Anonym

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P.o.V Dario

Fest schlang ich meine Arme, so gut es mit dem eingegipsten Arm ging, um meinen Oberkörper. Es wurde immer kälter und da ich nur die dünne Krankenhauskleidung trug, fühlte es sich so an, als würde ich mit nackter Haut im Schnee liegen. Immer noch lehnte ich, mit meinem Rücken gegen die Wand, die auch nicht gerade warm war. Nur hinlegen konnte ich mich nicht, die Schmerzen im Rücken, waren einfach zu stark und zogen sich bis in meine Beine, sodass ich mich kaum noch bewegen konnte. Aber was jetzt wichtiger war, war zu wissen, wie es Tia, unseren ungeborenen Baby, Liam und meinem Vater ging. Sie mussten so viel durchmachen, sie taten mir so leid und ich war auch noch mit schuld daran. Hätte ich diese blöde Amnesie nicht bekommen, hätte meine Familie nicht leiden müssen. Mir tat es einfach so schrecklich leid und ich wünschte mir so sehr, dass ich das Ganze rückgängig machen konnte. Aber leider ging das nicht und ich hatte immer noch die Bilder im Kopf, wie mich mein Sohn, Tia und mein Vater angesehen hatten, als sie mitbekamen, dass ich alles vergessen hatte. Diese Blicke hatten sich in mein Gedächtnis gebrannt und ich wusste, dass ich sie niemals mehr vergessen würde. Tränen liefen über meine Wangen und ich sah wieder an die Steindecke. Ich hatte meiner Familie leid zugefügt und die Schuldgefühle deswegen, fraßen mich innerlich auf.

Auf einmal hörte ich, wie die Stahltür aufgeschlossen wurde und nicht mal paar Sekunden später, betrat Tia's Mutter den Raum. Sie hatte ein Tablett in ihrer Hand und kam auf mich zu, nach dem sie die Tür hinter sich geschlossen hatte. Sie stellte das Tablett neben mich ab und holte danach den Stuhl aus der Ecke, den sie vor mich stellte. Sie setzte sich hin, schlug wieder ihre Beine übereinander, verschränkte ihre Arme vor der Brust und grinste mich dann Finster an. Und mit so einer hatte Frank ein Verhältnis, nicht zufassen. Aber wie heißt es so schön, jeder das seine. „Iss!" zischte sie und ich sah auf das Tablett. Auf diesen befand sich, ein Stück Brot mit Butter und ein Glas Wasser. Ich nahm das Brot und sah misstrauisch zu Linda. Diese lachte auf und schüttelte ungläubig mit dem Kopf. „Es ist nicht vergiftet, wenn du das denkst. Ich bin eine Entführerin und keine Mörderin!" sagte sie und ich begann langsam zu essen. Eigentlich wollte ich nichts essen, aber in diesem Moment, blieb mir nichts anderes übrig. Ich aß auf und trank das Glas Wasser aus. „Weißt du Dario, zu oft frage ich mich, was du an meiner Tochter hast. Sie ist ein Miststück, was das Leben, eines anderen Menschen kaputt macht. Wie kann man nur so eine Person lieben und sogar mit ihr ein Kind bekommen ?" fragte sie mich, nach einer kurzen Stille und ich sah sie fassungslos an.

Wie konnte man einfach so über seine eigene Tochter reden ? „Sie ist eine tolle und liebevolle Frau. Sie macht niemanden das Leben kaputt, sondern sie macht es einfach nur noch schöner. Sie macht einen glücklich und bei ihr weiß man, sie würde alles für ihre Familie tun. Nur weil du denkst, dass sie dir den Mann weggenommen hatte, heißt das nicht, dass es auch so war. Du bist ihre Mutter und ......" weiter kam ich nicht, da die Stahltür mit Wucht aufgestoßen wurde. „Polizei, Hände hoch!" rief ein Mann in Uniform und Linda schreckte vom Stuhl auf. Sie hob ihre Hände und sah panisch die zwei Männer an, die mit gezogener Waffe den Raum betraten. „Woher wissen sie, dass wir hier sind ?" frage sie mit zittriger Stimme, als einer der Polizisten ihr näher kam. „Wir haben einen anonymen Hinweis bekommen und sind sofort hierher gefahren!" antwortet er ihr und nahm seine Handschellen vom Gürtel. „Sie haben das Recht zu schweigen. Alles was Sie sagen, kann und wird vor Gericht gegen Sie verwendet werden. Sie haben das Recht, zu jeder Vernehmung einen Verteidiger hinzuzuziehen. Wenn Sie sich keinen Verteidiger leisten können, wird Ihnen einer gestellt. Haben Sie das verstanden?" sagte der Polizist, als er Linda die Handschellen anlegte. Sie nickte daraufhin nur und wurde abgeführt. Kurz bevor die Beiden den Raum verließen, schmiss der Polizist ein Schlüsselbund, den er Linda aus der Hand nahm, dem anderen zu, der zu mir kam. „Sind sie soweit in Ordnung ? Der Krankenwagen ist gerufen und wird gleich da sein!" fragte mich der zweite Polizist und löste mit einem der Schlüssel, meine Fußfessel. Ich nickte nur, denn ich konnte das Ganze noch nicht richtig fassen. Ich war frei und konnte endlich wieder zu meiner Familie.

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Das war das Kapitel für heute. ;)

Was haltet ihr davon, dass Dario wieder frei ist ?

Leider heißt das auch, dass diese Geschichte bald zu Ende sein wird. Aber keine Sorge, ein neue Geschichte ist schon in Planung. Aber kein dritter Teil sondern eine komplett neue Geschichte mit einem neuen YouTuber. 2 Kapitel werden aber noch kommen. :)

Ich hoffe euch hat das Kapitel gefallen und ich freue mich immer über eure Meinungen. :)

Hoffentlich sehen wir uns am Samstag zum vorletzten Kapitel wieder. :)

Bis dahin ^^

Eure Melly ^^

Complicated Love 2 - Wenn die Hoffnung stirbt (Delay FF)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt