Kapitel 21

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Wie sehr ich diese Nähe vermisst hatte. Sie gab mir unwahrscheinlich viel kraft und ließ mich auch beschließen, dass ich meine Angst überwinden muss und ihm sagen, was sache ist. Die dritte Wahrheit muss auf den tisch! Meine Nacht war ziemlich unruhig. Immer und immer wieder ging ich verschiedene Optionen durch, wie ich es ihm nur sagen könnte. Manche ließen mich erschrecken, bei andern war ich mir wieder sehr sicher, dass es so richtig wäre. Am Ende beschloss ich einfach, dass ich auf mein Herz hören muss, das wird mich schon auf den richtigen Weg bringen. Den restlichen Tag nutzte ich dazu schon einmal ein paar Klausuren zu korrigieren, damit ich die relativ schnell weg hatte um auch etwas die Ferien später genießen zu können. Auch über Stefans Geschenk machte ich mir Gedanken. Ich wollte ihn auf jeden Fall noch etwas schenken, was nicht mit der kleinen Erbse zu tun hat. Nach längerem hin und her überlegen hatte ich dann doch etwas in meinen Augen zu ihm passendes gefunden. Schnell bestellte ich es vor und konnte nun mit einer Last weniger etwas besser schlafen als die Nacht zuvor. Kurz vor 15 Uhr konnte ich dann auch endlich los zu Stefan fahren. Der Vormittag hat sich gefühlt wie Kaugummi gezogen. Die erste Hälfte habe ich damit verbracht, ein passendes outfit raus zu suchen. Am Ende hatte ich mich für ein schlichtes blaues eng anlieges langarmkleid entscheiden. Seitdem ich schwanger  bin hatte ich immer nur noch weite Oberteile getragen, doch jetzt wollte ich es auch nicht mehr verstecken. Außerdem könnte stefan so noch besser sein Fleisch und Blut erkennen. Wie sehr ich hoffte, dass er es einigermaßen gut aufnimmt. In der zweiten Hälfte fing ich dann an ein kleines Album zu gestalten. Ich klebte alle bisher vorhandenen Ultraschallbilder ein und verzierte es noch schön. Dies packte ich dann auch noch ein. Ich wollte es Stefan schenken, damit er die ersten 15 wochen der Schwangerschaft wenigsten so noch sehen kann. Ich hatte vor, das Buch für ihn wenn er möchte die nächsten Wochen und auch Monate weiter zu führen. Nun stand ich endlich vor seiner Haustüre. Wie oft ich schon hier stande - mit den unterschiedlichsten Gedanken. Einerseits freute ich mich sehr darauf, wenn er jetzt die Türe nun öffnet, andererseits schwingt auch etwas Unsicherheit und angst mit.

Der Lehrer - 3 Truths - They will change everything! Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt