video hört man das safe nicht, so gut ist dein Mikrofon nicht", meint er, als er aufgehört hat zu lachen.

„Darum geht es nicht. Zumindest nicht nur. Du störst meine Konzentration!"

„Du hast Konzentration?"

„Fick dich, ok?!"

„Woher soll ich überhaupt wissen, wann du aufnimmst? Jetzt mal ehrlich, soll ich dir jedes Mal eine Nachricht schreiben, ob du grade ein Video aufnimmst? Du hast mich doch auch bei meinem Vlog gestört, ich wollte den Zuschauern zeigen, wie ich meinen neuen Schrank aufbaue." Mit einem Nicken deutet er Richtung Wohnzimmer.

„Als wenn das jemanden juckt, Alter1 Ist es denn zu viel verlangt, zumindest ein bisschen leiser mit sowas zu sein?!"

        Dner schüttelt den Kopf, immer noch mit einem Grinsen. Er findet mich lächerlich. Pah! Er ist lächerlich. Wütend balle ich die Fäuste. Normalerweise sind die Neckereien zwischen Dner und mir vor der Kamera oder auf Social Media nur Spaß. Aber im Moment bringt er mich wirklich auf hundertachtzig.

„Lass es einfach, okay?!"

„Ich bemühe mich der Besserung."

       Ich weiß, dass er lügt. Weil es ihm viel zu viel Spaß bereitet, dass ich mich in seinen Augen aufführe wie Rumpelstilzchen. Ich funkle ihn ein letztes Mal wütend an und verlasse dann ohne ein weiteres Wort die Wohnung. Blöder Arsch.

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