Eine Woche nach der anderen zog wie ein Zug an mir vorbei.
In den Zwischenzeit hatte ich immer noch keinen Fuß in das Altenheim gesetzt.
Ich mied es weiterhin.
Genauso wie Jason.
Ich wusste zwar, dass ich ihm gegenüber ein wenig zu heftig reagiert hatte, jedoch war mir dies egal. Das was ich gesagt hatte meinte ich auch so.In der Schule lief alles bestens.
Dadurch, dass ich sehr viel Freizeit hatte und diese nicht sinnvoll zu nutzen wusste, hatte ich dementsprechend viel Zeit für's lernen, was sich mittlerweile sehr bei meinen Noten bemerkbar machte.
In dieser Hinsicht war ich wirklich stolz auf mich selbst...***
Es war Montag.
Eine neue Woche war angebrochen. Es war alles normal. Wie immer halt.
Allerdings änderte sich dies, als ich am Nachmittag von der Schule nach Hause kam, wie gewöhnlich die Post hereinholte und einen speziellen Brief darin fand.
Er war vom Altenheim meines Großvaters.Mit zittrigen Händen betrachtete ich den Umschlag eine Zeit lang, bevor ich ihn schließlich öffnete. Vorsichtig faltete ich das Blatt auseinander und begann in Ruhe zu lesen:
Sehr geehrte Frau Dolet,
da wir Sie telefonisch nicht erreichen können, Sie aber umgehend über den Gesundheitszustand ihres Großvaters in Kenntnis setzen möchten, wollen wir Sie hiermit dringend dazu auffordern ins Altenheim zu kommen.
Weitere Informationen erhalten Sie dann vor Ort.Mit freundlichen Grüßen.
Es stand nicht wirklich viel darin, aber dennoch sorgten diese 4 Zeilen dafür, dass ein unglaubliches Gefühlschaos in mir ausbrach.
Einerseits fing mein Herz bei dem Gedanken, dass etwas mit meinem Opa nicht stimmt, unnormal schnell an zu rasen.
Ich wollte umgehend wissen, was mit ihm los ist.Andererseits hieß dies, dass ich nach längerer Zeit wieder ins Heim musste.
Zu dem Ort, an den ich am liebsten gar nicht mehr möchte.
Ich hatte die ständigen Anrufe ja nicht ohne Grund ignoriert.Du musst dich jetzt mal zusammenreißen, Rose!
Mein Großvater war schließlich auch immer für mich da gewesen.
Es war ihm gegenüber nicht fair, ihn so alleine zu lassen.Bei diesen Gedanken machten sich unwahrscheinlich große Schuldgefühle in mir breit.
Ich unterdrückte sie jedoch, da ich jetzt wichtigere Sachen zu tun hatte.
Schließlich musste ich so schnell wie möglich zum Altenheim.***
Es dauerte tatsächlich keine halbe Stunde, da lief ich auch schon durch die Eingangshalle des recht modernen Gebäudes, auf der Suche nach einem Pfleger.
Nachdem ich fast 5 Minuten umhergeirrt war und innerlich alles und jeden verfluchte, fand ich endlich jemanden.
Allerdings wäre es, wenn ich stärkere Nerven gehabt hätte, nicht unbedingt meine erste Wahl gewesen."Jason?"
Sein Kopf schellte sofort in meine Richtung.
Als er mich sah fing er automatisch an zu lächeln.
"Ich freue mich, dass du gekommen bist." sagte er."Also. Was ist mir meinem Großvater?" fragte ich unsicher nach, während ich vor Nervosität meine Hände knetete.
"Ihm geht es gut. Er kann sich jedoch an absolut nichts mehr erinnern. Ehrlich gesagt wollte ich mit dem Brief genau das erreichen: Das du mal wieder einen Fuß in das Heim setzt. Und weil du jetzt da bist, können wir auch gleich zu deinem Großvater, findest du nicht?" es dauerte ein wenig bis seine Worte zu mir durchgesickert waren."Wow Wow Wow. Heißt das, mein Großvater ist nicht krank oder so?! Ihm geht es gut?!" hackte ich ungläubig nach.
Nachdem Jason genickt hatte, starrte ich ihn eine Zeit lang ungläubig aus geweiteten Augen an.
Das durfte doch jetzt nicht wahr sein!
"Einfach unfassbar!" rief ich wütend, während ich mir mit beiden Händen frustriert durch die Haare fuhr.
"Das kann doch nicht dein Ernst sein?! Ich hab' doch gesagt, dass du mich in Ruhe lassen sollst!"
Er schaute mich eindringlich an.
"Wie hätte ich dich denn sonst dazu bekommen, dass du hier her kommst? Du wärst nie wieder hierher gekommen, weil du damit einfach nicht klar kommst, dass dein Großvater dich nicht mehr erkennt! Aber sich zurückziehen und alles und jeden meiden hilft nicht, Rose! Du hast dich total zurückgezogen und guck' dich doch mal an! Du bestehst ja fast nur noch aus Haut und Knochen!"Ich schluckte.
Das hatte gesessen.
Jedoch verlor ich meine Fassung nicht. Die Wut brodelte weiterhin in mir.
Aber eins musste man ihm lassen. Clever war er. Sein Plan hatte schließlich einwandfrei funktioniert."Okay. Schön. Vielen Dank, für deinen Ehrgeiz. Du hast es geschafft. Ich bin hier." sagte ich und verschränkte meine Arme vor der Brust.
"Gut. Und jetzt können wir deinem Großvater einen Besuch abstatten." meinte Jason.
"Nein." kam es mir automatisch über die Lippen.
"Wieso?" hackte er nach,obwohl er die Antwort nur zu genau wusste.
Ich seufzte nur und ließ meinen Blick zum ersten Mal durch die Gegend schweifen."Rose." knurrte Jason nach einigen Minuten genervt.
"Ja?" fragte ich scheinheilig.
"Wir. Gehen. Jetzt. Zu. Deinem. Großvater. Keine. Widerrede." er sprach extra langsam und betonte jedes einzelne Wort.
"Du kannst mich nicht zwingen." ohne das ich es bemerkte verkrampfte sich mein Körper.
"Oh doch."
So schnell konnte ich gar nicht gucken, da hatte Jason mich auch schon am Arm gepackt und zog mich hinter sich her, zum Zimmer meines Großvaters...
・・・・・・Hey Leute :)
Tut mir leid, dass so lange kein Teil kam, aber ich hatte ein wenig Stress mit der Schule und ja :3
Jetzt sind aber alle Arbeiten beschrieben und das heißt ich habe wieder ein wenig mehr Zeit zum schreiben ^^
Ich hoffe ihr freut euch.<3
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Life changes
Teen Fiction・・・ Immer wenn ein Problem aus der Welt geschafft ist, tauchen neue auf. Es ist wie ein Kreislauf, indem wir uns befinden und nicht entfliehen können. Das schlimme jedoch ist, dass sie jedes mal dein komplettes Leben verändern und in eine neue Richt...