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○ E ● L ○ A ●

Inzwischen ist es schon eine Stunde her seitdem wir über seine Vergangenheit geredet haben. Er liegt seit dem her auf dem Sofa und sieht die Decke an. Bis vor einer halben Stunde war ich bei ihm, doch ich glaube er braucht ein wenig Zeit für sich. Ich bin in der Zeit zu Lia und hab ihr erklärt was wir diese Woche alles vorhaben.

,,Ela?", ertönt plötzlich die fragende Stimme von meine Ehemann. Ich verabschiede mich schnell von Lia, ehe ich mich zu meinem Mann wende. ,,Komm wir gehen nach Hause.", ich lächle ihn an und nehme schnell meine Sachen bevor wir gemeinsam die Klinik verlassen. Als wir am Auto ankommen öffnet Atlas mir die Tür und schließt sie nachdem ich mich hingesetzt habe. Während Atlas auf seine Seite läuft läuft Lia aus der Klinik und schließt die Tür ab bevor sie zu Ethan und Liam geht. Als Liam seine Mutter erkennt rennt er auf sie zu und nimmt sie fest in seine kleinen Arme. Nachdem sie Liam abgeknutscht hat geht sie zu Ethan und küsst ihn auch bevor sie gemeinsam zum Auto gehen. Ich drehe mich zu Atlas und lege meine Hand auf meinen kleinen Bauch.

Es wäre manchmal echt einfach wenn wir beide nicht in der Mafia wären. So viele Probleme die wir dadurch haben wären nicht da. ,,An was denkst du?", ertönt Atlas nachdenkliche Stimme. ,,Hast du jemals darüber nach gedacht etwas anderes zu machen?", frage ich. ,,Nein, warum?", ,,Keine Ahnung.", erwidre ich und sehe wieder nach vorne. Als ich bemerke das wir nicht nach Hause fahren drehe ich mich fragend zu ihm. ,,Wir wissen jetzt wer den Angriff auf deinen Vater ausgeübt hat.", äußert er nach einer Stille. ,,Es ist die gleiche Person, die ihn entführt hat.", ich sehe ihn neugierig an.

,,Er heißt Noah.", erklärt er und steigt aus. Er öffnet meine Tür und hilft mir raus. Plötzlich ertönt ein hupen, dass mich erschreckt. Ich sehe zum Tor und erkenne einen Schulbus. Adil. Der Bus öffnet seine Tür und Adil springt heraus. Er rennt auf uns zu und nimmt mich fest in den Arm und gleich darauf Atlas. ,,Was machen wir hier?", fragt er neugierig. ,,Wir müssen etwas mit meinen Eltern besprechen, während du deine Hausaufgaben machst.", erklärt Atlas. Adil nickt und hüpft uns voraus hinein.

Atlas legt seinen Arm um meine Taille und zieht mich an sich. Ich lehne meinen Kopf auf seine Brust und lasse mich führen.

Als wir durch die Eingangstür gehen warten bereits Atlas Eltern auf uns und Adil ist schon längst verschwunden. Kurz begrüßen wir sie, bevor wir in das Arbeitszimmer seines Vaters gehen. ,,Adil ist oben er macht bestimmt seine Hausaufgaben.", erklärt mir meine Schwiegermutter, als ich mich neugierig nach ihm umsehe. Nachdem was Atlas mir erzählt hat, kann ich ihn nicht mehr mit den gleichen Augen ansehen. ,,Sagt euch der Name Noah etwas?", fragt Atlas und sofort erzeugt es eine Reaktion. Merve sieht zu Haluk und andersrum. Ich sehe zu Atlas der seinen Blick auf sie gerichtet hat.

,,Erzählt.", befehlt Atlas und zeigt mit seiner Hand auf seinen Schoß, damit sich seine Mutter hinsetzen kann. Ich nicke und tue was er sagt. Merve setzt sich und sieht auf ihre Hände. Sie ist angespannt. ,,Zwei Monate bevor du auf die Welt gekommen bist,", sie atmet tief ein. ,,Wir hatten einen Sohn vor dir.", flüstert sie und plötzlich geht die Tür auf. Sam und Dean tretten hinein. Sie sehen erst zu uns ehe sie zu ihren Eltern sehen. ,,Setz euch.", spricht Haluk benebelt. Die Jungs sehen sich um und erkennen keinen Sitzplatz, weshalb sie sich auf den Boden setzen. Mit einem leichtem Schmunzeln drehe ich mich wieder zu meiner Schwiegermutter.

,,Er starb zwei Monate vor deiner Geburt.", erklärt sie. ,,Er kann es nicht sein.", erwidert Haluk. ,,Warte was haben wir verpasst.", fragt Sam. ,,Gibt es eine Chance das er leben könnte?", fragt Atlas. ,,Wir haben seine Leiche nie gefunden.", antwortet Merve. ,,Das heißt nicht das er lebt!", entgegnet Haluk streng, so das ich zusammen zucke und Atlas mir beruhigend über die Schulter streicht. ,,Wie ist es passiert?", fragt Atlas. ,,Er war sechs. Wir waren gemeinsam, nur wir zwei. Wir waren auf dem Spielplatz.", erklärt sie schluchzend. Plötzlich Vibriert mein Handy. Ich ignoriere es doch gleich darauf stubst mich Dean an. Ich sehe zu ihm, seine Augen zeigen auf mein Handy.

Ich entsperre es und klicke auf seine Nachricht.
Dean: Um was geht es?
Ich: Es geht darum wer meine Stiefschwester und meinen Erzeuger entführt hat.

,,Plötzlich wurden wir angeschossen und Noah wollte mich beschützen. Er wollte doch ich hätte es sollen. Ich hä-", ,,Es ist nicht deine Schuld!", erwidert Haluk. ,,Stimmt weil es deine ist, unser Sohn ist wegen dir Tot!", ruft sie und rennt raus. Haluk ihr hinterher. Sam und Dean stehen auf und setzen sich auf die frei gewordenen Plätze. Es herrscht einige Zeit eine Stille bevor Sam das Wort nimmt. ,,Ich denke wir werden die Tatsache das wir noch einen Bruder haben nicht ignorieren können oder?", fragt er. Ich lehne mich an Atlas und warte auf sein Wort. 

,,Können wir nicht, da er vielleicht doch lebt.", antwortet er und drückt seine Lippen auf meinen Haaransatz. Ich schmiege mich weiter an ihn und schließe meine Augen. ,,Sam bring Katy hierher und Dean du bleibst ab jetzt auch wieder hier.", fordert Atlas. Ich öffne meine Augen um ihre Reaktion zu sehen. ,,Alles klar.", äußert Sam und Dean stimmt ihm zu. Überrascht schließe ich wieder meine Augen. ,,Vor beide Anwesen kommen zweimal so viele Männer wenn nicht sogar dreimal.", befehlt Atlas.

,,Für die Frauen und Kinder jeweils zwei?", ertönt die Stimme von Sam. ,,Ja und sorgt dafür das die Männer nicht von der Seite weichen.", ,,Ich brau- ich bin doch lieber leise.", unterbreche ich meine eigene Verteidigung. ,,Und warum muss ich hierher?", fragt Dean. ,,Weil du auch zur Familie gehörst.", antworte ich. ,,Mir macht es nichts aus wenn ich verrecke.", entgegnet er. ,,Mir aber! Ich will nicht das mein Baby einen Onkel weniger hat.", erwidre ich mit ruhiger Stimme. Ich höre sein seufzen.

,,Wie habt ihr eigentlich herausgefunden wer er ist?", frage ich und setze mich auf um in Atlas Gesicht sehen zu können. ,,Ein paar der geheimen Kameras haben sein Gesicht aufgezeichnet.", antwortet er. ,,Wie haben sie die restlichen Männer ausgeschaltet?", fragt Sam. ,,Es waren nicht viele Leute, sie wurden überfallen noch bevor sie ihn wegbringen konnten.", ,,Wir müssen vorsichtig sein.", äußert Sam. ,,Dean, können wir kurz draußen reden?", frage ich. Dean sieht zu mir und nickt. 

Ich küsse Atlas sanft und gehe anschließend nach Dean nach draußen. ,,Wann warst du das letzte mal feiern, also nach dem Erlebnis?", frage ich ihn. ,,Gar nicht.", erwidert er. ,,Gut, dann mach weiter damit und kümmer dich ein wenig um deine Zukunft.", ,,Was meinst du?", fragt er. ,,Du gehörst hier nicht unbedingt rein. Finde heraus was du machen willst. Probiere verschiedene Berufe aus.", seine Augen glänzen kurz auf bevor er mich mit einem kühlen Lächeln anblickt.

Er legt seine Hand auf meine Schulter. ,,Ich danke dir sehr, doch ich denke während wir nicht in der Praxis sind sollten wir nicht über meine Probleme reden.", erwidert er und dreht sich um um ins Büro zu gehen. ,,Warum? Hast du Angst das jeder herausfindet das du ein Feigling bist?", frage ich. Er lässt die Türklinke los und dreht sich wieder zu mir. ,,Ich. Bin. Kein. Feigling!", erwidert er mit zusammen gebissenen Zähnen. ,,Gut dann denke ich du könntest gut morgen um acht Uhr vor der Praxis in einem schwarzem Anzug stehen und Thomas bei der Überwachung helfen oder?", erwidre ich. ,,Du hast davor doch keine Angst oder?", ergänze ich. Wütend blickt er mich an. ,,Wir sehen uns morgen.", spreche ich ihm mit einem siegreichem Lächeln hinterher als er geht. 

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