9

184 6 0
                                        

○ E ● L ○ A ●

,,Das Zimmer ist harika abla!", [super/klasse] ruft Adil als er, früh am Morgen, sein neues Zimmer sieht. Ich lächle ihn an und lehne mich an die Wand neben mir. Vor vier Tagen sind endlich alle Möbel angekommen, wir haben sie vor zwei Wochen gekauft, doch sie haben eine gefühlte Ewigkeit gebraucht bis sie endlich angekommen und aufgebaut waren. Meine Schwiegermutter, war so lieb und hat die zwei bei sich wohnen lassen, was uns sehr viel bedeutet. In den letzten Wochen habe ich wieder in der Klinik angefangen, ich bin zwar nur Morgens da und Nachmittags mit Atlas zusammen, doch das ist mir Recht.

Ich liebe es mit ihm Zeit zu verbringen.

Ich liebe es wie er mich respektiert.

Ich liebe es wie er mir die Zeit gibt die ich brauche.

Ich liebe es wie er mich liebt.

Ich liebe ihn.

,,Ich hoffe wir sind euch keine Last mein Kind.", spricht mein Großvater. ,,Natürlich nicht!", antworte ich gleich und lächle beide freudig an. ,,Ich finde es schön das ihr endlich da seid.", gestehe ich, mein Großvater lächelt mich dankbar an. ,,Adil wird Tagsüber in der Schule sein und danach zweimal die Woche zum Psychologen gehen. Ich dachte du möchtest vielleicht wieder etwas mit Uhren machen. Wir haben deswegen einen Teil von deinem Zimmer zu einer kleinen Werkstatt umgebaut.", erkläre ich und laufe weiter zu seinem Zimmer. ,,Das wäre nicht nötig gewesen kızım.", spricht er verlegen und sieht auch etwas bedrückt aus.

,,Du hast mein Leben gerettet, dass ist das mindeste.", antworte ich und öffne seine Tür. ,,Wir sehen uns beim Abendessen, viel Spaß mit deinen Uhren. Ah und falls du sie online oder so verkaufen möchtest musst du mir nur bescheid sagen. Wir können dir dann einfach eine Online Webseite machen und du kannst sie fürs erste dort verkaufen.", äußere ich und schließe seine Tür nach seinem Dankbarem Lächeln. ,,Abla! Darf ich Fernseher schauen während ich frühstücke?", fragt Adil. ,,Natürlich.", antworte ich und gehe zu Atlas in sein Büro. Bevor ich eintrete klopfe ich an die Tür. Als ich hinein gehe telefoniert er und sieht mich lächelnd an. Ich schließe die Tür hinter mir und gehe auf ihn zu.

Er redet noch kurz weiter am Telefon ehe er auflegt und mich fragend begutachtet. ,,Beiden gefallen ihre Zimmer sehr.", äußere ich und überlege kurz ob ich mich auf seinen Schoss setzen soll, doch vorerst entscheide ich mich dagegen und sehe wieder in sein wunderschönes Gesicht. ,,Morgen um 14 Uhr ist der Frauenarzt Termin wegen dem erstem Ultraschall.", informiert er mich. Ich hab ihm gesagt das er entscheiden soll zu welchem Arzt wir gehen damit er sich wohler fühlt. ,,Denkst du mein Biologischer Vater lebt noch?", frage ich und setze mich auf seinen Schoss. Es war ein Instinkt, ich weiß nicht woher er kam doch ich werde nicht aufstehen. Ich hab ihn vermisst und er mich auch. Mit einem verblüfftem, jedoch trotzdem zufriedenem Blick lächelt er mich an, doch dann wird sein Gesicht plötzlich ernst.

,,Solche Menschen wie er fallen viel zu oft auf allen vieren. Unsere Männer haben alles abgesucht, doch nichts. Wir finden ihn nicht. Es ist unwahrscheinlich das er selbst abgehauen ist, er war viel zu schwer verletzt.", ,,Also hat ihn jemand mitgenommen?", Er nickt. ,,Wie lange denkst du wird es dauern bis er wieder vor uns steht?", frage ich und bemerke seinen dauerhaften Blick auf meine Lippen. Her hebt seinen Blick und legt seine Hand mit einem sanftem Lächeln auf meine Wange. ,,Vielleicht haben wir Zeit bis wir das Geschlecht wissen vielleicht länger vielleicht weniger.", antwortet er und sieht kurz auf meine Lippen ehe er sich mit mir zusammen zu seinem Laptop dreht.

,,Sie mich an!", befehle ich. Er sieht mich an. ,,Küss mich!", äußere ich und spüre keine Sekunde später seine Lippe auf meinen. Er küsst mich mit so viel Sehnsucht. Ich wusste das er mich vermisst, aber das ich ihm so sehr fehle war mir nicht bewusst. Seine Lippen bewegen sich mühelos auf meinen und sprechen die Sehnsucht zwischen uns aus. ,,Sollen wir einen Spaziergang machen? Oder etwas essen gehen?", fragt er etwas außer Atem. ,,Was machen wir mit den zweien?", frage ich. ,,Adil muss eh in einer halben Stunde in die Schule, er sollte sich deswegen mal fertig machen. Wir fahren ihn und gehen dann etwas essen.", ,,Mein Großvater?", frage ich. ,,Kannst ihn ja fragen was er machen will, ich denke nicht das er mit uns mit will.", antwortet Atlas. Ich nicke und lehne meinen Kopf auf seine Schulter und genieße die kurze Ruhe. Bevor ich aufstehe und hinausgehe nachdem ich ihm einen Luftkuss zu geworfen habe. Nachdem ich sein zufriedenes Lächeln gesehen habe schließe ich die Tür und gehe in Adils Zimmer.

,,Und fertig?", frage ich und er nickt lächelnd in seiner Uniform. ,,Dann ab Tschüss sagen gehen.", lächle ich und nehme seinen Rucksack während wir zu unserem Opa gehen. ,,Ben okula gidicem kendine dikkat et tamam mı! Annemi de dinleme boş konuşuyor!", [Ich gehe zur Schule pass auf dich auf okay! Und hör Mama nicht zu sie redet nur schwach sinn.] spricht er, was meinen Opa lächeln lässt. ,,Denk nicht an mich mein Sohn, sie kann uns hier nichts antun, jetzt gehe zur Schule.", lächelt er und streicht ihm sanft über den Kopf.

Adil rennt zur Haustür und stoßt dabei versehentlich gegen meinen Mann der ihm lächelnd aufhilft. ,,Kızım, wenn ihr heute Abend wieder da seid müssen wir reden.", spricht mein Opa ernst. Ich sehe ihn besorgt an. ,,Um was geht es?", frage ich. ,,Ela ich bringe kurz Adil zum Schulbus, er fährt hier anscheinend doch vorbei diese Wixxer!", ruft Atlas und läuft mit Adil zusammen raus. ,,Tu ihm bitte nichts an!", rufe ich ihm hinterher. ,,Sollen wir auf Atlas warten?", frage ich, er überlegt kurz und nickt anschließend. Etwas besorgt darüber was er mir sagen wird frage ich; ,,Wollen wir ins Wohnzimmer, da ist es bequemer zum reden.", spreche ich. Er nickt erneut. ,,Falls ihr es eilig habt möchte ich euch nicht aufhalten.", spricht er und setzt sich langsam. ,,Du bist wichtiger.", lächle ich.

,,Ela?!", ertönt Atlas fragende Stimme. ,,Im Wohnzimmer!", rufe ich. Er kommt und setzt sich zu uns. Gleichzeitig sehen wir zu meinem Großvater. ,,Vor einigen Jahren als du noch ziemlich klein warst, hatte ich Krebs. Ich weiß nicht ob du dich noch daran erinnerst.", spricht mein Großvater. Ich nicke wissend und höre ihm aufmerksam zu. ,,Atlas, oğlum setz dich doch bitte zu Ela.", spricht mein Großvater, verwirrt kommt Atlas zu mir und nimmt meine Hand. ,,Er ist zurück.", spricht er und ich spüre wie meine Augen anfangen sich mit Tränen zu füllen. ,,Bevor ihr irgendwelche Vorschläge macht, es ist hoffnungslos. Die Heilungschance ist sehr gering und ich denke ihr werdet verstehen das ich meine letzten Tage nicht im Krankenhaus verbringen möchte an irgendwelchen Schläuchen.", spricht er. Atlas drückt meine Hand fester.

,,Wie lange geben dir die Ärzte?", fragt Atlas. ,,Wenige Wochen. Mein Herz ist schwach und mein Körper alt.", spricht er. ,,Ich hätte es euch gerne früher gesagt, doch nach den Dingen die passiert sind, wollte ich euch nicht auch noch damit belasten. Ich bin scho-", ,,Du bist uns keine Last, wir finden es toll das du da bist.", unterbreche ich ihn. ,,Das ist schön zu hören, doch ich bin nur hier um euch Adil zu übergeben. Ich werde zurück gehen und Güliye finden. Wir waren verheiratet, doch meine Eltern haben uns getrennt weil wir zusammen keine Kinder bekommen haben, jetzt werde ich sie finden und meine Restliche Zeit mit ihr verbringen.", spricht er lächelnd und geht in sein Zimmer. Kurz darauf kommt er mit einem Koffer wieder zurück und sieht uns lächelnd an.

,,Passt auf euch und Adil auf. Wir sehen uns bei meiner Beerdigung.", spricht er glücklich und verlässt das Haus. ,,Ah, doch falls ich bei der Geburt meines Uhrenkels noch Leben sollte werde ich kommen und mich ihm oder vielleicht auch ihr vorstellen.", lächelt er und läuft raus. ,,Komm steh auf.", spricht Atlas und läuft mit mir zur Haustür. ,,Roland!", ruft er und gleich darauf kommt ein Mann in einem schwarzem Anzug auf uns zu. ,,Bringt ihn hin wohin er will, sag uns aber nicht wohin er wollte.", befehlt Atlas und legt seinen Arm um mich. Wir beobachten gemeinsam wie er in das Auto steigt und er uns ein letztes Mal zu lächelt ehe er einsteigt und davon geht.

My Wife's LifeGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt