Ich atmete einmal kurz tief durch, ehe ich mich wieder an meinen Opa richtete.
Zeig' jetzt bloß keine Schwäche! Halt dich unter Kontrolle! , schnauzte ich mich innerlich selbst an.
"Ich bin seit ca. 4 Minuten hier. Also noch nicht sonderlich lange." antwortete ich schließlich und setzte ein gequältes Lächeln auf.
Mein Großvater nickte nur geistesabwesend und drehte sich dann wieder zu seinem Blatt um.
Seine Hand zitterte, als er den Stift erneut in die Hand nahm.
Er nuschelte etwas, für mich vollkommen unverständliches, vor sich hin und malte weiter kreuz und quer auf dem Blatt herum.
Ich beobachtete ihn neugierig dabei und versuchte immer mal wieder einen Blick auf das Papier zu werfen.
Was sich allerdings als nicht gerade die einfachste Aufgabe herausstellte, da mein Großvater seinen Körper geschickt so positionierte, dass wirklich niemand anders außer ihm es zu Gesicht bekam.
Ob dies wirklich absichtlich war, wusste ich jedoch nicht.
Wahrscheinlich eher nicht.Trotzdem ließ es mich für einen kurzen Moment schmunzeln, bevor die Neugierde wieder in mir hochkroch.
Ich war gerade dabei einen weiteren Versuch zu starten um, wenn auch nur kurz,einen Blick auf das Blatt erhaschen zu können, als sich dies von alleine erledigte.
Mein Opa drehe sich zielstrebig zu mir um und hielt mir, sowohl das Blatt, als auch den Stift,hin.
Ich konnte nun in aller Ruhe feststellen, dass sich auf dem Stück Papier nichts befand.
Es war komplett leer.
'Wahrscheinlich weil er vergessen hatte, den Stift - genauer gesagt den Kugelschreiber - zu drücken, sodass die Miene zum Vorschein kommt' , überlegte ich in Gedanken."Kannst du bitte das was ich dir gleich diktiere aufschreiben?" fragte mein Großvater auf einmal.
Ich nickte lächelnd, während ich mich neben ihn setzte.Sofort fing er ohne zu zögern an zu reden:
'Rose, Liebes Enkelkind.
Ich merke selbst wie ich mich immer mehr verändere.
Mir fallen öfters Dinge nicht mehr ein, die ich ein paar Minuten zuvor noch ohne groß überlegen zu müssen, erzählen hätte können.
Deshalb ist jetzt wahrscheinlich eine der letzten Möglichkeiten diesen Brief an dich zu verfassen.
Ich wollte dich einfach mal wissen lassen, wie unfassbar stolz ich auf dich bin.
Du bist ein starkes Mädchen und ich bin so froh dich zu haben.
Und ich weiß, dass es deinen Eltern genauso wie deiner Großmutter ähnlich geht.
Ich möchte dir einfach sagen, wie sehr ich dich liebe, auch wenn ich es dir nicht so oft sage.
Bitte lass' dich von nichts und niemandem unterkriegen.
Zieh' immer dein Ding durch und hör' nicht auf das, was andere dir sagen.
Du bist perfekt so wie du bist und ich bin froh dich mein Enkelkind nennen zu dürfen.
Nach meinem Tod wirst du mein ganzes Geld und alles weitere was ich besitze erben.
Sieh' es bitte als Dankeschön für all das was du die Jahre für mich getan hast.
Ich weiß nämlich, dass die ganze Situation für dich ebenfalls nicht einfach ist.
Also wage es ja nicht das alles abzulehnen.
Ich möchte mit dem Gewissen später sterben können, dass du versorgt bist. Das es dir gut gehen wird.
Pass auf dich auf.
Ich liebe dich Rose, vergiss das bitte nie.Opa.'
Krampfhaft versuchte ich mir die Tränen zu unterdrücken.
Die unterschiedlichsten Gefühle stiegen in mir auf.
Ich wusste nicht wie ich mich fühlen sollte.
Glücklich, weil mein Opa seit langem wieder so viele klare Sätze bzw. Gedanken fassen konnte?
Traurig,weil dieser Brief wie ein Abschied von dieser Welt klingt?
Ich wusste einfach nichts in diesem Moment.Erst die Stimme meines Opa's, die ruhig meinen Namen sagte, holte mich wieder in die Realität zurück.
"Wieso weinst du denn?" fragte er und schaute mich mit großen Augen an.
"Ist irgendetwas passiert?"
Augenblicklich hätte ich erneut losheulen können.
Ich kam damit einfach nicht klar.
Doch ich musste.
Ich musste jetzt stark sein."Nein Opa. Alles ist gut." sagte ich und lächelte ich zaghaft an.
"Ich muss dann auch wieder." fügte ich noch schnell hinzu und erhob mich langsam von meinem Platz.
"Schon? Die Zeit vergeht ja wie im Fluge!"
Ich nickte nur gedankenverloren und umarmte ihn zur Verabschiedung.
Den Brief ließ ich noch schnell in meiner Tasche verschwinden, ehe ich mich zielstrebig auf den Weg zum Ausgang machte.
Das einzigste was ich in diesem Moment wollte war: weg.Damit ich nicht noch mehr Aufmerksamkeit, als ich ohnehin schon hatte, auf mich zog, lief ich mit gesenktem Kopf und wagte es ja nicht aufzusehen.
Doch das Schicksal wollte anscheinend nicht, dass ich schnell nach Hause gehen konnte, um mir dort endlich die Seele aus dem Leib heulen zu können, da ich plötzlich genau in eine Person reinlief, mit der ich nie und nimmer gerechnet hatte, sie hier jemals anzutreffen...・・・・
Hallo meine Lieben! (:
Endlich gibt's mal wieder ein Update von mir ^^Ich habe übrigens eine wichtige Entscheidung getroffen!
Diese Geschichte hier wird keine Fanfiction mehr sein!
Ich werde mir zusätzlich also auch noch alle anderen Namen und Charaktere ausdenken!
Es tut mir Leid an alle,die diese Geschichte nur deswegen gelesen haben...Natürlich freue ich mich darüber,wenn ihr weiterhin Lust und Spaß am lesen dieser Gesichte habt,auch wenn sie keine Fanfiction mehr ist. (:
Okay.Danke für eure Aufmerksamkeit!
Ich wünsche euch einen schönen 4. Advent. <3
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Life changes
Teen Fiction・・・ Immer wenn ein Problem aus der Welt geschafft ist, tauchen neue auf. Es ist wie ein Kreislauf, indem wir uns befinden und nicht entfliehen können. Das schlimme jedoch ist, dass sie jedes mal dein komplettes Leben verändern und in eine neue Richt...