Kapitel 27

736 39 5
                                        

Zayn’s P.o.V

Die Fahrt nach Hause verbrachten wir schweigend. Ich ließ meine Gedanken schweifen und dachte an den Abend am See. Das zuschlagen einer Autotür riss mich aus meinen Gedanken. Ich löste den Anschnallgurt und öffnete die Tür, bevor ich ausstieg.
Liam öffnete uns bereits die Haustür. Sein suchender Blick nach Jamie blieb erfolglos. Traurig ging ich an ihm vorbei, wobei er mir sanft auf die Schulter Klopfte. Die anderen Folgten mir. Niall’s erster Weg führte direkt in die Küche, wo er an den Kühlschrank ging um eine Flasche Wasser herauszuholen. Ich war ihm gefolgt und lehnte mich neben ihn an die Küchentheke. Er trank einen Schluck und es dauerte lange bis er das kalte Wasser herunterschluckte. Sein Blick blieb stets auf den Boden gerichtet, so langsam waren wir mit unseren Nerven am Ende.
Mit einem Mal sah er mich kopfschüttelnd an.
„Was ist?“ fragte ich ihn. „Ich werde das Gefühl nicht los, dass sie ganz in der Nähe war.“ Ich hatte dasselbe Gefühl aber wir haben sie schließlich nicht gefunden, obwohl wir alles durchsucht hatten. „Vielleicht hätten wir einfach weitersuchen sollen.“
Harry kam zu uns in die Küche. „Kommt jemand mit Einkaufen? Der Kühlschrank gibt nicht mehr viel her.“ Ich weiß das wir in dieser Situation eigentlich alle zusammenhalten müssten aber mein schlechtes Gewissen Harry gegenüber plagte mich. Das letzte was ich jetzt wollte, war mit ihm allein zu sein. Zu meiner Erleichterung erklärte sich Niall bereit mit ihm zu gehen. Ich schlenderte die Treppe hinauf in mein Zimmer. Ich schloss die Tür hinter mir ab, kickte meine Schuhe in die Ecke und ließ mich auf mein Bett sinken. Ich wollte einfach allein sein und Nachdenken.

Harry’s P.o.V

Niall und ich hatten beschlossen den kurzen Weg zum Einkaufszentrum zu Fuß zu gehen. Wir zogen unsere Sonnenbrillen und Kapuzen an und verließen das Haus. Wir schlenderten die Straße entlang und ich wurde das Gefühl nicht los das uns jemand verfolgte. Seit dem Brief von Jamie‘s Entführer hatte ich das häufig. Aber dieses Mal war es anders. Ich drehte mich kurz um. Aber es war niemand zu sehen. „Stimmt was nich Harry?“ fragte mich Niall verdutzt. „Ich weiß nicht. Ich hab das Gefühl das uns jemand folgt.“ Auch Niall drehte sich kurz um. „Lass uns einen Schritt schneller gehen.“ schlug er vor. Die Straßen waren leer. Plötzlich gab es einen lauten Knall.

 Einen Schuss.

Ich spürte den harten Gegenstand, der sich soeben in mein Bein gebohrt hatte. „Scheiße, Harry!“ rief Niall und zog im selben Moment sein Handy aus der Hosentasche.
„Tut gar nicht weh.“ Murmelte ich bevor ich auf dem Boden zusammensackte. 

Niall’s P.o.V

Wir hatten uns grade wieder umgedreht, als plötzlich ein Schuss fiel. Mein Blick fiel sofort auf Harry der wie versteinert und kreidebleich da stand. Ich sah an ihm herunter um dort eine stark blutende Wunde zu sehen. „Scheiße, Harry.“ Rief ich. „Tut gar nicht weh.“ Sagte er leise bevor er auf den Boden sackte. Ich musste Louis anrufen, wir waren noch nicht allzu weit von unserem Haus entfernt und Harry musste sofort ins Krankenhaus gebracht werden.
Es tutete 3 mal, bevor Louis ran ging.

>>Niall, was ist los?<<

>>Harry, er ist angeschossen wurden. Du musst sofort kommen, aber pass auf, dieser Irre kann noch ganz in der Nähe sein.<<

>>Scheiße. Wo genau seid ihr denn?<<

Ich erklärte Louis unseren Standpunkt und nachdem ich aufgelegt hatte, kümmerte ich mich um Harry. Er war mittlerweile wieder bei Bewusstsein und hielt sein Bein mit beiden Händen fest. Das Blut tropfte auf den Gehweg und ich sah Harrys Schmerzverzerrtes Gesicht. Schnell zog ich meinen Gürtel aus, um ihn um Harrys Bein zu schnüren, damit die Blutung etwas gestoppt wurde. Louis kam schnell um die Ecke gefahren und hielt mit quietschenden Reifen direkt vor uns an. Er sprang aus dem Auto und kam zu uns.
„Wer war das?“ fragte er panisch. Die Antwort lag auf der Hand. „Wer wohl? Der Entführer!“ gab ich ihm als Antwort.
„Dieser miese kleine Schwuchtel.“ Fluchte er und ich stimmte ihm nur zu. „Wir müssen Harry ins Krankenhaus bringen, er verblutet sonst noch.“ Sagte ich während ich Harry unter die Arme griff um ihn hoch zu ziehen. Sein gesamtes Körpergewicht lastete auf mir und es fiel mir schwer ihn allein zu stützen, aber sofort half mir Louis. Wir brachten ihn ins Auto und fuhren auf direktem Wege ins Krankenhaus.
In der Notaufnahme angekommen kamen sofort 2 Schwestern zu uns gelaufen und fragten was passiert war. Ich erklärte ihnen alles und sie brachten Harry in einen Behandlungsraum. Wenige Sekunden später kam bereits ein Arzt angelaufen.
Louis und ich mussten draußen vor dem Zimmer warten.
„Wie lang soll das noch so gehen?“ Louis sah verzweifelt auf den Boden. Ich betrachtete ihn von der Seite und konnte seine tiefen Augenringe erkennen.
„Ich weiß es nicht.“ Sagte ich leise.
Das eben war ein klarer Versuch Harry umzubringen. Er hatte nun nicht nur Jamie auf dem Gewissen, sondern auch uns.
Aber was war der Grund für sein Handeln? Warum tat er uns diese grausamen Dinge an?
Wir würden ihm jede Summe zahlen, nur damit er Jamie frei lassen würde und aus unserem Leben verschwinden würde.
Aber wie konnte man jemanden so sehr hassen um ihm so etwas anzutun? Er ruinierte unser Leben. Wir konnten nachts weder schlafen, noch konnten wir an etwas anderes denken. Er machte uns vollkommen verrückt und es gab keinerlei Anhaltspunkte oder Lichtblicke um Jamie zu finden.

Doch dann kam mir eine Idee.
Er muss auch an dem Ort gewesen sein, sonst hätte er nicht gewusst was wir getan haben. Er muss Panik bekommen haben, als wir vorhin in dem Wald nach Jamie suchten. Also waren wir gar nicht falsch mit unserer Suche. Jamie muss dort gewesen sein, mein Gefühl hatte mich also nicht getäuscht.

Ich beendete meinen Gedanken als der Arzt aus dem Zimmer kam und zu uns kam.
Louis kopf fuhr augenblicklich nach oben und wir standen auf. „Was ist mit ihm?“ fragte ich.
„Er hat Glück gehabt, es war nur ein Streifschuss und wir konnten die Wunde gut versorgen.“ Erleichtert sah ich Louis an und atmete tief durch.
„Er kann heute schon nach Hause, aber er sollte sich schonen.“ Berichtete uns der Arzt.
Wenige Minuten später kam Harry auf Krücken aus dem Behandlungsraum gehumpelt. Sein Bein war verbunden.
Ein kurzes Lächeln brachte er uns entgegen, bevor er an uns vorbei ging. „Kommt Leute. Ich will nach Hause.“ Sagte er und wir folgten ihm. Am Auto angekommen verstauten wir die Krücken im Kofferraum und fuhren nach Hause. Ich beschloss den Jungs von meiner Vermutung zu erzählen.
„Wisst ihr was ich glaube?“ fing ich an ihnen von meinem Gedanken zu erzählen, „Ich glaube er hat Panik bekommen.“
Ich sah wie Louis in den Rückspiegel sah. „Warum sollte ER bitte Panik bekommen? Wir sind schließlich die Jenigen, die eigentlich Panik vor ihm haben sollten.“ Er verstand nicht worauf ich hinaus wollte. „Er hat Panik bekommen, weil wir ihm fast in die Quere gekommen sind. Ich meine damit, dass Jamie in dem Wald gewesen sein muss. Irgendwo dort und er war bei ihr. Wir hätten sie wahrscheinlich fast gefunden.“
Jetzt hatten sie anscheinend verstanden. „Du meinst, wir haben nur etwas übersehen?“ fragte Harry. „Genau, wir sollten vielleicht Morgen nochmal zurück fahren und noch einmal genauestens suchen.“
„Jetzt wo du’s sagst. Klingt ziemlich logisch.“ Louis parkte den Wagen. Ich sprintete an den Kofferraum um Harrys Krücken zu holen, öffnete ihm die Autotür und half ihm hinaus. Drinnen angekommen gingen wir zu den anderen die Auf dem Sofa saßen und Fernsehn guckten. Wir berichteten ihnen von meiner Überlegung. Auf irgendeine Art und Weise spendete sie uns neuen Mut und neue Kraft. Gegen halb 12 und nach einem langen Tag gingen wir schlafen. Vielleicht würden wir Morgen Glück haben und sie endlich finden, dachte ich mir bevor ich in einen ruhigen Schlaf fiel.  

_________________________________________

Heeyyaa :)
Es gibt gute Nachrichten, meine Schreibblockade hat sich endlich gelöst.
Sorry, dass es so lang gedauert hat. Ich hoffe aber euch hat das Kapitel trotzdem gefallen (:

Bitte Voten und Kommis nich vergessen, nh? :**

Ich liebe euch

Beccy xx

Still the One (1D Fanfiction)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt