Harry’s P.o.V
Ich musste hier weg, die Stille die seit Tagen regierte machte mich wahnsinnig. Ich stand vom Sofa auf, nahm meine Krücken und ging zur Tür, ich schnappte mir meinen Mantel und verlies schließlich das Haus.
Ich schloss die Tür hinter mir und atmete die kühle Herbstluft ein. Es tat gut endlich einmal allein zu sein und ich konnte nach denken.
Ich vermisste Jamie, sie fehlte mir und ich dachte ununterbrochen an sie. Abends wenn ich im Bett lag und die Augen schloss sah ich ihr wunderschönes Gesicht vor mir. Wir hatten sie zwar gefunden, aber dass sie im Koma lag war noch tausend Mal schlimmer. Ich weiß, ich konnte meine Gefühle im Moment nicht gut zum Ausdruck bringen, aber ich vermisste sie unendlich.
Ich konnte eigentlich wieder normal laufen, aber die Jungs achteten immer streng darauf das ich nicht ohne Krücken lief, weshalb ich sie jetzt einfach nicht benutzte und sie trug.
Ich schlenderte die Menschenleere Straße hinunter und beschloss in den Park zu gehen, ich fand es war einer der besten Orte um nach zu denken.
Um diese Uhrzeit waren kaum noch Menschen im Park zu sehen, schließlich war es bereits fast dunkel und es war kühl.
Ich setzte mich auf eine Bank die direkt neben einem kleinen See stand. Ich betrachtete die ruhige Wasseroberfläche auf der sich Sterne und Mond wiederspiegelten.
Es gab so vieles was ich Jamie noch zeigen wollte, dieser Ort war einer davon. Ich hätte alles dafür gegeben das sie in diesem Augenblick neben mir sitzen würde und ich einfach in ihre wunderschönen Augen schauen könnte. Ich machte mir viele Gedanken wie es nun weiter gehen sollte ohne Sie. Zum Glück hatten wir gerade einen Monat frei, abgesehen von ein paar Shootings. Ich glaube keiner von uns wäre in der Lage jetzt richtig zu arbeiten.
Was wäre, wenn sie nie wieder aufwachen würde?
Tausende von diesen Was-Wäre-Wenn Fragen schwirrten durch meinen Kopf.
Plötzlich riss mich das Klingeln meines Handys aus meinen Gedanken. Ich nahm es aus der Tasche meines Mantels hervor und sah auf das Display, es war eine unterdrückte Nummer.
>>Hallo?<<
>>Harry, ich bin‘s.<<
Ich erkannte die Stimme nur zu gut.
>>Was willst du noch von mir?<<
>>Ich muss mit dir reden.<<
>>Es gibt nichts mehr zu reden.<<
>>Ich hab gesehen das du in den Park gegangen bist. Ich bin in 15 Minuten da. Bitte bleib dort, es ist wichtig. Bis gleich.<<
>>Warum sollte ich noch mit dir red-<< fragte ich wütend, doch die Verbindung war schon getrennt.
15 Minuten später sah ich das allzu bekannte Gesicht auf mich zu kommen. Sie warf ihre langen blonden Haare nach hinten, lächelte mich an und stellte sich schließlich vor mich. Einen Arm hatte sie in die Hüften gestemmt, ihr Kleid bedeckte grade so ihren Hintern und mein Blick wanderte ihre langen Beine hinauf bis zu ihrem Gesicht. „Oh Gott.“ Dachte ich.
Zayn’s P.o.V
Müde stellte ich das grelle piepsen meines Weckers aus. Ich hatte ihn mir für 9 Uhr gestellt, was sich im Nachhinein als unnötig rausstellte. Eigentlich war ich ein Langschläfer, aber heute würden wir ins Krankenhaus fahren. Ich war irgendwie traurig und als ich die Vorhänge zur Seite schob passte das Wetter perfekt zu meiner Laune. Der Himmel war mit grauen Wolken behangen und es regnete Bindfäden. Ich zog die Vorhänge wieder zu und ging gähnend ins Badezimmer. Ich stützte mich mit den Armen aufs Waschbecken und sah in den Spiegel. Es klingt jetzt vielleicht eingebildet aber so beschissen sah ich noch nie aus. Meine immer noch geröteten Augen, die Augenringe bei denen es so aussah als würden sie bis zum Boden reichen und meine zerzausten Haare. Ich öffnete den Wasserhahn und eiskaltes Wasser lief über meine Handflächen. Ich beugte mich hinunter und spritze mir das kühle Wasser ins Gesicht.
Ich hatte irgendwie Angst Jamie zu sehen, denn ich wusste nicht ob ich den Anblick verkraften würde. Mein komplettes Leben hatte sich erneut um 180 Grad gewendet.
Ich nahm ein Handtuch von einem der Haken der an der Wand hing und trocknete mein Gesicht ab. Danach putze ich mir die Zähne und stylte meine Haare.
Ich kramte eine Chino und ein weißes Shirt aus meinem Kleiderschrank und zog mich um, bevor ich die Treppe hinunter trottete. Mein erster Weg führte mich in die Küche in der ich auf Louis und Niall traf. Ich murmelte ihnen ein verschlafenes „Morgen.“ Entgegen und setzte mich an den Tisch. „Gut geschlafen?“ fragte Louis der sich mit einer Tasse Tee in der Hand neben mich setzte. „Geht so. Ich bin total nervös.“ Ich nahm Louis die Tasse aus der der Hand und nippte einmal an dem heißen Getränk. Er sah mich kurz verstört an aber anstatt zu protestieren schwieg er und beließ es dabei.
Niall hatte sich mittlerweile auch zu uns gesetzt und biss in ein Scheibe Toast, die mit einer dicken Schicht Nutella bedeckt war. „Schlafen Harry und Liam noch?“ fragte ich. „Ja, sollen wir sie wecken gehen?“ Freude blitze in Louis Augen auf, denn er liebte es uns zu wecken, egal wie spät oder früh es war.
Zuerst gingen wir in Liam’s Zimmer, wo wir auf einen friedlich schlafenden Liam trafen. Louis nahm Anlauf und sprang mit einem Satz auf Liam’s Bett und lies sich auf ihn fallen. Louis schrie dabei laut und auch Liam begann zu schreien und saß nun Kerzengerade im Bett. „Spinnst du?“ schrie er Louis an, Louis jedoch kümmerte es kaum denn er hatte einen gewaltigen Lachflash.
„Mach dass nie wieder, du spinnst doch, du hast sie wohl nicht mehr alle!“ Wenn man Liam um seinen Schlaf brachte, konnte er sehr ausfällig werden.
Zugegeben, es war wirklich lustig wie Liam ausrastete und dabei versuchte Louis von seinem Bett zu stoßen. Niall und ich verkniffen uns ein Lachen und deuteten Louis an, dass er mit raus kommen und Liam in Ruhe lassen sollte. Liam hatte sich derweil die Bettdecke über den Kopf gezogen und Louis kletterte über ihn drüber, wobei er Liam leicht gegen den Kopf schlug. „Argh, mach das du raus kommst du Spinner.“ Hörte man Liam unter seiner Bettdecke knurren.
Louis folgte uns auf den Flur. „Und jetzt zu Harry.“ Flüsterte er und begab sich an die Tür die schräg gegenüber von uns war. Leise und vorsichtig drückte er die Türklinke nach unten und lugte ins Zimmer. „Er ist nicht da.“ Sagte er erstaunt und machte die Tür weiter auf sodass wir uns auch davon überzeugen konnten, dass Harry nicht hier war. „Vielleicht ist er unten.“ Sagte ich und ging die Treppe hinunter. Er war gestern schon so komisch gewesen. Ich warf einen Blick in die Küche, wo er auch nicht war. Genauso wenig wie im Wohnzimmer, wo wir ihn auch nicht finden konnten. „ Komisch, wo ist er bloß hin?“ Niall schmiss sich auf die Couch. „Sein Mantel ist auch weg.“ Fügte Louis hinzu. „Er wird schon wieder kommen.“ Niall lag ausgestreckt auf der Couch und aß Cookies, wie auch immer er das um diese Uhrzeit schon konnte. „Na klar wird er wieder kommen, Niall. Denkst du er verschwindet einfach so ohne ein Wort zu sagen und kommt dann nie wieder?“ lachte Louis. Er war heute wirklich gut gelaunt, ich würde gerne wissen wie er es schaffte immer optimistisch und fröhlich zu bleiben. Mag sein, dass es nur die Fassade war die ihn glücklich erscheinen ließ, aber er motivierte uns immer auch wenn es ihm selber vielleicht nicht gut ging. „Um wie viel Uhr fahren wir zu Jamie?“ fragte ich und sah auf die Uhr. Louis zuckte mit den Schultern.
„Ich weiß nicht. Ich würde sagen, dass wir nicht alle mit kommen. Harry ist ja sowieso nicht da und ich frag Liam später ob er mit will, sonst können er und Harry ja heute Nachmittag fahren.“ Niall und ich nickten. „Also sagen wir, wir fahren so um halb 2?“ Es waren gerade mal halb 11 und so früh konnten wir noch nicht zu ihr. Louis und Niall schienen einverstanden zu sein.
„Ich versuch mal Harry anzurufen.“ Louis stelle sein Handy auf Lautsprecher und man hörte das tuten das aus der Leitung kam. Aber nach einiger Zeit meldete sich nur Harrys Mailbox.
Er versuchte noch weitere Male ihn zu erreichen aber er hatte anscheinend sein Telefon ausgeschaltet. Ich fand es etwas scheiße von ihm. Er wusste immerhin, dass wir heute ins Krankenhaus zu SEINER Freundin wollten.
Konnte er da nicht zu Hause bleiben? Was gab es wichtigeres für ihn?
Ich wurde ein wenig wütend auf ihn den ich brachte kein Verständnis für ihn auf. Eigentlich sollte es mir ja egal sein, denn ich versuchte ja ihm etwas aus dem Weg zu gehen weil mich das schlechte Gewissen plagte.
Niall schaltete den Fernseher ein und wir guckten ein Interview von uns, dass schon etwas älter war. Wir hatten es bevor Jamie zu uns kam in einer Morningshow gegeben, dies war anscheinend die Wiederholung die lief. Da wussten wir alle noch nicht, wie sehr sich unser Leben in den nächsten Wochen ändern würde. Jamie hatte –im positiven aber auch negativen Sinne- alles komplett über den Haufen geworfen und unser Leben noch einmal umgekrempelt. Mit Negativ meine ich ihre Entführung, also hat ihr Entführer zu dieser Veränderung auch einen großen Teil beigetragen…leider.
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Still the One (1D Fanfiction)
FanfictionJamie ist 17 Jahre alt und wird in kürze für 3 Jahre bei ihrem Bruder- der Mitglied einer britisch-irischen Boyband ist- und seinen Bandkollegen wohnen. Jamie will Schauspielerin werden und wird 2 Jahre studieren müssen. Ob sich Jamie mit den 4 ande...
