Alan und Lucky hatten ganz andere Sorgen. Sie waren auf ihrem Weg in eine Falle geraten, ein etwa 5 Meter tiefes Loch. Wahrscheinlich hatten Rebellen es gegraben. Lucky hatte sich bei dem Sturz das Bein gebrochen. Es war ein offener Bruch der stark blutete. Somit saßen die beiden erst einmal fest. Alan hatte zwar ein Seil dabei und einen Haken, doch dieser fand auf den noch aufgeweichten Boden keinen Halt. Auch der Boden der Falle war matschig, die Schuhe der Männer waren schon durchgeweicht. Lucky hatte sich auf sein Hemd gesetzt, was nicht verhinderte das sein Hosenboden klatschnass war. Er schwitzte wie ein Iltis und die Schmerzen in seinem Bein brachten ihn fast um den Verstand.
„Alan wirf das Seil noch mal. Ich halte es hier drinnen nicht mehr aus."
Alan sah seinen Kumpel an. Er schwitze, war blass und sein Bein sah nicht gut aus. Alan hatte es so gut es ging versorgt, doch steril war das nicht. Sie mussten dringend hier raus. Also warf Alan, wider besseres Wissen, das Seil noch einmal. Er zog daran und war selbst überrascht dass es nicht zurückrutschte. Vielleicht hatte es endlich Halt gefunden. Alan warf Lucky einen besorgten Blick zu. Niemals würde sein Kumpel sich an dem Seil nach oben ziehen können. Sie brauchten einen Plan.
„Lucky, das Seil hat Halt gefunden, ich klettere nach oben."
Lucky nickte nur. Er war schwach, fühlte sich vollkommen ausgedörrt und ihm war schwindlig.
Alan stemmte sich mit den Füßen an die Wände des Loches und zog sich nach oben. Es kam ihm wie eine Ewigkeit vor, doch schließlich hatte er es geschafft.
Schwer atmend lag er auf dem Rücken. Es dauerte eine Weile bis er wieder ruhig atmen konnte. Dann nahm er das Seil, der Haken hatte sich an einer Wurzel verfangen die etwas aus dem Boden ragte, und schlang es um einen der dickeren Baumstämme. Dann legte er eine Schlinge, beugte sich über den Rand der Falle und warf das Seil hinunter zu Lucky.
„Lucky du musst dir das Seil um die Brust legen, dann ziehe ich dich nach oben."
Doch Lucky reagierte nicht. Scheinbar war er bewusstlos geworden.
Fluchend erhob sich Alan. Er sah sich um und entdeckte eine große Pfütze. Schnell nahm er sein eh schon klatschnasses Hemd, tauchte es in die Pfütze so dass es tropfte und rannte zurück zur Grube.
Dann wand er sein Hemd mit einer kräftigen Drehung aus. Das Wasser ergoss sich auf Lucky, der prustend zu Bewusstsein kam.
„Was zur Hölle...", schimpfte er.
„Entschuldige Kumpel, aber du warst weggetreten. Kannst du dir das Seil um die Brust schlingen?"
Lucky schaffte es unter einigen Anstrengungen. Schließlich gab er seinem Kumpel ein Zeichen und Alan begann zu ziehen.
Nur Sekunden später standen Alan die Schweißperlen auf der Stirn und er keuchte als wäre er einen Marathon gelaufen. Doch aufgeben war keine Option. Also zerrte er weiter und endlich war Lucky's wirrer Haarschopf zu sehen. Einmal zog Alan noch und dann lag Lucky vor ihm auf dem Boden.
Alan kniete neben ihn und betrachtete sein Bein. Es sah übel aus, richtig übel.
„Na dann Kumpel, sehen wir zu das wir dich versorgt bekommen."
Doch Lucky hörte seinen Freund nicht, er hatte wieder das Bewusstsein verloren.
Vielen Dank für die ersten Sterne. Sehr lieb. :-)
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Dschungel
AdventureRachel wurde entführt. Sie flieht. Doch wie weit wird sie kommen? Allein, verängstigt, mitten im Dschungel. Und ihre Entführer sind ihr dicht auf den Fersen.....
