Kapitel 26

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Jamie’s P.o.V

Langsam öffnete ich meine trägen Augen, durch die ich im ersten Moment nur verschwommen sah. Ich hatte Kopfschmerzen und fühle mich wie als hätte ich 3 Tage nicht geschlafen.

Was war passiert?

Ich blickte auf meine Hände, an denen getrocknetes Blut zu sehen war. Ich erschrak und fasste mir an den Hinterkopf, wobei ein stechender Schmerz meinen Körper zusammen zucken lies. Ich erinnerte mich wieder, dass ich versucht hatte zu fliehen und dann mit etwas niedergeschlagen wurde. Von meinem Entführer. Als meine Sicht etwas klarer wurde und ich wieder einiger maßen klar sehen konnte, erblickte ich ihn. Er kam gerade aus dem Badezimmer. Seine fast schwarzen Haare, sein markantes Gesicht, dass von einem 3 Tage Bart umrandet war und seine gefährlich glitzernden Augen, dazu sein breiter Brustkorb und seine allgemein bedrohlicher Körper. Er stand in der Tür und lächelte. Lächelte er, weil er mich eben fast umgebracht hätte? Weil ich wieder in seiner Gewalt war und er nun wieder die Macht über mich hatte? Wie konnte er dabei noch so triumphierend lächeln?

Einen Menschen ohne Grund zu quälen und festzuhalten und stolz drauf zu sein. Das ging einfach nicht in meinen Kopf, oder vielleicht wollte ich es auch gar nicht begreifen.

Er kam 2 Schritte weiter vor und machte die Anstalt etwas zu sagen, konnte aber nicht aussprechen, was er sagen wollte, denn von draußen hörte man Schreie. Aber nicht irgendwelche Schreie. Jemand schrie meinen Namen. Mein Atem beschleunigte und mein Herz fing wie verrückt an zu pochen, als würde es gleich explodieren.

Die Jungs waren dort draußen und suchten nach mir. Immer  und immer wieder hörte ich sie nach mir rufen. Zayn und Niall. Ich erkannte ihre Stimmen. Es klang als würden sie sich fast die Seele aus dem Leib schreien.

Ich begann zu weinen. Grade wollte ich schreien. Schreien, dass ich hier war. Doch dann wurde mir der Mund zu gehalten und er legte mir eine Hand fest an den Hals, sodass ich kaum noch Luft bekam. Sofort rührte ich mich keinen Zentimeter mehr und schluckte einmal, bevor meine Körper zu zittern anfing. 

„Einen Mucks und sie werden dich nur noch tot auffinden. Hast du das verstanden?“ flüsterte er mir mit seiner tiefen, rauen Stimme ins Ohr. Ich nickte. „Du bleibst jetzt ganz ruhig, verstanden. Unser kleines Spiel ist noch lange nicht vorbei!“

Die Schreie schienen immer näher zu kommen. Unsanft zog er mich von meinem Bett hinunter und schleppte mich in einen Ecke hinter dem Kamin hinter die ganzen Kisten und Holzstapel, die von einer Plane verdeckt waren. Er drückte mich runter in die Hocke, presste mir aber weiterhin gewaltsam die eine Hand auf den Mund und die andere auf den Hals.

Für einen kurzen Moment ließ er meinen Hals los um die Kisten weiter vor uns zu schieben, mich weiter nach hinten zu drängen und die Plane über uns zu decken. Er hockte sich hinter mich und zog mich ein letztes Mal gewaltsam nach hinten, bis wir fast komplett in der Ecke saßen. Still und ohne jegliche Bewegung saßen wir dort. Plötzlich hämmerte jemand gegen Die Fensterläden. „Jamie!“ hörte ich Niall schreien. Ich versuchte mich aus dem harten griff von ‚Mr. X‘ zu befreien. Erfolglos.

„Zayn, ist die Tür offen?“ Jemand drückte gegen die Tür.

„Nein, da ist ein Schloss drauf. Ich bekomm sie nicht auf!“ hörte ich Zayn. Das erste Mal seit 2 Tagen, dass ich seine Stimme hörte. Die Tränen liefen mir wieder die Wangen hinunter.

Einer von beiden rüttelte am Schloss der Hütte, aber es öffnete sich nicht. „Wir müssen sie noch mal rufen.“ Ich hörte Zayn’s dumpf klingende Stimme vor der Tür. Wieder schrien sie alles aus sich raus, was nur ging. So viel Angst ich auch hatte, ich musste etwas tun. So laut es ging schrie ich. Ich schrie in die Hand der Psychos. So laut ich nur konnte. Es kam was jetzt passieren musste, er drückte meine Kehle so stark zusammen, dass ich keine Luft mehr bekam. Aber es war mir egal, als ich hörte, was Niall zu Zayn sagte.

Still the One (1D Fanfiction)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt