Kapitel 18

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Noch immer zog sich diese peinliche stille über uns. Doch dann überlegte ich, was dagegen sprechen könnte. Gut, die zeit für eine pro- und kontraliste war leider zu kurz, aber ich schaffte es auch so. "Wieso eigentlich nicht", warf ich überzeugend ein und löste somit das schweigen. "Ihr habt recht! Ich würde mich freuen, wenn wir die paar Stunden gemeinsam verbringen könnten", dabei sah stefan mir im zweiten Satz direkt in die Augen. "Ich sag doch, dass ihr das schafft - ihr seid doch das Traumpaar", freute sich Barbara über ihren Erfolg und zog dann Karl mühevoll von den Plätzchen weg um mich und stefan alleine zu lassen. "Gut, zusammen sind wir deswegen auch nicht wieder, aber ich würde mich auch sehr freuen", grinste ich Stefan an. Der sah zwar kurz etwas verwirrt aus, aber grinste dann auch zurück und nahm noch einen Schluck von seinem Kaffee. Als er damit fertig war meinte er noch: "Wir machen uns einfach einen schönen gemütlichen Abend so wie gestern auch." Ich stimmte zufrieden zu und war insgeheim auch sehr froh darüber, dass ich nicht mit meiner Mutter feiern musste. Zumal sie noch nicht einmal von meiner Schwangerschaft weiß. Außer Barbara, Karl, der Rose und stefan hatte es noch niemand mitbekommen. Lang würde ich Erbse nicht mehr verstecken können. Ein Glück hatten wir Winter und ich konnte etwas weitere Pullover anziehen. "Kommst du dann zu mir?" "Mh ja, kann ich gerne machen", schreckte ich aus meinen Gedanken hoch. "Wir können ja vielleicht zusammen kochen und abends einfach einen film anschauen", führte ich fort. "Das hört sich doch alles super an." "Ja, das tut es. Hast du denn schon einen Weihnachtsbaum?" "Ach stimmt, da war ja noch was. Weißt du was, lass uns den doch morgen gemeinsam besorgen gehen, schließlich ist in drei Tagen ja auch schon das große Fest." "Ok, dann steht jetzt alles oder? Lass uns morgen einfach nach der schule zu einem weihnachtsbaumverkauf gehen." "Wird gemacht Frau Konrektorin", lachte Stefan und musste dann auch das Lehrerzimmer verlassen, da der Unterricht rief. Ich setzte mich zurück an meinen Platz und schrieb noch schnell einen Elternbrief für meinen Pädagogik LK fertig. Als ich diesen zufrieden betrachtete und wartete bis er abgespeichert war, verfiel ich wieder in meine Gedanken.

Der Lehrer - 3 Truths - They will change everything! Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt