○ E ● L ○ A ●
,,Geh rein Ela!", schreit Atlas plötzlich weshalb ich ohne nachzudenken wieder hinein gehe. Es ertönt ein weiterer Schuss ehe es für lange Zeit Ruhe gibt. Ich laufe nach draußen und erkenne wie viele Leute auf dem Boden liegen und wahrscheinlich tot sind, doch als ich genau hinsehe erkenne ich das der größte Teil der Männer, Männer von meinem -biyologischem- Vater sind. Ich sehe mich nach Atlas um und erkenne ihn an der Leiche von einem seiner Männer. Ich gehe auf ihn zu und stelle mich nah an ihn. Es ist Mustafa. Atlas und er haben sich gut verstanden sie sind das ein oder andere mal gemeinsam im Arbeitszimmer gewesen. ,,Der Schütze hat nur die Männer von deinem Vater, deiner Schwester, ihn selber und die Verräter umgebracht.", ,,Und Mustafa war einer von ihnen?", frage ich, doch merke schnell, dass diese Frage unnötig ist. ,,Komm gehen wir.", äußert er, nimmt meine Hand und läuft zu den Autos, er öffnet mir die Tür eines schwarzen Mercedes und schließt sie bevor er selber einsteigt.
,,Dein Vater ist schwer verletzt. Willst du das wir ihn ins Krankenhaus bringen?", fragt er und sieht mich fragend an. ,,Nein, er soll verrecken. Jahrelang hat er mich leiden lassen jetzt soll er es auch.", antworte ich mit fester Stimme. Er nickt und nimmt sein Handy aus seiner Innentasche und tippt etwas, ehe das Handy anfängt zu klingeln. ,,Sorgt dafür das er nie wieder jemandem etwas antun kann!", spricht er mit einem kaltem Ton, der mir eine Gänsehaut durch meinen ganzen Körper jagt. Das erste mal hörte ich diesen Ton in meiner Praxis, am Telefon. Ich weiß noch wie arrogant und gefährlich er sich anhörte und ich trotzdem professionell geblieben bin.
,,An was denkst du?", fragt plötzlich Atlas. ,,An unser erstes Telefonat.", lächle ich, er schmunzelt und sieht mich liebevoll an. ,,Kannst du mir aus dem Handschuhfach die Patronen geben?", fragt er weshalb ich nicke und nach dem Handschuhfach greife. Als ich sie öffne fliegen mir mehrere einzelne weiße Rosen entgegen. Überrascht und gleichzeitig fasziniert sehe ich zu Atlas. ,,Atlas?", frage ich. ,,Ich hab die sehr vermisst.", spricht er und sieht zu mir als er an der roten Ampel stehen bleibt. ,,Ich hab dich auch sehr vermisst.", erwidre ich mit Tränen in den Augen und küsse ihn sanft.
Nachdem ich mir noch einige mal die Tränen aus meinem Gesicht wischen musste schaffe ich es endlich wieder zu mir zu kommen und steige anschließend mit Atlas zusammen aus. Er läuft ums Auto und nimmt meine Hand in seine. Er steckt unsere Hände in seine Jackentasche damit sie schön warm bleiben. Als wir in dem großem warmen Gebäude ankommen sehen wir uns eine sehr lange Zeit um ehe wir endlich die Möbel gefunden haben die ich mir vorgestellt habe. Viele Menschen schauten uns währenddessen ziemlich verstört an weil wir so sehr lachten und wirklich glücklich waren. Es tut gut nach so einer langen Zeit wieder so ehrlich zu lachen.
,,Willst du nach kleinen Möbeln schauen für unser Baby?", fragt Atlas als wir an den kleinen Babybetten vorbei gehen. ,,Aber nur schauen, ich will erst die Möbel holen wenn wir das Geschlecht wissen.", antworte ich und lächle ihn sanft an ehe ich seinen Arm um meine Taillie lege und mich enger an ihn schmiege. Zusammen schlendern wir durch die Abteilung und schmelzen fast vor Freude. Die ganzen kleinen Möbel, Spielzeuge und die vorgefertigten Zimmer sind so niedlich das ich schon jetzt unser Baby auf meinem Arm halten will. ,,Tat es sehr weh?", fragt Atlas plötzlich weshalb ich ihn verwirrt anblicke. ,,Die Schläge?", erklärt er. ,,Die meines Vaters taten mehr weh.", gestehe ich leise und lehne mich noch mehr an meinen liebevollen und gutaussehenden Mann. ,,Es tut mir leid das ich nicht früher gekommen bin.", spricht er.
,,Du bist rechtzeitig gekommen!", spreche ich. ,,Ich hätte früher kommen sollen und dich retten sollen.", ich bleibe stehen und sehe ihm ernst entgegen. ,,Wärst du nicht gekommen, wären wir vielleicht tot. Es bringt dir nichts zu hinterfragen was gewesen wäre wenn du früher gekommen wärst, denn du bist rechtzeitig da gewesen. Wie du es immer bist. Du bist immer für mich da!", erwidre ich. ,,Aber-", ,,Nichts aber! Uns geht es gut. Dir geht es gut.", unterbreche ich ihn. Sanft lächelnd kommt er auf mich zu und legt seine Arme um mich und drückt mich an sich. ,,Ich hoffe dir ist bewusst das du mich um dem Finger gewickelt hast.", flüstert er und küsst sanft meine Stirn. Zufrieden lächle ich und drücke ihn fest.
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,,Atlas?", frage ich während wir mit dem Auto zurück nach Hause fahren. ,,Ja?", antwortet er und küsst meinen Handrücken. ,,Als ich abgehauen bin -das erste mal- da war ein Mädchen. Sie hat mir geholfen da raus zu kommen. War sie in dem Haus?", frage ich. ,,Sam und unsere Männer haben alles auf den Kopf gestellt. Wäre jemand anderes dort wüssten wir es.", antwortet er. ,,Kannst du sie auffindig machen?", frage ich. ,,Dort waren versteckte Kameras vielleicht finde ich ja dort etwas.", erklärt er und lächelt mich an. Ich erwidre sein Lächeln und umarme seinen Arm.
,,Morgen fahr ich dann in die Praxis und mach dann die Vorbereitungen.", spreche ich nach kurzer Stille. ,,Ich sagte heute schon Mal nein!", erwidert er streng. ,,Aber warum?", protestiere ich erneut. ,,Eine Woche Ela, ich bitte dich eine weitere Woche. Lass uns noch eine Woche gemeinsam aus der Realität fliehen. ", bittet er. Als ich in seinen flehenden Blick sehe kann ich nicht anders als ihm zustimmend zuzunicken.
,,Können wir etwas Essen?", frage ich, als wir durch die Stadt fahren. ,,Was möchtest du essen Meleğim?", [mein Engel] ,,Kokoreç!", erwidre ich fröhlich. Er sieht mich verwundert an, lächelt aber gleich darauf sanft. ,,Dann müsst ihr euch noch zehn Minuten gedulden.", informiert er uns. Verträumt sehe ich zu ihm und kann nicht anders als zu denken wie viel Glück ich mit meinem Mann habe. Nach dem wir etwas gefahren sind hält er neben einem kleinerem Restaurant. ,,Möchtest du hier oder zu Hause essen?", fragt er während er sich bereit macht zum aussteigen. ,,Wir könnten ja eigentlich hier essen und dann gemeinsam durch die Stadt fahren.", erwidre ich, er nickt mit einem sanftem Lächeln und steigt aus. Ich strecke meine Hand zu der Tür aus doch, als mir einfällt das Atlas immer das Auto abschließt damit ich die Tür nicht alleine aufmachen kann, nehme ich sie zurück und warte darauf das er kommt.
Als er die Tür aufmacht und mir seine Hand entgegen hält, nehme ich sie entgegen und steige aus. Er legt seinen Arm sofort um meine Taille und zieht mich an sich. Das ist das erste mal das ich wirklich wieder draußen bin seit dem Atlas uns gerettet hat. Die ganze Zeit in der ich zu Hause war hat sich Atlas um mich, unser Baby und meine Verletzungen gekümmert. Er ist da wenn ich ihn brauche. Er ist der einzige Mensch der weiß wie schlecht ich mich gefühlt habe und er ist der einzige Mensch der für mich da ist.
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My Wife's Life
RandomZweiter Teil von My Brothers Psychologist Ela... Meine kleine Prinzessin. Ich vermisse dich und werde dich finden, versprochen! ○●○●○●○●○●○●○●○●○●○●○●○●○●○●○ Ela wurde entführt und wartet auf ihren Mann der sie retten soll, doch wo bleibt er? Auf d...
